Schluss, aus und vorbei: Fürs Erste endet der Übernahmeversuch des Wiesbadener Immobilienfinanzierers Aareal Bank AG durch die Finanzinvestoren Advent International Corporation und Centerbridge Partners, die sich mit weiteren Co-Investoren zur Zweckgesellschaft Atlantic BidCo zusammengeschlossen hatten.

Wie alle Beteiligten am Wochenende unabhängig voneinander mitteilen, konnte die Mindestannahmeschwelle von 60 Prozent, von deren Erreichen die Finanzinvestoren die Übernahme abhängig gemacht hatten, bis zum Ende der Annahmefrist nicht erreicht werden. Damit endet der Übernahmeversuch jetzt offiziell, das Angebot von Atlantic BidCo an die Aktionäre der Aareal Bank erlischt und wird nun rückabgewickelt. 

Kurz zur Erinnerung: Bereits im November letzten Jahres gaben die Finanzinvestoren ein Übernahmeangebot ab und boten 29 Euro pro Aareal-Aktie. Die Mindestannahmeschwelle lag zu diesem Zeitpunkt bei 70 Prozent und die Aktionäre hatten bis zum 19. Januar 2022 Zeit, ihre Papiere anzudienen. Obwohl Vorstand und Aufsichtsrat erklärten, hinter dem Vorhaben zu stehen und die Annahme des Übernahmeangebotes empfahlen, regte sich unter den Aktionären bereits Unmut und der Preis wurde als eindeutig zu niedrig eingestuft. 

Daraufhin legten die Finanzinvestoren noch einmal nach und erhöhten den Angebotspreis auf 31 Euro, senkten die Mindestannahmeschwelle auf 60 Prozent und verlängerten die Angebotsfrist bis zum 2. Februar 2022. 

Genützt hat das offensichtlich wenig, denn nach Angaben der Bietergesellschaft wurde auch bis zum Ende der verlängerten Annahmefrist die gesenkte Mindestannahmeschwelle von 60 Prozent nicht erreicht. Damit endet das Angebot und die angedienten Aktien verbleiben im Besitz der bisherigen Aktionäre und werden in die ursprüngliche Aktiengattung zurückgebucht.

Aareal will verstärkt aus eigener Kraft wachsen und Dividende zahlen

Die Aareal Bank will nun weiter kräftig aus eigener Kraft wachsen, teilt der CEO Jochen Klösges nach der gescheiterten Übernahme mit. Wachstumspotenzial sieht er vor allem in der Immobilienfinanzierung, wo das Portfoliovolumen jährlich um bis zu 1 Milliarde Euro wachsen und 2024 bei rund 33 Milliarden Euro liegen soll. Im übernächsten Jahr peilt die Bank zudem ein Konzernbetriebsergebnis von bis zu 300 Millionen Euro an.

Außerdem soll die bislang wegen des Übernahmeangebotes noch zurückgehaltene zweite Tranche der Dividende in Höhe von 1,10 Euro pro Aktie jetzt ausgezahlt werden. 

Aktie gibt zu Wochenstart deutlich nach

Die im SDAX gelisteten Aktien der Aareal Bank AG, die letzten Freitag im regulären Handel noch 1,7 Prozent auf 29,16 Euro zulegen und die Handelswoche mit einem kräftigen Plus von vier Prozent beenden konnten, geraten aufgrund der Nachrichten über die gescheiterte Übernahme kräftig unter Druck und starten mit einem Abschlag von ca. sieben Prozent bei 27,20 Euro in die neue Handelswoche.

Aareal Aktie: Chart vom 07.02.1981
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