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Es war verblüffend, wie lange man hinsichtlich der Aktie der Mercedes-Benz Group stur immer weiter kaufte, obwohl davon auszugehen war, dass sich die grandiosen Bilanzzahlen des ersten Quartals so nicht halten lassen. Umso pessimistischer ist man jetzt. Zu pessimistisch?

Die regulären Ergebnisse für das zweite Quartal stehen zwar erst in knapp zwei Wochen an, aber Vorab-Ergebnisse könnten ab jetzt jederzeit kommen. Mittlerweile ahnen viele, die bis Anfang Juni noch stur bullisch waren, dass diese Zahlen nicht so ausfallen könnten, wie man sich das im Frühjahr noch erhoffte. Die Gründe für schwächere Ergebnisse und einen nach unten korrigierten Ausblick lägen auf der Hand:

Die Verbraucher werden zunehmend vorsichtiger, auch in den höheren Einkommensbereichen. Die Kredite werden teurer, Benzin und Diesel sind es längst und es ist sehr fraglich, ob die Zahl derer, die die zu wenigen Neufahrzeuge mit hohen Aufschlägen kaufen, um nicht warten zu müssen, noch nennenswert hoch ist. Die am Montag gemeldete Zahl von 496.400 Pkw, die Mercedes-Benz Cars im zweiten Quartal auslieferte, ist ein Indiz dafür, dass die Bereitschaft, Neuwagen zu viel höheren Preisen als vor einem Jahr abzunehmen, sinkt, denn diese Zahl bedeutet gegenüber dem zweiten Quartal 2021 ein Minus von 16 Prozent. Aber der Abstieg seit Anfang Juni war drastisch: Übertreibt man es jetzt nicht womöglich mit den Verkäufen?

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Expertenmeinung: Die Aktie hat jetzt den tiefsten Level seit Anfang 2021 erreicht, als man von den derzeitigen Einflussfaktoren in Form von Inflation, höheren Zinsen und Lieferschwierigkeiten, vor allem aber von dem Mangel an Chips noch nichts ahnte. So gesehen wirkt es, als hätte man die Verkäufe nicht unbedingt bereits überzogen, dass die Chancen nach unten weiterhin größer sind als die nach oben. Doch solange man noch nicht weiß, wie sich das Zahlenwerk des Konzerns im Frühjahr dargestellt hat und wie man bei Mercedes-Benz den Rest des Jahres einschätzt, sind solche Überlegungen von geringem Wert.

Rechnen sollte man hier besser mit allem. Sollte die Mercedes-Benz Group sehr weit unter den derzeitigen, durchschnittlichen Prognosen eines Umsatzes von 35 Milliarden und eines Gewinns pro Aktie von 2,94 Euro für das zweite Quartal liegen, kann die Aktie allemal auch weiter nach unten laufen. Nachdem sie Ende Juni aus der Handelsspanne 56,40 zu 67,50 Euro nach unten herausgefallen war und der Versuch, sich wieder dort hinein zu retten, Anfang der Woche abgewiesen wurde, ist das Chartbild klar bärisch, so dass die Toleranz gegenüber Enttäuschungen naturgemäß kleiner ist als würde sich der Kurs in einem intakten Aufwärtstrend bewegen, aber:

Käme es nicht so schlimm wie jetzt viele befürchten dürften, kann man sich auf der Short-Seite auch leicht die Finger verbrennen. Sobald die Mercedes-Benz-Aktie mit Schlusskursen über 57 Euro wieder in ihre alte Handelsspanne zurücklaufen würde, wäre man wohl gut beraten, sich von Short-Trades erst einmal zu verabschieden.

Mercedes-Benz Group-Aktie: Chart vom 14.07.2022, Kurs 50,68 Euro, Kürzel MBG | Online Broker LYNX
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