Nur wenige Unternehmen waren von der Corona-Krise so stark betroffen, wie die Deutsche Lufthansa. Durch die massiven Einschränkungen im Tourismus und Reiseverkehr kam der Flugverkehr im letzten Jahr fast vollständig zum Erliegen und hat sich seitdem nur sehr langsam erholt. Zwischenzeitlich war die Lage sogar so schlimm, dass Lufthansa-Chef Carsten Spohr verkündete, man verbrenne durch die Flugausfälle pro Stunde bis zu eine Million Euro.

Um das Schlimmste zu verhindern, musste letztes Jahr sogar der Staat bei der Lufthansa mit einem milliardenschweren Rettungspaket einspringen und die Lufthansa selbst dampfte ihre Flotte kräftig zusammen. So wurden beispielsweise alle 14 Maschinen vom Typ A380 eingemottet, sechs davon von Airbus zu einem nicht näher genannten Preis zurückgekauft.

Auch wenn sich die Lage in den letzten Monaten wieder etwas entspannt hat, wecken neue Virus-Varianten wie aktuell Omikron sofort wieder die Angst, dass auch diese kleine Erholung schnell wieder verpuffen könnte.

Fraport erhöht Start- und Landegebühren für Frankfurt

Entsprechend genau schauen die Anleger auch bei allen Meldungen die Lufthansa betreffend hin. Mit Sorgenfalten werden sie deshalb heute gelesen haben, dass das hessische Wirtschaftsministerium die neue Entgeltordnung des Flughafenbetreibers Fraport genehmigt hat und deshalb ab nächstem Jahr am größten deutschen Flughafen in Frankfurt – dem Heimatflughafen der Lufthansa – die zu entrichteten Kosten für Starts und Landungen im Schnitt um 4,3 Prozent angehoben werden.

Allerdings reagiert auch Fraport auf die scharfen Einbrüche durch die Corona-Krise und gewährt Airlines eine teilweise Rückerstattung, wenn übers Jahr gerechnet mindestens 22,1 Mio. Passagiere von Frankfurt abfliegen.

Lufthansa-Aktien starten mit leichten Kursgewinnen

Der Aktienkurs der Lufthansa spiegelt den Verlauf der Pandemie: Als im letzten Jahr der erste Lockdown begann, rutschten Lufthansa-Aktien von 16,68 Euro zu Jahresbeginn bis auf ihr im September 2020 erreichtes Jahrestief bei 6,85 Euro ab. Danach erholten sich die Papiere wieder deutlich und kletterten sogar im März dieses Jahres bis auf 12,96 Euro. Seitdem geht es aber wieder kräftig abwärts und das neue Jahrestief 2021 wurde erst Ende November bei 5,24 Euro erreicht.

In den heutigen Handelstag starten die Aktien der Lufthansa mit einem deutlichen Plus von 1,8 Prozent auf 5,78 Euro und die Anleger hoffen nun zumindest auf eine versöhnlichen Jahresausklang ohne neue Tiefstkurse.

Lufthansa Aktie: Chart vom 16.12.2021
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