Ziemlich abrupt endete gestern die Rallye bei den Aktien des Windanlagenbauers Nordex.

Getragen vom durch die Ukraine-Krise und den damit verbundenen (und noch drohenden) Sanktionen ausgelösten Run auf Aktien aus dem Bereich Erneuerbare Energien legten Nordex-Anteilsscheine allein in den letzten zehn Handelstagen vom Jahrestief bei 11,30 Euro bis auf vorgestern erreichte 18,73 Euro um knapp 65 Prozent zu.

Dieser Aufschwung bekam aber gestern einen ordentlichen Dämpfer, nachdem Nordex vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt hat. Die fielen zwar recht solide aus, allerdings zeigten sich Anleger zum einen vom deutlichen Rückgang beim EBITDA und der Profitabilität enttäuscht, zum anderen nutzten viele die Gelegenheit, um nach dem starken Kursanstieg der letzten Tage Gewinne zu realisieren.

Nordex-Aktien brachen gestern in einem insgesamt sehr freundlichen Handelstag – der deutsche Leitindex DAX konnte bis zum Handelsschluss in einer Erholungsrallye 7,9 Prozent zulegen – um 6,1 Prozent auf 16,86 Euro ein und waren damit auch der mit Abstand schwächste Wert im TecDAX und SDAX.

Konzernumsatz übertrifft Erwartungen – EBITDA beinahe halbiert 

Auf Basis vorläufiger und noch nicht testierter Zahlen konnte Nordex den Konzernumsatz im letzten Jahr um knapp 15 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro steigern (2020: 4,7 Milliarden Euro) und liegt damit auch über der Prognose von

Einen deutlichen Einbruch gab es dagegen beim operativen Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA), das mit 50 Millionen Euro um 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist (2020: 94 Millionen Euro). Analysten hatten im Schnitt mit einem EBITDA von 56 Millionen Euro gerechnet.

Vor allem hohe Kosten für Rohstoffe und Transporte – besonders bei Seefrachten – drückten auf das Ergebnis und belasteten die Profitabilität. Die operative Marge halbierte sich damit von zwei auf ein Prozent. 

Deutlich gestiegen ist dagegen der Auftragseingang im letzten Jahr, der um 32 Prozent auf 7,95 GW gesteigert werden konnte (2020: 6,0 GW).

Endgültige Zahlen will Nordex am 29. März 2022 veröffentlichen und bei diesem Anlass auch den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr bekannt geben.

Jefferies bestätigt Nordex weiter mit „Buy“

Nach den vorläufigen Zahlen hat das Analysehaus Jefferies Nordex weiter mit „Buy“ eingestuft und das Kursziel von 20 Euro bestätigt. Nach Ansicht der Experten sei „der Windkraftanlagenhersteller dank einer soliden Dynamik kräftiger gewachsen als gedacht“. Zudem sei es „operativ beim Unternehmen zuletzt so gelaufen wie erwartet“. 

Nordex-Aktie: Chart vom 10.03.2022
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