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Der Hersteller von Biokraftstoffen CropEnergies hat seinen Aktionären gestern Zahlen für die ersten neun Monate des bis Ende Februar laufenden Geschäftsjahres 2022/2023 vorgelegt. Und obwohl das mehrheitlich zum Zuckerproduzenten Südzucker gehörende Unternehmen Umsatz und Ergebnis kräftig steigern konnte, wird das Management angesichts der hohen Energie- und Rohstoffkosten beim Ausblick für das Gesamtjahr auf der Oberseite der Prognosespanne etwas vorsichtiger.

Da nützte es gestern auch wenig, dass gleichzeitig der Ausblick auf der Unterseite leicht angehoben wurde, denn viele Anleger zogen die Reißleine und die im SDAX notierten Papiere brachen bis zum Handelsschluss als schwächster Indexwert kräftig ein.

Umsatz und Ergebnis legen nach neun Monaten kräftig zu

In den ersten Monaten des abweichenden Geschäftsjahres 2022/2023 (vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023) konnte CropEnergies den Umsatz gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode deutlich um 50,7 Prozent auf 1,177 Milliarden Euro steigern. Verantwortlich für den kräftigen Anstieg waren vor allem die gestiegenen Absatzmengen sowie höhere Preise bei Ethanol  sowie Lebens- und Futtermitteln

Da die Preissteigerungen bei den von CropEnergies verkauften Produkten die höheren Rohstoff- und Energiepreise im Konzern überwogen, konnte das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sogar um 113,6 Prozent auf 235,4 Millionen Euro gesteigert werden (Vorjahresperiode: 125 Millionen Euro.

Der Jahresüberschuss sprang gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres sogar um 200 Prozent auf 180,4 Millionen Euro. 

Betrachtet man isoliert das dritte Quartal, dann legte der Umsatz allerdings nur noch um 3,8 Prozent auf 328,1 Millionen Euro zu und das EBITDA erreichte mit 66,4 Millionen Euro in etwa das Vorjahresniveau (66,3 Millionen Euro). CropEnergies führt diese Entwicklung vor allem darauf zurück, dass sich die „Auswirkungen des Preisanstiegs an den Rohstoffmärkten nunmehr deutlicher im Materialaufwand niederschlugen“.

Management wird beim Ausblick etwas vorsichtiger

In Verbindung mit den Neunmonatszahlen hat der Vorstand von CropEnergies auch seine Mitte August 2022 erhöhte Prognose konkretisiert und wird vor allem auf der Oberseite der Ergebnisspanne etwas zurückhaltender.

Für das Gesamtjahr 2022/2023 rechnet CropEnergies mit einem Umsatzanstieg auf 1,47 bis 1,57 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,08 Milliarden Euro). 

Das EBITDA dürfte im Bereich von 265 bis 295 Millionen Euro liegen, die bisherige Schätzung betrug hier 255 bis 305 Millionen Euro. Beim operativen Ergebnis wird nun mit 225 bis 255 Millionen Euro gerechnet, nach zuvor 215 bis 265 Millionen Euro.

Aktien erholen sich leicht von starken Vortagesverlusten

Als CropEnergies gestern die Neunmonatszahlen inkl. der Gesamtjahresprognose vorlegte, reagierten viele Anleger vor allem enttäuscht auf den etwas vorsichtigeren Ergebnisausblick und schickten Aktien von CropEnergies auf Talfahrt. Bis zum Tagesende gaben die Papiere 7,4 Prozent auf 12,54 Euro nach und rutschten damit auch ans Ende des SDAX.

Heute allerdings kehrt bereits die Zuversicht zurück, denn viele Anleger realisieren, dass sich im Grunde an der im August erhöhten Prognose nicht allzu viel verändert hat. Deshalb schlagen heute erste Schnäppchenjäger auf dem verbilligten Kursniveau wieder zu und die Aktien legen aktuell 2,7 Prozent auf 12,88 Euro zu.

CropEnergies-Aktie: Chart vom 12.01.2023, Kürzel CE2 | Online Broker LYNX
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