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Vormalige Outperformer wie Bayer, die Telekom und RWE wurden nach unten durchgereicht. Nur die Deutsche Börse und Beiersdorf weisen, gerechnet ab Jahresbeginn, noch ein zweistelliges Performance-Plus auf. Aber man sollte nicht darauf wetten, dass das so bleibt.

Den entzauberten DAX-Überfliegern der letzten Monate war eines gemein: Man erkannte, dass sie in einem rezessiven Umfeld bei zugleich deutlich zu hoher Inflation nicht gegen schrumpfende Unternehmensgewinne gefeit sein würden. Ob Pharma, Telekommunikation oder Energie, alle drei oben genannten Aktien aus diesen Branchen sind nicht resistent gegen eine zunehmende Zahl von Verbrauchern, die auf der Konsumbremse stehen. Und vor allem nicht gegen steigende Kosten, die gerade in Europa für die Unternehmen in einem Ausmaß gestiegen sind, dass man das in dieser Dimension nicht an die Kunden weitergeben kann. Und bei Beiersdorf dürfte kaum anders sein.

Dass sich Beiersdorf im Jahressaldo im Plus halten wird, ist zwar nicht unmöglich. Aber es ist nicht wahrscheinlich genug, um die Aktie aus den Augen zu lassen bzw. hier ohne konsequente Absicherung nach unten zu agieren. Denn ob das bereits im dritten Quartal kommt oder erst im vierten, das jetzt beginnen wird: Die bislang für das erste Halbjahr hervorragende Umsatz- und Gewinnentwicklung wird sich so nicht halten lassen.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Beiersdorf Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Ein Teil der Analysten sieht das offenbar auch so. Im Schnitt geht man dort zwar weiter davon aus, dass Beiersdorf mit seinen Traditionsmarken wie Nivea, Labello, Hansaplast oder Tesa im Gesamtjahr deutlich mehr verdienen wird als im Vorjahr. Aber bislang weiß man eben nichts über das schon ein Quartal alte, zweite Halbjahr. Gut die Hälfte der Analysten beurteilt Beiersdorf zwar weiterhin als Kauf, aber die ersten „Verkaufen“-Einschätzungen gibt es längst. Und das durchschnittliche Kursziel von 109 Euro ist nahe. Nahe genug, um vorsichtig zu sein.

Zumal die Aktie zwar dann derzeit „normal“ bewertet wäre, wenn die deutlich gegenüber 2021 gestiegenen Gewinne, die viele erwarten, auch Realität würden. Aber selbst dann stellt sich die Frage: Kann dieses „Normalniveau“ der Bewertung in einem solchen Gesamtumfeld wirklich durchgehalten werden? Denn obwohl Beiersdorf gemeinhin nicht gerade dynamische Gewinnzuwächse zeigt und die Dividendenrendite unter einem Prozent liegt, ist hier in den letzten Jahren ein Kurs/Gewinn-Verhältnis zwischen 25 und 30 normal geworden. Was eigentlich viel zu teuer ist. Ein Grund mehr einzukalkulieren, dass diese Aktie jederzeit wie durch eine Falltür nach unten rauschen könnte.

Sie sehen im Chart, dass der Kurs seit zwei Monaten unter den Jahreshochs 2020 und 2021 im Bereich von 108 Euro festhängt. Und käme die Aktie dort durch, wäre das bisherige, 2019 bei 117,25 Euro markierte Rekordhoch als Widerstand auch nicht allzu fern. Nach oben wird es also ein wenig eng. Auf der Unterseite findet sich die nächste Unterstützung im August-Tief 2021 bei 98,45 Euro, das ist auch die untere Begrenzung der aktuellen Seitwärts-Range. Ginge der Kurs da nach unten durch, wäre der nächste Supportbereich die Zone 88,40/89,70, darunter käme dann schon die Zone 77,60/80,60 Euro. Unter die derzeitige Kursspanne einen Stoppkurs zu legen, dürfte hier kein Fehler sein.

Beiersdorf-Aktie: Chart vom 28.09.2022, Kurs 101,20 Euro, Kürzel BEI | Online Broker LYNX
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