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Ausbruchsversuch abgewiesen, aus dem DAX abgestiegen, die Analysten-Kursziele purzeln: Das ist schon ein tristes Szenario für die Delivery Hero-Aktie und diejenigen, die auf der Long-Seite ausharren. Hätte eine Aufwärtswende in einem solchen Umfeld überhaupt eine Chance?

Bis auf eine Ausnahme hagelt es seitens der Analysten seit fast zwei Monaten nur Kursziel-Senkungen. Zwar liegt das durchschnittliche Kursziel noch bei 72 Euro. Aber das liegt daran, dass da einige Kursziele in die Berechnung einfließen, die noch aus dem Jahr 2021 stammen und seither nicht aktualisiert wurden. Und da die Experten der Entwicklung hier mehrheitlich klar hinterherlaufen, wäre es müßig, den Schnitt dieser Einschätzungen als Leitstrahl für die kommende Kursentwicklung zu sehen. Besser würde man mit dem eigenen, gesunden Menschenverstand fahren. Der einem was sagen würde?

Dass das Volumen der Essenlieferungen deutlich wegbrechen würde, wenn sich die Lage für die Verbraucher weltweit weiter verdüstert? Nein, das wäre nicht zwingend zu erwarten. Denn eher lässt man mal einen deutlich teureren Restaurantbesuch aus und isst dafür lieber eine gelieferte Pizza daheim. Aber es ist andererseits zu bezweifeln, dass es gelingen würde, die Marge in einem solchen Umfeld zu steigern. Die Kosten steigen, aber die Kunden werden nicht beliebig höhere Preis akzeptieren, sondern, wenn die zu weit anziehen, dann eben doch auch öfter mal auf die Liefer-Pizza verzichten. Was hieße:

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Expertenmeinung: Es ist momentan nicht die wahrscheinlichere Variante für den Rest des Jahres, dass es Delivery Hero gelingt, endlich in die schwarzen Zahlen zu kommen, wie man das, zumindest auf rein operativer Ebene, beim Unternehmen avisiert hatte. Und damit ist die Chance, dass es zu einer umfassenden und nachhaltigen Aufwärtswende kommt, die mittelfristig relevante Widerstände im Chart zu nehmen imstande wäre, eher überschaubar.

Dass die Aktie seit Montag in den MDAX abgestiegen ist, wird dabei hinsichtlich ihres Aufwärtspotenzials keine große Rolle spielen, damit war ohnehin zu rechnen. Der fehlende fundamentale Rückhalt einer Aufwärtswende wiegt hier schwerer … und schwer genug, um selbst dann vorsichtig zu bleiben, wenn der zuletzt gescheiterte Versuch, sich wenigstens wieder in diese Seitwärts-Spanne zwischen 36,45/40,29 Euro auf der Unter- und 49,11/52,30 Euro auf der Oberseite hinein zu retten, in einem zweiten Anlauf gelingen sollte.

Auf der reinen Trading-Ebene wäre zwar, würde Delivery Hero das letzte Zwischenhoch mit Schlusskursen über 41 Euro bezwingen, ein Anlauf in diese Zone 49,11/52,30 Euro möglich. Aber hier mehr zu erwarten, wäre gewagt. Und auf der Unterseite? Da kann zwar das Potenzial vorerst deutlich begrenzt sein. Aber das muss es, je nachdem, was z.B. an Zahlen und Perspektiven im Zuge der Bilanz zum jetzt endenden zweiten Quartal auf den Tisch kommt, keineswegs.

Delivery Hero- Aktie: Chart vom 21.06.2022, Kurs 34,00 Euro, Kürzel DHER | Online Broker LYNX
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