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Auf den ersten Blick gut ist der Arzneimittelhersteller Dermapharm ins neue Geschäftsjahr gestartet. Dank einer anhaltend hohen Nachfrage nach Immunstärkungs-Präparaten konnten Umsatz und Ergebnis zweistellig gesteigert werden. Und auch beim Ausblick auf das Gesamtjahr bleibt das Management zuversichtlich, die bislang prognostizierten Ziele zu erreichen.

An der Börse kamen die Zahlen trotzdem nicht so gut an. Da viele Marktbeobachter mit noch besseren Ergebnissen gerechnet hatten, geben die Aktien heute deutlich nach.

Dermapharm steigert Quartalsumsatz und -ergebnis deutlich

Obwohl externe Faktoren wie der Ukraine-Krieg und neue und scharfe Lockdowns in China nach Unternehmensangaben zu „fragilen Lieferketten und Preiserhöhungen“ und damit zu einer „Verschärfung der Rahmenbedingungen“ geführt hätten, konnte Dermapharm im Auftaktquartal aufgrund der „tiefen Wertschöpfungskette, des breit diversifizierten Produktportfolios und einer hohen Effizienz bei Einkauf, Produktion und Vertrieb“ den Konzernumsatz von Januar bis März 2022 um 9,1 Prozent auf 231,6 Millionen Euro steigern (Vorjahr: 212,2 Millionen Euro).

Mit einem Zuwachs von 28 Prozent legte der Umsatz im Bereich „Pflanzliche Extrakte“ besonders kräftig zu. Der Zuwachs im Bereich Markenarzneimittel und andere Gesundheitsprodukte“ wuchs um 11,8 Prozent, im Bereich „Parallelimportgeschäft“ ging der Umsatz dagegen erwartungsgemäß um 2,4 Prozent zurück.

Das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) legte mit 17,1 Prozent auf 75,1 Millionen Euro noch stärker zu (Vorjahr: 63,7 Millionen Euro). Die EBITDA-Marge verbesserte sich damit um 2,4 Prozent auf 32,4 Prozent.

Gesamtjahresprognose wird bestätigt

Auf Basis der im ersten Quartal erzielten Ergebnisse geht der Vorstand von Dermapharm davon aus, die bislang kommunizierte Gesamtjahresprognose zu erreichen.

Beim Konzernumsatz wird mit einem Anstieg in einer Bandbreite von 10,0 bis 13,0 Prozent gerechnet, das bereinigte Konzern-EBITDA soll bei 3,0 bis 7,0 Prozent liegen.

Dermapharm-Aktie bricht dennoch ein

Obwohl die vorgelegten Zahlen solide ausfielen, signalisiert der Aktienkurs von Dermapharm in Reaktion auf die Zahlen, dass viele Marktbeobachter offensichtlich mit deutlicheren Zuwächsen gerechnet hatten.

Die im SDAX gelisteten Aktien von Dermapharm brechen im Handelsverlauf kräftig ein und verlieren bis kurz vor Börsenschluss mehr als zwölf Prozent auf aktuelle 45,30 Euro und sind damit auch der schwächste Wert im deutschen Nebenwerteindex. 

Auch mittelfristig befinden sich die Aktien eher im unteren Drittel des SDAX, in den letzten drei Monaten haben die Papiere rund 25 Prozent verloren, auf Sicht von sechs Monaten summieren sich die Kursverluste sogar auf 35 Prozent.

Dermapharm-Aktie: Chart vom 18.05.2022
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