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Spannende Veränderungen in der Aktionärsstruktur gibt es heute beim Modekonzern Hugo Boss.

Fraser Group erhöht direkte Beteiligung an Hugo Boss deutlich

Denn die Frasers Group – eine britische Einzelhandelsgruppe, die ebenfalls im Bereich der Sportmode tätig ist – gab heute bekannt, dass sie ihren direkten Anteil an Hugo Boss von bislang 2,1 Prozent auf 4,9 Prozent mehr als verdoppelt hat.

Außerdem hat die Fraser Group jetzt über „zusätzliche Finanzinstrumente“ auf insgesamt 26 Prozent des Grundkapitals von Hugo Boss Zugriff, bislang lag dieser Anteil bei 23,2 Prozent.

Auch wenn die Beteiligung von den Briten als „strategisch“ eingestuft wird, gab es keine weiteren Angaben zu den Zielen der Anteilsaufstockung. Eine komplette Übernahme von Hugo Boss scheint jedenfalls (vorerst?) nicht beabsichtigt zu sein, Gerüchte und Spekulationen dazu dementierte Fraser bereits im letzten Jahr. Zumal es bei Hugo Boss mit der Marzotto-Familie und der Henderson Group bereits signifikante Mehrheitsaktionäre gibt, mit denen man sich im Vorfeld einigen müsste und die ihre Beteiligung vermutlich auch eher langfristig sehen.

Operativ guter Jahresstart mit Rekordumsatz

Sollten die Investoren nur auf eine operative gute Geschäftsentwicklung von Hugo Boss spekulieren, dann dürften sie mit dem Start ins neue Geschäftsjahr durchaus zufrieden sein, nachdem die Ergebnisse im letzten Jahr noch untern den Corona-Einschränkungen gelitten hatten.

Denn der Modekonzern konnte im ersten Quartal seinen Umsatz währungsbereinigt um 52 Prozent auf 772 Millionen Euro steigern und damit gleichzeitig einen neuen Rekordumsatz erzielen. 

Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) konnte auf 40 Millionen Euro verbessert werden, nachdem es im ersten Quartal 2021 nur bei 1 Million Euro gelegen hat. 

Gesamtjahresausblick bestätigt 

Nach dem gelungenen Start ins neue Jahr hat das Management von Hugo Boss seinen Umsatz- und Ergebnisausblick für 2022 bestätigt und erwartet beim Konzernumsatz eine Steigerung von 10 bis 15 Prozent auf 3,1 bis 3,2 Milliarden Euro und damit auf einen neuen Rekordumsatz.

Das EBIT soll in einer Spanne von 10 bis 25 Prozent auf 250 bis 285 Millionen Euro zulegen.

Hugo Boss-Aktien legen zu

Die Nachricht über die deutliche Anteilsaufstockung durch die Fraser Group nehmen heute viele Anleger zum Anlass, um ebenfalls Aktien von Hugo Boss zu kaufen. Die im MDAX notierten Papiere legen bis zum späten Nachmittag um 1,5 Prozent auf 49,10 Euro zu und gehören damit in einem insgesamt schwachen Gesamtumfeld zu besten Indexwerten.

Hugo Boss Akte - Chart vom 22.06.2022

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