Wer sich für das zurückliegende Jahr 2021 die Top-Performer im MDAX, dem Index für mittelgroße deutsche Werte, anschaut, dürfte mit etwas Überraschung feststellen, dass mit einem Jahresplus von rund 94 Prozent die Aktien des Salz- und Düngemittelherstellers K+S AG bereits an zweiter Position zu finden sind. Überraschend deshalb, da die Aktien von K+S in den letzten Jahren eher auf der Verliererseite zu finden waren und auf Sicht von fünf Jahren aktuell immer noch mit rund 20 Prozent im Minus liegen. 

Lange lief es auch nicht wirklich gut bei K+S: Der Konzern hatte in den letzten Jahren immer wieder mit Absatzproblemen bei Streusalz aufgrund der immer wärmeren Winter, Produktionsausfällen in seinen Kali-Werken, niedrigen Kalipreisen und infolgedessen mit Gewinnrückgängen und hohen Schulden zu kämpfen.

Geschäftslage von K+S verbessert sich weiter – Schuldenabbau kommt voran

Im letzten Jahr hat sich allerdings das Gesamtbild deutlich aufgehellt: Zum einen ziehen die Rohstoffpreise schon länger kräftig an, wovon auch K+S profitiert. Zum anderen gelang es dem Management, den immensen Schuldenberg sukzessive zurückzuführen, indem man beispielsweise zuletzt das US-Salzgeschäft für rund 3,2 Milliarden US-Dollar verkaufte. Und auch neue Kooperationen, zuletzt mit der Remondis-Tochter REMEX im Entsorgungsbereich (Joint Venture REKS) sorgen bei den Anlegern wieder für Kursfantasie und die Hoffnung auf einen nachhaltigen Turnaround.

Diese Hoffnung bekommt nun neue Nahrung durch die für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegten vorläufigen Zahlen.

K+S übertrifft beim EBITDA eigene Prognose und Analystenschätzungen

Vor allem dank deutlich höherer Durchschnittspreise im Kundensegment Landwirtschaft und eines witterungsbedingt höheren Absatzes von Streusalz konnte K+S auf Basis vorläufiger Zahlen sein operatives Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 225 Prozent auf 960 Millionen Euro steigern (Vorjahr: 267 Millionen Euro) und damit sowohl die eigene Prognose von 830 Millionen Euro wie auch die Konsensschätzung von 863 Millionen Euro deutlich übertreffen. Einen zusätzlichen positiven (und einmaligen) Sondereffekt von rund 220 Millionen Euro hat das Joint Venture mit REMEX im Gemeinschaftsunternehmen REKS erzielt.

Ebenfalls deutlich über den Erwartungen liegt der freie Cashflow, der mit rund 100 Millionen Euro auch über der bisherigen Prognose (leicht positiv) sowie über der Konsensschätzung von 52 Millionen US-Dollar liegt.

Die vollständigen und endgültigen Zahlen will K+S am 10. März vorlegen.

K+S-Aktien starten nach starken Wochenplus behauptet in die neue Handelswoche

Die im MDAX gelisteten K+S-Aktien verteuerten sich in der letzten Handelswoche um rund acht Prozent auf den Wochenschlusskurs von 18,65 Euro und bauen damit die seit Jahresbeginn erzielten Kursgewinne bereits auf über 22 Prozent aus.

Angesichts der starken Zuwächse der letzten Monate werden Anleger aber – trotz der überraschend guten Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr – wieder etwas vorsichtiger und Aktien von K+S starten nur mit einem kleinen Plus von 1,7 Prozent bei 18,97 Euro behauptet in die neue Handelswoche.

K+S-Aktie: Chart vom 07.02.2022
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