Wenige Unternehmen haben unter der Corona-Krise so stark gelitten, wie die der Reise- und Tourismusbranche, und damit auch Deutschlands größte Fluglinie Lufthansa.

Dass sich die Lage im letzten Jahr aber wieder deutlich gebessert hat, zeigen die heute von der Kranich-Airline vorgelegten Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr. Außerdem peilt das Lufthansa-Management an, schnell wieder in den operativ positiven Bereich zurückzukehren. 

Umsatz legt 2021 deutlich zu – Verlust wird kräftig reduziert

Wie die Lufthansa heute vorbörslich bekannt gibt, konnte der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 24 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro gesteigert werden (Vorjahr: 13,6 Milliarden Euro). Besonders kräftig war dabei der Anstieg im 4. Quartal: von Oktober bis Dezember 2021 legte der Umsatz um 124 Prozent auf 5,833 Milliarden Euro zu. 

Dank mehr Fluggästen und den eingeleiteten Restrukturierungen im Konzern konnte die Lufthansa den Verlust im letzten Jahr deutlich reduzieren, im 3. Quartal operativ sogar einen kleinen Gewinn erzielen. Auf Jahressicht lag das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen und Abschreibungen (Adjusted EBIT) bei -2,3 Milliarden Euro nach -5,5 Milliarden Euro im Vorjahr. Unter Herausrechnung der Restrukturierungskosten hätte das bereinigte EBIT sogar bei -1,8 Milliarden Euro gelegen.

Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich damit im letzten Jahr kräftig von -40,1 Prozent auf -14,0 Prozent.

Dank eines sehr konsequenten Cash-Managements war der Free Cashflow im letzten Jahr mit -855 Millionen Euro nur noch knapp negativ (Vorjahr: -3,7 Milliarden Euro). Wird die Zahlung der im Vorjahr gestundeten Steuern in Höhe von 810 Millionen Euro herausgerechnet, hätte der Free Cashflow nur noch bei -45 Millionen Euro gelegen.

Zum 31. Dezember 2021 verfügte der Lufthansa-Konzern über eine Liquidität von 9,4 Milliarden Euro und liegt damit deutlich über dem Zielkorridor von 6 bis 8 Milliarden Euro.

Ausblick 2022: Lufthansa rechnet mit deutlichem Nachfrageanstieg

Aufgrund der großen Unsicherheit wegen der „dramatischen Entwicklungen in der Ukraine und der wirtschaftlichen und geopolitischen Folgen des Konflikts sowie verbleibende Unsicherheiten bezüglich des Pandemieverlaufs“ gibt das Lufthansa-Management aktuell keinen detaillierten Finanzausblick ab.

Angepeilt wird trotzdem ein deutlicher Anstieg der Nachfrage nach Flugreisen sowie eine weitere Verbesserung des bereinigten EBIT und des bereinigten Free Cashflow. Bis 2024 soll die EBIT-Marge auf mindestens 8 Prozent und der bereinigte ROCE auf mindestens 10 Prozent gesteigert werden.

Lufthansa-Aktien verlieren zum Handelsstart deutlich

Die Anleger verunsichert heute vor allem, dass sich das Lufthansa-Management wegen der vorab genannten Probleme keinen konkreten Jahresausblick zutraut.

Die im MDAX gelisteten Lufthansa-Aktien, die im Vorfeld der Zahlen gestern noch rund vier Prozent auf 6,63 Euro zulegen konnten, starten heute mit einem deutlichen Abschlag von fast vier Prozent bei 6,35 Euro in den Handel.

Lufthansa-Aktie: Chart vom 03.03.2022
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