Ein großer Profiteur der Corona-Krise war im letzten Jahr der Essenslieferant Delivery Hero: Während im Lockdown Restaurants geschlossen bleiben mussten, liefen die Bestellungen des Berliner Lieferdienstes auf Hochtouren.

Entsprechend dynamisch entwickelten sich die Geschäfte des Konzerns. Anfang November berichtete Delivery Hero von einem Anstieg der Bestellungen im 3. Quartal von rund 50 Prozent auf 791 Mio. Euro, der Quartalsumsatz konnte mit 1,8 Mrd. Euro sogar beinahe verdoppelt werden. Gleichzeitig hob das Management die Jahresziele an und erwartet für 2021 einen Gesamtumsatz von 6,4 bis 6,7 Mrd. Euro, auch wenn weiterhin ein Verlust erwirtschaftet wird.

Der rasante Aufstieg von Delivery Hero zeigt sich auch am Aktienkurs des Unternehmens: Die erst 2017 an der Börse gelisteten Aktien legten bei der Marktkapitalisierung und dem durchschnittlichen Handelsvolumen derart stark zu, dass sie von 2017 bis 2018 bereits im SDAX gelistet waren, ab 2018 schon im MDAX und ab dem 24. August 2020 sogar im deutschen Leitindex DAX, wo sie den Platz von Wirecard einnahmen.

Delivery Hero versucht dabei sowohl organisch wie auch durch Zukäufe kräftig zu wachsen, um langfristig profitabel zu werden und so vielen Beobachtern den Wind aus den Segeln zu nehmen, die das Geschäftsmodell und die bislang fehlenden Gewinne kritisch sehen.

Delivery Hero scheitert erneut mit Übernahmeversuch in Saudi-Arabien

Solch ein Zukauf ist heute in Saudi-Arabien gescheitert, wie das Unternehmen heute mitteilt. Ohne Nennung von Gründen hat demnach die saudische Wettbewerbsbehörde die Übernahme des Konkurrenten „The Chefz“ abgelehnt.

Nach dem bereits Anfang des Jahres gescheiterten Übernahmeversuch der Lieferplattform „MrSool“ klappt auch der nächste Versuch nicht, mit einem Unternehmenskauf in Saudi-Arabien zu expandieren.

Aktie verliert deutlich

Enttäuscht reagieren heute auch die Anleger: Mit einem aktuellen Tagesminus von 4,3 Prozent auf 98,06 Euro sind Aktien von Delivery Hero aktuell der mit Abstand größte Verlierer im deutschen Leitindex und fallen damit erstmals in diesem Jahr wieder unter die 100-Euro-Marke.

Sie möchten an der Börse handeln?

Nutzen Sie für Ihre Börsengeschäfte ein Depot über den Online-Broker LYNX. Alles aus einer Hand: Aktien kaufen, Optionen handeln, Futures traden oder in ETFs investieren.

Informieren Sie sich hier über den Online-Broker LYNX.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
Tageshoch
Tagestief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen


Nachricht schicken an Torsten Pinkert
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.