Der Pharma-Spezialist Medios AG aus Berlin hat gestern nach Börsenschluss die Übernahme des pharmazeutischen Herstellers NewCo Pharma Gruppe bekannt gegeben. Mit der Akquisition will Medios vor allem das Segment der „patientenindividuellen Therapien“ stärken und damit die Ergebnismargen innerhalb des Medios-Konzerns nachhaltig steigern.

Der Vorstandsvorsitzende von Medios, Matthias Gärtner, sieht in dem Zukauf:

einen wesentlichen Meilenstein in der nachhaltigen Wachstumsstrategie von Medios,

mit der auch neue Wachstumspotentiale in der Arzneimittelversorgung erschlossen werden können.

Außerdem soll die Zahl der Partnerapotheken weiter deutlich gesteigert werden. Medios will sich bei den Apotheken, mit denen man zusammenarbeitet, als enger Partner positionieren. Unterstützung gibt es hier durch die fünf regionalen Herstellerbetriebe von NewCo Pharma, da über dieses neue Netz an Produktionsstandorten die bundesweite Belieferung von Apotheken mit patientenindividuellen Infusionslösungen noch schneller erfolgen kann.

Für das kommende Geschäftsjahr 2022 plant das Medios Management, zusammen mit NewCo Pharma einen Jahresumsatz von mehr als 1,5 Mrd. Euro zu erzielen und die EBITDA-Marge auf deutlich über 3 Prozent zu steigern.

NewCo Pharma selbst hat im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 153 Mio. Euro und eine EBITDA-Marge von 8,6 Prozent erwirtschaftet. 

Die Medios AG steuert 2021 auf ein neues Rekordjahr zu. In den ersten neun Monaten konnte der Umsatz um 118 Prozent auf 988 Mio. Euro gesteigert werden, das EBITDA sprang um 175 Prozent auf 28 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2021 rechnet Medios bislang mit einem Jahresumsatz von 1,2 bis 1,3 Mrd. Euro und einem EBITDA von 38 bis 39 Mio. Euro. 

Wächst Medios in diesem Tempo weiter, dann erscheint das Umsatzziel für 2022 – vor allem nach der jetzt bekannt gegebenen Übernahme – durchaus realistisch.

Medios Aktie legt deutlich zu

Die im Prime Standard gelistete Medios Aktie konnte gestern kräftig zulegen und beendete den XETRA-Handel 5,5 Prozent höher bei 38,55 Euro. Vorbörslich tut sich momentan wenig, die Aktie dürfte in etwa auf Vortagesniveau in den neuen Handelstag starten.

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