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Gestern hat der Spezialchemiekonzern Lanxess die Anleger mit einer Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr geschockt. Die zogen die Reißleine und die im MDAX notierten Aktien brachen bis zum Handelsschluss als mit Abstand schwächster Indexwert um 15,4 Prozent auf 26,67 Euro ein. Seit Jahresbeginn haben die Papiere damit bereits rund 30 Prozent an Wert verloren, während der MDAX in dieser Zeit sogar fast zehn Prozent zulegen konnte.

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EBITDA dürfte deutlich unter bisheriger Prognose liegen

Dabei hat vor allem die Dimension der Gewinnwarnung überrascht. Denn während die Prognose für das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bislang bei 850 bis 950 Millionen Euro lag (2022: 930 Millionen Euro), erwartet das Lanxess-Management im laufenden Geschäftsjahr jetzt nur noch ein EBITDA von 600 bis 650 Millionen Euro. Gründe dafür sind vor allem die schwache Nachfrage in der Bau- und Elektroindustrie sowie ein anhaltender Lagerabbau. Deshalb dürfte auch das EBITDA im zweiten Quartal 2023 mit voraussichtlich 100 Millionen Euro die Markterwartungen klar verfehlen.

Nicht nur die Anleger reagierten auf die Nachricht, auch zahlreiche Analysten haben ihr aktuelles Bewertungsmodell hinterfragt und die neuen Informationen in ihre Einschätzung einfließen lassen.

Viele Analysten passen ihre Kursziele an

Im Ergebnis haben viele Experten gestern und heute ihre Kursziele für Lanxess-Aktien teils deutlich korrigiert und vereinzelt auch die Bewertung angepasst.

Beim Analysehaus Jefferies rücken nach Ansicht von Chris Counihan „nun wieder die Schulden in den Fokus“. Seiner Meinung nach dürfte „das Schuldenniveau bei gleichzeitigem Druck auf die Barmittelzuflüsse die Anleger abschrecken“. Deshalb reduziert er sein Kursziel für Lanxess-Aktien deutlich von 40 Euro auf 28 Euro und senkt seine Einstufung von „Buy“ auf „Hold“.

Bei der DZ Bank hat Analyst Peter Spengler sein Kursziel ebenfalls sehr deutlich von 43 Euro auf 28 Euro gesenkt und Lanxess auch von „Kaufen“ auf „Halten“ herabgestuft. Er begründet seine Entscheidung mit dem „Ausmaß der Senkung des operativen Gewinnziels (Ebitda) für dieses Jahr“, das ihn überrascht hat.

Weiterhin auf „Neutral“ bleibt Lanxess bei Analyst Chetan Udeshi von der US-Bank JPMorgan, er senkt aber sein Kursziel „nach den niedrigeren Zielen“ von 40 Euro auf 32 Euro. Auch er verweist darauf, dass das „Ausmaß der Senkungen beträchtlich sei“. Zudem bereitet ihm „die relativ hohe Verschuldung des Chemiekonzerns Sorge“.

Trotz der Gewinnwarnung weiterhin mit „Buy“ stuft dagegen Analyst Konstantin Wiechert Lanxess ein und belässt sein Kursziel auf 66 Euro. Er verweist in seiner Studie aber darauf, dass „die reduzierten Kursziele des Spezialchemiekonzerns die Anleger weitere Gewinnwarnungen in der Branche befürchten lassen könnten“.

Aktien geben heute weiter nach

Nach dem gestrigen Kursrutsch bleibt heute eine Erholung vorerst aus und Lanxess-Aktien geben weitere 1,1 Prozent auf 26,37 Euro nach. Das Wochenminus erhöht sich damit bereits auf fast 20 Prozent.

Lanxess Aktie: Chart vom 21.06.2023, Kurs: 26,37 EUR, Kürzel: LXS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Lanxess Aktie: Chart vom 21.06.2023, Kurs: 26,37 EUR, Kürzel: LXS | Quelle: TWS
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