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Nicht wirklich gute Nachrichten kommen heute von der Schweizer Großbank Credit Suisse.

Denn die informiert heute ihre Anleger darüber, dass es im zweiten Quartal des laufenden Jahres aufgrund insgesamt schwieriger Marktbedingungen sowie schlechter gelaufener Geschäfte im Investmentbanking im zweiten Quartal erneut einen Verlust geben könnte, den dritten Quartalsverlust in Folge.

Investmentbanking belastet Ergebnis im Gesamtkonzern

Dabei hat nach Auskunft der Credit Suisse vor allem das „tiefe Niveau der Kapitalmarktemissionen und die Ausweitung der Kreditspannen“ das Geschäft im Investmentbanking belastet, was sowohl für den Bereich als auch im Gesamtkonzern für den Quartalsverlust verantwortlich ist.

Im Rest des Jahres will die Credit Suisse nun verstärkt an der Kostenseite arbeiten, um nach dem Übergangsjahr 2022 im nächsten Jahr die „Einsparungen zu maximieren“ und dann wieder durchzustarten. Bis zum Jahr 2024 soll die Kernkapitalquote (CET1) dann bei konstant über 14 Prozent liegen.

Umsatz- und Ergebnisrückgang bereits im ersten Quartal

Bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres lief es für die Credit Suisse nicht wirklich. Die Nettoerlöse fielen um 42 Prozent auf 4,4 Milliarden CHF, am Ende stand ein den Aktionären zurechenbarer Verlust von 273 Millionen CHF in den Büchern der Bank. Die Kernkapitalquote lag zum Quartalsende bei 13,8 Prozent. 

Der starke Rückgang der Nettoerlöse war auch im ersten Quartal vor allem auf niedrigere Erträge im Investmentbanking zurückzuführen.

Märkte spekulieren auf mögliche Kapitalerhöhung

Angesichts von drei Quartalsverlusten in Folge wurden zuletzt auch Spekulationen laut, dass die Bank zur Verbesserung ihrer Kapitalausstattung unter anderem auch die Option einer Kapitalerhöhung prüft. Ein solches Szenario dürfte die Anleger nicht wirklich begeistern, führt doch ein solcher Schritt in der Regel zu Verwässerungseffekten bei den Altaktionären.

Credit Suisse-Aktie bleibt unter Druck

Die Probleme der Bank spiegeln sich auch an den im Schweizer Auswahlindex SMI gelisteten Aktien der Credit Suisse. Seit Jahresbeginn haben die Papiere bereits 25 Prozent an Wert verloren, in den letzten 12 Monaten summieren sich die Kursverluste sogar auf über 30 Prozent.

Die Anleger reagieren enttäuscht, so dass Aktien der Credit Suisse heute an der Schweizer Börse kräftig um 5,5 Prozent auf 6,34 CHF nachgeben und damit nur noch ganz knapp über dem bisherigen Jahrestief bei 6,10 CHF notieren.

Credit Suisse-Aktie: Chart vom 08.06.2022
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