Die Bullen bräuchten heute einen weiteren, starken Tag bei der Carl Zeiss-Aktie. Die Aktie ist dran an kurzfristigen Widerständen, deren Überwinden aus charttechnischer Sicht Luft bis in die Region um 140 Euro freigeben würde. Aber „dran sein“ und vorbeikommen ist zweierlei.

Einen Vorteil hat das zweifellos weiterhin von der Größe her überschaubare und nicht gerade erfolgsverwöhnte bullische Lager immerhin: Die Gefahr, dass die Quartalszahlen die Aktie wie vom Blitz getroffen zu Boden schicken, ist gebannt. Das ist zuletzt vielen Aktien passiert, aber Carl Zeiss Meditec hatte seine Quartalsergebnisse am Freitagmorgen vorgelegt. Und die Aktie brach nicht ein, sie legte stattliche 5,37 Prozent zu.

Und die Ergebnisse waren ja auch ansehnlich. Das Medizintechnikunternehmen legte, weil sein Geschäftsjahr immer am 30.9. endet, bereits die Ergebnisse über die ersten sechs Monate dieses Geschäftsjahres vor. In diesem Halbjahreszeitraum legte der Umsatz um 11,4 Prozent zu. Der Auftragseingang stieg um beeindruckende 30,4 Prozent. Und der Gewinn stieg vor Steuern und Zinsen um 8,9 Prozent, netto um 28,2 Prozent. Dass die EBIT-Gewinnmarge von 21,2 Prozent im Vorjahreszeitraum auf jetzt 20,7 Prozent sank, war erwartet worden, auch an Carl Zeiss gehen steigende Erzeugerpreise nicht vorüber. Der Margendruck hätte deutlich schlimmer sein können. Das sahen viele Akteure auch so und griffen zu, aber:

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Expertenmeinung: Mit dieser einen positiven Reaktion ist eben noch nichts gewonnen. Dass eine Aktie in einem Abwärtstrend … den man hier ja nicht übersehen kann … Gegenreaktionen nach oben zeigt und damit vormalige Unterstützungen, die jetzt als Widerstand fungieren, ansteuert, ist keine Seltenheit. Aber oft attackierten die Leerverkäufer die Aktie eben erst genau dort, nicht vorher. Ob Carl Zeiss Meditec da durchkommt, wo sie jetzt durch müsste, um zu verhindern, dass der nächste Baisseimpuls schon um die Ecke lauert, ist also noch offen. Die Bullen müssen vollendete Tatsachen schaffen. Der Chart zeigt, worum es geht:

Die Aktie ist jetzt von unten an das März-Tief herangelaufen. Dieser Level bei 118,10 Euro hatte schon Anfang 2021 eine Wendemarke dargestellt, ist also mittelfristig relevant. Hinzu kommt, dass bei 119,50 Euro auch noch die 20-Tage-Linie als Widerstand wartet, eine Linie, die den Bären gerne als Leitstrahl ihrer Aktionen dient. An diesen Chartmarken muss der Kurs vorbei, idealerweise umgehend, damit die Käufer gar nicht erst dazu kommen, zu zaudern.

Wenn das gelingen sollte, wäre eine zügige Aufwärtsbewegung in den Bereich der nächsten Widerstandszone um 140 Euro durchaus drin. Denn so überbewertet die Carl Zeiss Meditec-Aktie auch war, als sie ihre kurzen Ausflüge über die runde 200 Euro-Marke unternahm: Jetzt, nachdem sich der Kurs in der Spitze beinahe halbiert hatte, ist sie es nicht mehr. Aber erst müssten diese Charthürden eben genommen werden, dann hätte man eine höhere Sicherheit, dass womöglich ausreichend viele andere Marktteilnehmer die eigene optimistische Sichtweise teilen, um den Kurs auch dorthin befördern zu können, wo er hin soll.

Carl Zeiss Meditec: Chart vom 13.05.2022, Kurs 116,65 Euro, Kürzel AFX | Online Broker LYNX
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