Gut ins neue Jahr gestartet sind mit der Deutschen Bank und der Commerzbank die beiden größten deutschen Privatbanken. Beide in Frankfurt ansässigen Unternehmen legten heute Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres vor und konnten gegenüber der Vorjahresperiode jeweils kräftig zulegen.

Deutsche Bank übertrifft Gewinnerwartungen leicht

Solide Zahlen hat der Branchenprimus Deutsche Bank den Aktionären präsentiert. Von Januar bis März 2022 konnten die im gesamten Konzern erzielten Erlöse gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode um ein Prozent auf 7,3 Milliarden Euro gesteigert werden und kletterten damit auf den höchsten Wert seit dem ersten Quartal 2017.

Das Vorsteuerergebnis (EBT) verbesserte sich im Jahresvergleich um vier Prozent auf 1,7 Milliarden Euro und lag damit auch über den durchschnittlichen Analystenschätzungen, die bei rund 1,6 Milliarden Euro gelegen hatten. Besonders gut lief es dabei im Investmentbanking, das mit einem EBT von 1,5 Milliarden Euro zum Ergebnis beitrug.

Der Konzernüberschuss legte gegenüber dem ersten Quartal 2021 um 17 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro zu, hier traf die Bank exakt die Markterwartungen.

Die Eigenkapitalrendite im ersten Quartal 2022 lag bei 8,1 Prozent und erreicht damit sogar das von Konzernchef Christian Sewing für das Gesamtjahr ausgerufene Renditeziel von acht Prozent. 

Commerzbank kann Quartalsgewinn mehr als verdoppeln

Noch besser lief es beim Frankfurter Nachbarinstitut, der Commerzbank, die vor allem aufgrund eines sehr starken Kundengeschäfts die Erlöse und den Gewinn im ersten Quartal kräftig steigern konnte.

Die Gesamterlöse legten von Januar bis März 2022 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal um 12 Prozent auf 2,78 Milliarden Euro zu und liegen damit deutlich über der Konsensschätzung von 2,3 Milliarden Euro.

Das operative Ergebnis verbesserte sich zwar nur leicht um ca. ein Prozent auf 544 Millionen Euro, liegt aber weit über den durchschnittlichen Markterwartungen von 284 Millionen Euro.

Einen Sprung von 113 Prozent auf 284 Millionen Euro gab es dagegen beim Konzernergebnis nach Steuern, damit liegt die Bank auch hier deutlich über den Erwartungen.

Für das Gesamtjahr rechnet die Commerzbank unverändert mit einem Konzernergebnis von über einer Milliarde Euro, auch wenn die Risikovorsorge im ersten Quartal mit 464 Millionen Euro höher als erwartet ausgefallen ist.

Aktien der Deutschen Bank verlieren deutlich – Commerzbank-Aktien legen zu

Ein interessantes Bild ergibt sich heute beim Blick auf die Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank.

Die im Deutschen Leitindex DAX gelisteten Aktien der Deutschen Bank rutschen nach den Zahlen ans Indexende und verlieren bis zum Handelsschluss 5,4 Prozent auf 9,56 Euro. Zwar lagen die erzielten Quartalsergebnisse leicht über den Erwartungen, die Anleger stören sich aber an den höher als erwartet ausgefallenen Gesamtkosten im Konzern (5,4 Milliarden Euro).

Ganz anders bei der Commerzbank: Die Anleger reagieren auf die überraschend starken Zahlen mit Käufen und die im MDAX notierten Commerzbank-Aktien legen als einer der stärksten Indexwerte im Handelsverlauf 1,3 Prozent auf 5,95 Euro zu.

Damit ist die Nummer zwei in der deutschen Privatbankenlandschaft zumindest heute mal die Nummer eins.

Chart vom 27.04.2022 Kürzel: CBK

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