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Ein wahres Kursfeuerwerk haben am gestrigen Handelstag die Aktien des Leasing-Spezialisten Grenke abgebrannt, nachdem der Konzern hervorragende Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt hat und zudem ankündigt, bis Ende 2024 den Konzerngewinn verdoppeln zu wollen. Um knapp 20 Prozent legten die Papiere in der Spitze zu und entfernen sich damit auch wieder deutlich von ihrem erst Anfang März erreichten Mehrjahrestief.

Vergessen scheinen damit auch die Querelen rund um die Manipulationsvorwürfe durch den Leerverkäufer Fraser Perring, der im letzten Jahr über seinen Researchdienst Viceroy dem Grenke-Management unlautere Geschäftspraktiken vorwarf und die Aktien auf Talfahrt schickte.

Grenke erreicht Gewinnziel und will Dividende beinahe verdoppeln

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte Grenke den Nachsteuergewinn um 7,6 Prozent auf 95,2 Millionen Euro steigern und liegt damit exakt in der im November letzten Jahres veröffentlichten Prognosespanne von 90 bis 100 Millionen Euro. Der Gewinn enthält auch einen in dieser Höhe erwarteten außerordentlichen Ertrag in Höhe von 23 Millionen Euro durch den Verkauf der Beteiligung an der viafintech GmbH.

Pro Aktie verbesserte sich der Gewinn im letzten Jahr um 4,3 Prozent auf 1,94 Euro (Vorjahr: 1,86 Euro je Aktie).

Das Leasingneugeschäft lag im letzten Jahr mit 1,7 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 2,0 Milliarden Euro.

Vom Konzerngewinn sollen 25 Prozent an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Deshalb schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Erhöhung der Dividende um 96 Prozent auf 0,51 Euro pro Aktie vor (Vorjahr: 0,26 Euro pro Aktie). 

Beim aktuellen Kurs würde das einer Dividendenrendite von rund 1,6 Prozent entsprechen.

Grenke will bis 2024 Konzerngewinn und Neugeschäft verdoppeln

Sehr zuversichtlich zeigt sich der Grenke-Vorstand mit Blick auf die Geschäftsentwicklung in den nächsten Jahren und gibt deshalb ambitionierte Ziele aus.

Das Leasingneugeschäft von 1,7 Milliarden Euro sowie der Gewinn nach Steuern von 72,2 Millionen Euro (ohne den Einmalertrag aus dem Verkauf von viafintech) sollen bis 2024 jeweils verdoppelt werden.

Im laufenden Geschäftsjahr geht Grenke von einem Anstieg des Leasingneugeschäfts auf 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro aus, der Gewinn nach Steuern soll bei 75 bis 85 Millionen Euro liegen.

Grenke-Aktien springen zweistellig in die Höhe

Die Anleger reagieren begeistert auf die vorgelegten Zahlen und den überaus optimistischen Ausblick des Managements. Die im deutschen Nebenwerteindex SDAX gelisteten Aktien von Grenke springen um 19,2 Prozent auf 31,00 Euro und könnten damit das erst Anfang März erreichte Mehrjahrestief bei 20,98 Euro inzwischen weit hinter sich lassen. 

Grenke-Aktie: Chart vom 18.03.2022
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