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Wenn Anleger Angst um ihr Geld bekommen, ist Gold oft eine gesuchte Alternative. Vor allem, wenn die Renditen am Anleihemarkt noch steigen, so dass man dort Kursverluste erleidet, wenn man dort einsteigt, bevor die Zinserhöhungen vorbei sind. Aber diesmal läuft es anders.

Die Argumente, mit denen Analysten zu erklären versuchen, warum der Goldpreis, der bei einer Kombination aus Rezessionsrisiken und Inflation in früheren Phasen zulegen konnte, diesmal fällt, sind allesamt nicht logisch. Weder ist es zwingend, dass ein steigender US-Dollar für fallende Goldnotierungen sorgen muss noch ließe sich glaubhaft machen, warum Gold erst steigen sollte, wenn die Notenbanken ihre Zinserhöhungen beenden. Aber nüchtern betrachtet gibt es auch keinen zwingenden Grund dafür, dass Gold steigen muss, wenn die Weltwirtschaft im Krisenmodus ist. Denn Gold hat keinen „fairen Wert“, man kann nicht bestimmen, wo der Kurs richtigerweise liegen müsste, wenn X oder Y passiert.

Das gilt umso mehr, wenn das Trading und damit die Spekulation den Goldpreis mehr beeinflusst als die Veränderung der physischen Nachfrage. Das ist mittlerweile der Fall, denn diejenigen, die nach dem Motto „müsste doch eigentlich steigen“ auf der Long-Seite antreten, dürften mit jeder Bestätigung, dass der Trend in die andere Richtung weist, weniger werden und den Gold-Bären damit den Weg freigeben. Und das könnte durchaus dazu führen, dass sich die Bewegung nach unten noch deutlich intensiviert, denn dort, wo sich der Kurs hätte stabilisieren müssen, um eine Chance auf eine Aufwärtswende zu haben, ist er jetzt nach unten abgewiesen worden.

Expertenmeinung: Es geht dabei um die Supportzone zwischen 1.661 und 1.689 US-Dollar. Hätte die gehalten, wäre das eine gute Basis gewesen, den im März etablierten Abwärtstrendkanal zu sprengen und sich nach oben abzusetzen. Dieser Versuch wurde zwar unternommen, aber Sie sehen es in unserem Chart auf Wochenbasis: er scheiterte.

Dadurch ist der Goldpreis durch diese Zone 1.661/1.689 US-Dollar durchgerutscht und droht jetzt das bisherige Jahres-Verlaufstief bei 1.615 US-Dollar zu unterschreiten. Das gäbe zunächst einmal den Weg an die untere Begrenzung des Abwärtstrendkanals frei, die derzeit bei 1.525 US-Dollar verläuft. Aber diese Linie fällt ja sukzessiv. Und schon im Dezember würde diese Linie die Unterstützungszone 1.407/1.451 US-Dollar erreichen, die sich aus den Tiefs vom Dezember 2019 und März 2020 zusammensetzt. Und bedenkt man, dass Gold auch damals, im März 2020, in einem Krisen-Szenario kräftig abverkauft wurde, sollte man einen solchen Abstieg, der den Kurs womöglich sogar noch vor dem Jahresende in die Region 1.450 US-Dollar führt, nicht ausschließen.

Gold: Chart vom 19.10.2022, Kurs 1.628,15 US-Dollar, Kürzel XAUUSD | Online Broker LYNX
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