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Erneut deutlich schwächer ist heute der deutsche Leitindex DAX in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Direkt nach Handelsstart rutschte der DAX bis auf sein Tagestief bei 12.624 Punkte ab, seitdem geht es aber stetig aufwärts und inzwischen hat er mit 12.783 Punkten das Vortagesschlussniveau erreicht, nachdem er am späten Nachmittag sogar bis auf das Tageshoch bei 12.860 Punkten zulegen konnte.

Kurz negativ auf die Erholung von den Tagestiefs wirkte sich die Bekanntgabe der Inflationsrate in der Eurozone aus, die im Juni mit 8,6 Prozent auf einen neuen Höchstwert seit Einführung des Euro gestiegen ist. Damit dürfte die EZB noch stärker unter Druck geraten, an der Zinsschraube zu drehen. Das könnte wieder das Gespenst einer Euro-Schuldenkrise heraufbeschwören.

Blickt man auf die vorbörslichen Notierungen, dann werden die US-Börsen wahrscheinlich mit Abschlägen in den Handel starten. Das Handelsvolumen dürfte dagegen niedriger ausfallen, da sich viele Marktteilnehmer vor dem verlängerten Wochenende – am Montag bleibt in den USA die Börse wegen des „Independence Day“ geschlossen – zeitiger in den Feierabend verabschieden könnten.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Uniper: Kurserholung nach dem gestrigen Absturz

Bereits gestern meldete der Kraftwerksbetreiber Uniper, dass das bereinigte EBIT und der bereinigte Jahresüberschuss zum 30. Juni 2022 signifikant unter den jeweiligen Vorjahreswerten liegen wird. Außerdem teilte Uniper mit, dass wegen der Probleme bei der Gasbelieferung auch geprüft wird, inwieweit Staatshilfen die angespannte Liquiditätssituation verbessern können.

Die Anleger reagierten entsprechend geschockt und zogen die Reißleine: Uniper-Aktien brachen gestern um 14,4 Prozent auf 14,17 Euro ein, nachdem sie zum Handelsstart sogar bis auf 12,82 Euro abrutschten.

Vom gestrigen Kursabsturz können sich die im MDAX notierten Uniper-Aktien aber heute wieder etwas erholen und führen mit einem aktuellen Plus von 6,8 Prozent auf 15,14 Euro momentan sogar den Index an.

Commerzbank: Moody’s-Rating sinkt

Weit vorn auf der anderen Seiten des MDAX, nämlich unter den größten Verlierern, sind heute die Aktien der Commerzbank zu finden. Kräftig auf den Kurs drückt die Nachricht, dass die Ratingagentur Moody’s das langfristige Emittenten-Rating für die Commerzbank von A2 auf A1 gesenkt hat.  

Etwas erfreulicher ist allerdings die Anhebung des Ausblicks von „negativ“ auf „stabil“.

Commerzbank-Aktien verlieren dennoch drei Prozent auf 6,49 Euro.

Siemens muss Milliardenbetrag für Siemens Energy abschreiben

Zu den DAX-Verlierern gehören heute auch die Aktien des Industriekonzerns Siemens. Der gab vorbörslich bekannt, dass aufgrund der Talfahrt bei den Aktien der Beteiligung Siemens Energy (Siemens hält hier noch 35 Prozent) im dritten Quartal eine außerplanmäßige Abschreibung (Impairment) in Höhe von rund 2,8 Milliarden Euro vorgenommen werden muss, was zu einer entsprechenden nicht zahlungswirksamen Ergebnisbelastung nach Steuern führt. 

Siemens-Aktien verlieren deshalb heute 1,2 Prozent auf 95,95 Euro.

Jenoptik verkauft Militärtechniksparte an Finanzinvestor

Der Technologiekonzern Jenoptik meldet heute den endgültigen Verkauf seiner Militärtechniksparte. Bereits im November letzten Jahres hatte Jenoptik den Verkauf angekündigt, nun geht der unter der Dachmarke Vinorion zusammengefasste Bereich mit rund 700 Mitarbeitern an den Finanzinvestor Star Capital Partnership.

Die im TecDAX und SDAX notierten Jenoptik-Aktien verlieren heute 0,4 Prozent auf 21,20 Euro.

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