Vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr hat heute der Automobilzulieferer Leoni vorgelegt und – so signalisiert es auch der erste Trend der Aktien – mit einem schwächer als erwartet ausgefallenen Ausblick für ziemlich große Enttäuschung bei den Anlegern gesorgt.

Umsatz und Ergebnis legen 2021 deutlich zu

Operativ lief es im letzten Jahr bei Leoni ziemlich gut: Der Konzern hat auf Basis vorläufiger und noch nicht testierter Zahlen den Umsatz im Jahresvergleich um knapp 25 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro gesteigert (Vorjahr: 4,13 Milliarden Euro) und liegt damit im Rahmen der Unternehmensprognose.

Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) legte vor Sondereffekten und VALUE 21-Kosten auf 170 Millionen Euro zu, nachdem im Vorjahr hier noch ein Verlust von 59 Millionen Euro verbucht werden musste. Damit lag Leoni hier deutlich über der eigenen Prognose.

Der Free Cashflow lag mit -10 Millionen Euro deutlich über dem vergleichbaren Vorjahreswert von -69 Millionen Euro und übertraf ebenfalls die Erwartungen des Unternehmens.

Der Grund für das deutlich über der ursprünglichen Prognose liegende operative Ergebnis ist nach Konzernangaben ein „starker Geschäftsverlauf gegen Ende des Jahres, der unter anderem von einer besser als erwarteten Kundennachfrage geprägt war“. Zudem waren „die Auswirkungen kurzfristiger Produktionsunterbrechungen der Fahrzeughersteller auf die Umsatz- und Ergebnislage geringer als antizipiert“. 

Vorsichtiger Jahresausblick enttäuscht Anleger

Auch für das laufende Jahr ist das Management von Leoni zuversichtlich und erwartet einen Umsatz leicht über 5 Milliarden Euro. Das EBIT vor Sondereffekten soll im mittleren zweistelligen Millionen-Bereich liegen, belastet vor allem von deutlich höheren Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten, Steigerungen bei den Personalkosten und dem Wegfall des Ergebnisbeitrages der Business Group Industrial Solutions. Der Free Cashflow (inklusive des Verkaufs der Business Group Industrial Solutions) soll 2022 im niedrigen positiven dreistelligen Millionen-Bereich liegen.

Leoni-Aktie verliert zum Handelsstart deutlich

Vor allem die Prognose für das EBIT enttäuscht heute die Anleger, die sich daraufhin von Leoni-Aktien trennen.

Die im deutschen Prime Standard gelisteten Papiere, die gestern einen halben Prozentpunkt auf 11 Euro zulegen konnten, brechen heute zum Handelsstart rund sechs Prozent auf 10,40 Euro ein. Damit geben die Papiere heute beinahe alle seit Jahresbeginn erzielten Kursgewinne wieder ab.

Leoni-Aktie: Chart vom 18.02.2022
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