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Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich hat in den USA zugeschlagen und einen Regalsystem- und Lagerautomatisierungsspezialisten für einen dreistelligen Millionenbetrag komplett übernommen. Vom dem Deal verspricht sich Jungheinrich sofort positive Auswirkungen auf Cashflow und operatives Ergebnis.

Die Anleger reagieren heute allerdings zurückhaltend auf die Nachricht und die im MDAX notierten Aktien starten verhalten in den Handelstag, können im weiteren Handelsverlauf ab an Dynamik gewinnen.

Jungheinrich übernimmt Storage-Solutions-Gruppe

Wie Jungheinrich heute Ad-hoc mitteilt, hat der Konzern in den USA mit der Storage-Solutions-Gruppe (Storage Solutions) den führenden Anbieter von Lösungen für Regalsysteme und Lagerautomatik übernommen und stärkt mit der Akquisition das eigene Geschäft mit Lagereinrichtungen und Automatiksystemen. Darüber hinaus erweitert Jungheinrich mit dem Zukauf den Zugang zum attraktiven Markt in den USA.

Jungheinrich erwirbt 100 Prozent des Grundkapitals von Storage Solutions von Merit Partners, MFG Partners und dem Management von Storage Solutions und wird dafür einen Kaufpreis von 375 Millionen US-Dollar zahlen. Darüber hinaus wurde auch eine erfolgsabhängige Komponente vereinbart, die im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich des Kaufpreises liegen kann. Diese Komponente wird an das Management von Storage Solutions gezahlt, wenn diese fest vereinbarte Ziele innerhalb der nächsten drei Jahre erreichen.

Finanzieren will Jungheinrich die Akquisition durch vorhandene Barmittel und Fremdkapital, weshalb sich der Deal „lediglich in begrenztem Umfang auf den Verschuldungsgrad auswirken wird“.

Storage Solutions mit Sitz in Westfield, Indiana hat mit 170 Mitarbeitern im letzten Jahr voraussichtlich einen Umsatz von 290 Millionen US-Dollar und ein bereinigtes EBIT von 34 Millionen US-Dollar erzielt. 

Das Management von Jungheinrich rechnet deshalb damit, dass sich die Akquisition bereits „von Beginn an positiv den Gewinn je Aktie, den Free Cashflow je Aktie und die bereinigte EBIT-Marge auswirken wird“. Außerdem ist der Zukauf nach Meinung des CEO von Jungheinrich, D. Lars Brzoska:

ein wichtiger Schritt bei der Umsetzung unserer Strategie 2025+.

Im Rahmen dieser Strategie beabsichtigt Jungheinrich, insbesondere durch anorganisches Wachstum 20 Prozent des Umsatzes außerhalb Europas zu erzielen. Mit dem für Storage Solutions erwarteten 2022er-Umsatz kommt man diesem Ziel bereits einen großen Schritt näher.

Anleger reagieren verhalten auf den Deal

Erst einmal warm werden mussten offenbar die Jungheinrich-Aktionäre mit dem Deal im dreistelligen Millionenbereich, denn die im MDAX notierten Aktien starteten heute mit 33,94 Euro nur leicht über dem gestrigen Schlusskurs von 33,88 Euro in den Handel.

Im weiteren Handelsverlauf greifen die Anleger aber wieder verstärkt zu und Jungheinrich-Aktien legen inzwischen deutliche 4,8 Prozent auf 35,50 Euro zu. Damit können die Papiere ihr Kursplus im noch jungen Börsenjahr bereits auf knapp 35 Prozent ausbauen.

Jungheinrich-Aktie: Chart vom 25.01.2023, Kürzel JUN3 | Online Broker LYNX
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