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Der deutsche Leitindex DAX startet heute seinen nächsten Stabilisierungsversuch, nachdem er gestern nach einem deutlichen Tagesminus von 1,7 Prozent mit 12.912 Punkten deutlich unter der psychologisch wichtigen Marke von 13.000 Punkten aus dem Handel ging.

Nach positiven Vorgaben aus den USA – der Dow Jones schloss 0,6 Prozent höher bei 30.677 Punkten, der breiter gefasste S&P 500 legte sogar knapp ein Prozent auf 3.795 Punkte zu – nähert sich der DAX aber wieder den 13.000 Punkten und liegt am späten Vormittag ein halbes Prozent im Plus bei 12.976 Punkten.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Lufthansa muss nochmal 2.200 Flüge streichen

Bereits vor rund zwei Wochen meldete die Fluggesellschaft Deutsche Lufthansa, dass sie wegen akutem Personalmangel im Monat Juli jeweils am Freitag und den Wochenenden rund 900 Flüge streichen muss, und das zur besten Ferienzeit.

Aber es kommt noch dicker: Denn heute kündigt die Lufthansa an, dass weitere 2.200 (von insgesamt rund 80.000) Flüge an den Flughäfen Frankfurt und München gecancelt werden müssen, betroffen sind diesmal auch andere Wochentage. Als Grund für die zusätzlichen Flugstreichungen gibt die Kranichairline u.a. „eine erhöhte Krankenquote durch Corona, Wetterereignisse sowie Streiks bei der Flugsicherheit“ an. 

Darunter leiden auch Lufthansa-Aktien, denn weniger Flüge bedeuten auch weniger Deckungsbeitrag. Die im MDAX notierten Papiere geben heute zwei Prozent auf 6,14 Euro nach.

Zalando: Aktien bricht nach Prognosekorrektur ein

Mit einem Kurseinbruch von aktuell rund 15 Prozent auf 21,75 Euro reagieren heute die Aktien des Online-Modehändlers Zalando auf die Korrektur der bisherigen Jahresziele.

Angesichts der „verschlechterten makroökonomischen Bedingungen im 2. Quartal 2022“ dürftenBruttowarenvolumen (GMV), Umsatzwachstum und bereinigtes EBIT unterhalb der Analystenschätzungen liegen.

Das Bruttowarenvolumen dürfte im laufenden Geschäftsjahr um drei bis sieben Prozent zulegen, optimistische Prognosen lagen hier bei bis zu 23 Prozent. Die Wachstumsprognose beim Umsatz liegt bei null bis maximal drei Prozent auf 10,4 bis 10,7 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT soll bei 180 bis 260 Millionen Euro liegen, nachdem die bisherige Prognose noch 430 bis 510 Millionen Euro betrug.

Eni: Plenitude-Börsengang vorerst auf Hold

Der italienische Öl- und Gasproduzent Eni gab gestern Abend bekannt, aufgrund der sich verschlechternden Marktbedingungen den Börsengang des Einzelhandels- und Erneuerbare-Energien-Geschäfts Plenitude vorerst zu verschieben. 

Grundsätzlich gab es nach Konzernangaben ein „starkes und weit verbreitetes Interesse von Investoren an Plenitude“. Aber angesichts der aktuellen „Volatilität und Unsicherheit, die derzeit die Märkte betreffen“, wäre der IPO momentan wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Auch nach einem Börsengang will Eni, das Plenitude aktuell vollständig kontrolliert, Mehrheitsaktionär bleiben.

Eni-Aktien starten heute 0,2 Prozent tiefer bei 11,40 Euro in den Handelstag.

Fedex kann Umsatz kräftig steigern

Stark sind gestern die nachbörslich vorgelegten Quartalszahlen beim US-Logistikkonzern Fedex ausgefallen. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal stiegen die Umsätze um acht Prozent auf 24,4 Milliarden US-Dollar, der Betriebsgewinn konnte um sieben Prozent auf 1,9 Milliarden US-Dollar gesteigert werden.

Fedex profitiert dabei weiterhin vom Bestellboom im Internet, der durch die Corona-Pandemie in den letzten Jahren zusätzlich an Schwung gewonnen hat.

Aktien der im S&P 500 notierten Aktien der Fedex Corporation, die den regulären Handel an der US-Börse 0,4 Prozent tiefer bei 228,13 US-Dollar beendeten, reagierten auf die Quartalszahlen nachbörslich mit einem Kursplus von 3,3 Prozent auf 235,65 US-Dollar. 

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