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Die klaren Aussagen der US-Notenbank in Bezug auf weitere Leitzinserhöhungen und die Dauer der Inflation führten dazu, dass der US-Dollar seit Mittwoch erneut an Wert zulegte, die Relation Euro/US-Dollar neue Jahrestiefs erreichte. Und das könnte so weitergehen.

Zwar waren am Donnerstag auch aus Richtung der EZB Aussagen zu lesen, dass man die Zinsen weiter anheben müsse und werde. Aber dass die US-Notenbank mit ihrer Zins-Guidance deutlich machte, dass der Leitzins bis Ende des kommenden Jahres nicht nur noch mindestens zwei Prozentpunkte angehoben werden, sondern auch auf diesem hohen Niveau bleiben dürfte, stach den Euro erst einmal in der Nachfrage aus. Die Trader bleiben Dollar-Long bzw. bauen ihre Positionen aus. Dass die Rendite der US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit am Donnerstag bis zu 3,7 Prozent stieg, führte dazu, dass der Zinsvorteil zu Gunsten von US-Anleihen erhalten blieb. Und nicht nur das.

Der Euro ist nun einmal nicht die Krisenwährung Nummer 1, die Währung also, in die internationale Investoren bevorzugt investieren, wenn es zu einer weltweiten Krisensituation kommt, wie wir sie jetzt sehen. Das Vertrauen in den US-Dollar als die Währung, die im Zweifelsfall am stabilsten bleibt, ist da bislang ungebrochen.

Den aktuellen Kurs und Chart des Währungspaars EUR.USD und historische Wechselkurse finden Sie hier.

Expertenmeinung: Dementsprechend kann man in der Tat vermuten, dass der Euro zum US-Dollar vorerst keine Chance hat, allzu viel Boden gutzumachen. Gegenbewegungen kann und wird es immer geben. Aber dass es gelänge, den mittelfristigen Abwärtstrend, dessen obere Begrenzung momentan bei 1,0125 US-Dollar verläuft, zu überwinden, im Idealfall die langfristig wichtige Zone 1,0340/1,0523 US-Dollar zurückzuerobern, ist in der aktuellen Gesamtsituation wenig wahrscheinlich.

Was die Reaktion auf die Aussagen der US-Notenbank am Mittwoch auch unterstreicht. Sie sehen im Chart, dass der Euro als Folge der konsequent „hawkishen“ Aussagen der „Fed“ das bisherige Jahres-Verlaufstief von 0,9864 US-Dollar unterboten hatte. Die untere Begrenzungslinie des Trendkanals diente bislang als Bremse für die Euro-Bären, diese Funktion könnte sie auch vorerst behalten. Aber diese Linie liegt per heute bei 0,9540 US-Dollar, da wäre also noch einiges an Spielraum nach unten für die Euro-Bären vorhanden … und es wäre nicht überraschend, wenn dieser Spielraum auch zeitnah ausgelotet würde.

Euro/US-Dollar: Chart vom 22.09.2022, Kurs 0,9837 US-Dollar, Kürzel EUR.USD | Online Broker LYNX
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