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Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft verschlechtert sich weiter: Der viel beachtete ifo-Geschäftsklimaindex hat nach einem Rückgang von 3,6 Punkten auf 88,6 Punkte im Juli 2022 den niedrigsten Stand der letzten zwei Jahre erreicht und liegt damit auch weit unter der Konsensschätzung von 90,1 Punkten. Eine Rezession in Deutschland erscheint damit immer wahrscheinlicher.

Entsprechend schwach startet auch der DAX in die neue Handelswoche: Nachdem der deutsche Leitindex in der vergangenen Woche noch rund drei Prozent zulegen konnte, rutscht er zu Handelsbeginn um rund 100 Punkte bzw. 0,7 Prozent bis auf 13.151 Punkte ab. Im weiteren Handelsverlauf kann der DAX aber seine frühen Verluste wieder vollständig aufholen und liegt kurz vor Handelsschluss mit 0,3 Prozent im Plus bei 13.280 Punkten.

Die US-Börsen starten nur wenig verändert in die neue Handelswoche: Der Dow Jones legt in den ersten Minuten 0,3 Prozent auf 31.985 Punkte zu, der breiter gefasste S&P 500 gewinnt 0,2 Prozent auf 3.970 Punkte und an der Technologiebörse verliert der Nasdaq100 leicht um 0,2 Prozent auf 12.369 Zähler.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Lufthansa: ver.di will am Mittwoch streiken

Personalmängel am Boden und in der Luft sorgen schon seit längerer Zeit für Turbulenzen bei den Fluglinien und an den Flughäfen, in den letzten Wochen musste deshalb beispielsweise die Fluggesellschaft Deutsche Lufthansa schon tausende Flüge streichen.

Nun könnte es noch turbulenter werden, denn für den kommenden Mittwoch hat die Gewerkschaft ver.di ihre Mitglieder zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen. Das dürfte das Problem mit langen Wartezeiten in der Abfertigung, Verspätungen oder Flugausfällen noch verschärfen. 

Aktuell liegen beide Parteien mit Angebot (Lufthansa) und Forderung (ver.di) noch ziemlich weit auseinander.

Lufthansa-Aktien können heute dennoch zulegen und starten mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 6,09 Euro in die neue Handelswoche.

Lufthansa Aktie: Chart vom 25.07.2022

Volkswagen: Herbert Dies nicht mehr im Vorstand

Einen kleinen Paukenschlag gab es am Wochenende beim Autobauer Volkswagen, als der Rücktritt von Herbert Dies als Vorstandschef verkündet wurde. Herr Dies wird zum 1. September 2022 aus dem Vorstand ausscheiden und soll zukünftig bis zu seinem regulären Vertragsende im Herbst 2025 als Berater tätig sein.

Neuer Vorstandsvorsitzender soll der bisherige Porsche-Chef Oliver Blume werden und gleichzeitig seine bisherige Tätigkeit bei der Porsche AG fortsetzen.

Die im DAX notierten Vorzugsaktien der Volkswagen AG verlieren heute 1,4 Prozent auf 132,50 Euro.

Philips geben nach Quartalszahlen nach

Der niederländische Technologiekonzern Philips hat heute Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt und musste aufgrund von Lieferkettenproblemen und neuerlichen Corona-Lockdowns in China einen Umsatzrückgang von einem Prozent auf 4,2 Milliarden Euro melden. Einen Einbruch von rund 60 Prozent auf 216 Millionen Euro gab es beim bereinigten operativen Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA). Am Ende stand ein Verlust von 26 Millionen Euro in den Büchern, nachdem im vergleichbaren Vorjahresquartal noch ein Gewinn von 63 Millionen Euro erzielt werden konnte.

Nach den Quartalszahlen reduziert der Philips-Vorstand auch den Gesamtjahresausblick und geht nun nur noch von einem Umsatzwachstum von ein bis drei Prozent aus (bisherige Schätzung: bis zu fünf Prozent).

Die Anleger reagieren geschockt: Philips-Aktien brechen um über zehn Prozent auf 19,36 Euro ein.

Airbus: Condor auf Einkaufstour

Der Ferienflieger Condor baut seine gesamte Flotte auf Maschinen vom Flugzeugbauer Airbus um und bestellt deshalb 13 Flieger vom Typ A320neo und 28 Flugzeuge vom Typ A321neo. Ab 2024 sollen die neuen Flugzeuge die bisherigen Maschinen sukzessive ersetzen. Die Maschinen sollen zum Teil geleast und zum Teil gekauft werden. 

Die im deutschen Leitindex DAX notierten Airbus-Aktien legen aktuell ein halbes Prozent auf 106,10 Euro zu.

Credit Suisse will wohl noch starker auf die Kostenbremse drücken

Einem Medienbericht zufolge plant die Schweizer Großbank Credit Suisse (CS) ein „großes Sparpaket“, dessen Planung wohl schon weit fortgeschritten ist. Mehr Informationen dazu, d.h. über die tatsächliche Größenordnung, besonders betroffene Bereiche und auf welche Berichtszeiträume sich das auswirken könnte, gibt es aber bislang nicht.

Die Maßnahmen dürften auch deshalb notwendig werden, da es operativ zuletzt bei der CS nicht wirklich rund lief und drei Quartale in Folge ein Verlust erzielt wurde.

Aktien der Credit Suisse legen heute an der Schweizer Börse leicht um 0,7 Prozent auf 5,37 CHF zu.

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