Erst letzte Woche hat der Energieversorger RWE angekündigt, mit Nettoinvestitionen von bis zu 30 Milliarden Euro bis Ende 2030 die Energiewende im eigenen Haus zu beschleunigen und damit den Anteil an Erneuerbaren Energien bis Ende des Jahrzehnts auf bis zu 50 Gigawatt kräftig auszubauen. Das soll sich auch im Ergebnis niederschlagen: Zum einen erwartet RWE, dass der Anteil an Kohle- und Atomenergie bis 2027 komplett verschwindet. Zum anderen dürfte dadurch das operative Ergebnis bereits ab dem kommenden Jahr höher ausfallen, weshalb das Management auch seine Prognose für 2022 erhöht.

Heute zieht der RWE-Konkurrent Eon nach und kündigt ebenfalls an, mit milliardenschweren Investitionen die Energiewende voranzutreiben. Insgesamt 22 Mrd. Euro will Deutschlands größter Energieversorger bis 2026 in seine Energienetze investieren und in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 35 bis 40 Gigawatt an Erneuerbaren Energien an das Netz anschließen. Außerdem soll kräftig in die Digitalisierung des Geschäfts investiert werden, da diese nach Ansicht von Eon zukünftig „eine entscheidende Rolle“ spielen wird.

Gleichzeitig kündigt Eon an, dass alle Geschäftsfelder des Konzerns überprüft und nicht mehr zum Unternehmen passende Bereiche verkauft werden sollen. Eon rechnet mit bis zu vier Mrd. Euro, die durch Portfolio-Optimierungen und Verkäufe in den nächsten fünf Jahren erlöst werden können.

Die Neuausrichtung nimmt das Eon-Management zum Anlass, die eigenen Wachstumsziele zu überprüfen und anzupassen. Beim operativen Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) prognostiziert der Konzern jährlich ein Wachstum von durchschnittlich vier Prozent. Unter dieser Annahme soll das EBITDA im kommenden Jahr bei 6,3 bis 6,5 Mrd. Euro liegen und im Jahr 2026 auf bis zu 7,8 Mrd. Euro zulegen.

Für das bereinigte Ergebnis pro Aktie geht Eon sogar von einem jährlichen Wachstum von bis zu zehn Prozent aus und erwartet hier in fünf Jahren 0,90 Euro pro Aktie. Die Dividende soll bis 2026 um fünf Prozent pro Jahr steigen und im laufenden Geschäftsjahr bei 0,49 Cent pro Aktie liegen, das entspricht aktuell einer Dividendenrendite von rund 4,5 Prozent. 

Aktie verliert deutlich

Eon Aktien können heute nicht von der Nachricht profitieren und fallen als aktuell schwächster DAX-Wert um 3,7 Prozent auf 10,68 Euro. Damit entfernen sich die Papiere weiter von ihrem im August erreichten Jahreshoch bei 11,43 Euro und nähern sich ihrem Zwischentief aus dem Oktober bei 10,23 Euro, das der nächste wichtige Widerstand sein kann.  

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