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Ein nach unten weisender Keil in einem Abwärtstrend ist zwar grundsätzlich bärisch. Aber ein solcher Keil entsteht nur, wenn zwar neue Tiefs entstehen, die aber sofort gekauft werden. Das passiert gerade bei Goldman Sachs … und bedeutet: Die Aktie baut Rallye-Potenzial auf.

Anleger gewöhnen sich an alles, das lehrt die Erfahrung. Wenn ein negativer Aspekt erst einmal eine Zeitlang gewirkt hat, gewöhnen sich viele Akteure daran und machen einfach das, was sie bislang jahrelang getan haben: Sie kaufen in fallende Kurse. Was zwar gegen eherne Grundregeln des Investierens verstößt, aber zuletzt eben trotzdem jahrelang gutging.

Rasant steigende Leitzinsen, die ersten Signale eines in die Knie gehenden Konsums, geopolitische Spannungen, Inflation: Normalerweise ist das kein gutes Pflaster für Investmentbanken wie Goldman Sachs. Man muss mit weniger freiem Kapital für Investments, einer sinkenden Kreditnachfrage und einer steigenden Kredit-Ausfallrate rechnen. Doch das haben die Anleger womöglich schon eingepreist … oder nicht? Zumindest hoffen das diejenigen, die neue Tiefs bei der Goldman Sachs-Aktie seit Wochen immer wieder aufkaufen. Und immerhin, der schöne Schein unterstützt sie dabei.

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Expertenmeinung: Denn als Goldman Sachs‘ Bilanz des ersten Quartals auf den Tisch kam, wurde medial groß und breit darüber berichtet, wie deutlich Umsatz und Gewinn über den Prognosen der Analysten lagen, aber kaum erwähnt, dass beides trotzdem weit unter den Ergebnissen des Vorjahres lag. So wirkt es, als laufe alles bestens bei der Bank. Aber davon lassen sich die Käufer blenden … die Bären eher nicht. Und auf die kommt es an, wenn aus einem solchen abwärts weisenden Keil ein Ausbruch nach oben gelingen soll.

Dass die Aktie am 12. Mai intraday schon aus diesem Keil nach unten herausgefallen war und dann doch noch wieder hinein gezogen wurde und dass der Kurs seither, wenngleich unter kräftigen Schwankungen, aufwärts tendiert, bietet die Chance, diesen Keil nach oben zu verlasen. Aber die Short Seller, die Bären, werden erst nahe oder sogar erst genau an der oberen Begrenzung des Keils, derzeit bei 333 US-Dollar, wieder aktiv ins Geschehen eingreifen. Solange deren Kapitalkraft und Entschlossenheit nicht erkennbar sind – und das werden wir erst beim Ausbruchsversuch abschätzen können – wäre es riskant, Long zu gehen.

So spannend dieser Keil auch ist, er ist eben für beide Lager auch nicht ungefährlich. Ein Long-Trade wäre erst dann denkbar und dann auch mit einem engen Stop Loss unter dem Ausbruchslevel gut abzusichern, wenn die Aktie aus dem Keil nach oben gelaufen ist. Und bedenkt man, dass die nächsten massiveren Hürden dann erst im Bereich 370/375 US-Dollar warten würden, ließe sich die Geduld, auf den Ausbruch zu warten, ja auch allemal aufbringen.

Goldman Sachs Aktie: Chart vom 23.05.2022, Kurs 316,61 Euro, Kürzel GS | Online Broker LYNX
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