Zahlen für das erste Halbjahr des abweichenden Geschäftsjahres 2021/2022 hat heute der Automobilzulieferer und Scheinwerfer-Spezialist Hella vorgelegt und musste wegen massiver Lieferengpässe im Bereich elektronischer Bauteile sowohl beim Umsatz wie auch beim Ergebnis deutliche Rückgänge verbuchen.

Der Konzernumsatz sank in den ersten sechs Monaten um 2,6 Prozent auf 3 Milliarden Euro, der Rückgang im zweiten Quartal fiel mit knapp 12 Prozent noch deutlich größer aus.

Das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (bereinigtes EBIT) ging im Halbjahreszeitraum sogar um 42 Prozent auf 156 Millionen Euro zurück (1. HJ 2020/21: 269 Millionen Euro). Damit sank die bereinigte EBIT-Marge auf 5,1 Prozent, nachdem sie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum noch bei 8,7 Prozent gelegen hatte. Im zweiten Quartal lag die bereinigte EBIT-Marge nur noch bei 4,1 Prozent (Vorjahr: 12,1 Prozent).

Gesamtjahresprognose im November 2021 bereits angepasst

Angesichts des bisherigen Geschäftsverlaufs und der schwächer als erwartet ausgefallenen Halbjahresergebnisse, einem „herausfordernden Marktumfeld mit massiven Engpässen in den globalen Liefer- und Logistikketten“ sowie einer zunehmenden Kostenbelastung hat der Vorstand von Hella seine Gesamtjahresprognose für das laufende Geschäftsjahr bereits Ende November 2021 angepasst.

Demnach soll der Umsatz währungs- und portfoliobereinigt 2021/2022 nun in einer Bandbreite von 5,9 bis 6,2 Milliarden Euro liegen (bisherige Schätzung: 6,0 bis 6,5 Milliarden Euro), die bereinigte EBIT-Marge bei 3,5 bis 5,0 Prozent (bisherige Schätzung: 5,0 bis 7,0 Prozent).

Auch wenn nach Ansicht von Hella-CEO Dr. Rolf Breitenbach „das Branchenumfeld herausfordern bleibt“ und er „für das laufende Geschäftsjahr mit einer deutlich rückläufigen Fahrzeugproduktion rechnet“, ist er weiterhin zuversichtlich, dass sich Hella:

nicht zuletzt auf Basis eines etablierten Kostenmanagements sowie eines innovationsstarken Produktportfolios und gut gefülltem Auftragsbuch auch weiterhin deutlich besser entwickeln wird als der Gesamtmarkt.

Hella-Aktien geben nur leicht nach

Die im MDAX gelisteten Aktien der Hella GmbH & Co KGaA verlieren heute nach der Vorlage der Zahlen 0,4 Prozent auf 62,32 Euro.

Das Minus fällt auch deshalb so moderat aus, da zum einen die Zahlen – trotz der teils deutlichen Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis – in dem Bereich erwartet wurden und die Anpassung der Gesamtjahresprognose ebenfalls bereits im Kurs enthalten war. Zum anderen steht der Hella-Konzern vor der Übernahme durch den französischen Konkurrenten Faurecia, und da die Franzosen pro Hella-Aktien 60 Euro zahlen, bewegen sich die Aktien mit geringen Kursausschlägen um den Übernahmepreis.

Hella-Aktien, die zum Ausbruch der Corona-Krise im März 2020 im Tief bis auf 20,24 Euro abrutschten, verteuerten sich damit in den letzten rund 21 Monaten um rund 200 Prozent.

Hella Aktie; Chart vom 13.01.2022

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