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Der nächste Versuch einer Stabilisierung: Der Deutsche Leitindex DAX schafft es bis zum frühen Nachmittag, seine anfänglichen Kursgewinne zu verteidigen und liegt kurz vor Handelsschluss rund ein Prozent im Plus bei 13.740 Punkten.

Trotz weiter steigender Verbraucherpreise in den USA – der Verbraucherpreisindex legte im April stärker als erwartet auf 8,3 Prozent zu – können die US-Börsen mit Kursgewinnen in den Handel starten. Der Dow Jones gewinnt in der ersten Handelsstunde 0,7 Prozent auf 32.389 Punkte, der breiter gefasste S&P 500 legt 0,8 Prozent auf 4.031 Zähler zu und an der US-Technologiebörse startet der Nasdaq100 einen halben Prozentpunkt höher bei 12.407 Punkte in den neuen Handelstag.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Bayer: Neuer Ärger wegen Glyphosat

Das Thema „Glyphosat“ sorgt weiter für Kopfschmerzen bei den Aktionären des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer. Denn die US-Regierung hat gestern dem obersten Gerichtshof der USA davon abgeraten, einen möglicherweise wegweisenden Fall zur Klärung der möglichen Krebsrisiken durch den Unkrautvernichter anzunehmen. 

Vernichtend fällt dazu heute auch das Urteil der Anleger aus, die im DAX gelisteten Bayer-Aktien brechen um knapp zehn Prozent auf 55,94 Euro ein. 

K+S: Anleger nehmen nach Kursrallye Gewinne mit

Zu den größten Verlierern im MDAX gehören heute die Aktien des Salz- und Düngemittelherstellers K+S. Der Konzern hatte Quartalszahlen vorgelegt, die zwar stark ausgefallen sind, aber auch so erwartet wurden. 

Der Umsatz von K+S legte von Januar bis März knapp zwei Drittel auf 1,2 Milliarden Euro zu, das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) kann gegenüber dem Vorjahr mit 524 Millionen Euro fast vervierfacht werden.

Wenig Überraschendes auch beim Ausblick: K+S erwartet hier ein EBITDA von 2,3 bis 2,6 Milliarden Euro nach rund einer Milliarde Euro im Vorjahr.

Die Anleger nutzen die heute erwartungsgemäß gut ausgefallenen Quartalszahlen, um nach der Kursrallye der letzten Monate Gewinne mitzunehmen. 

Aktien von K+S verlieren bis kurz vor Handelsschluss 3,5 Prozent auf 28,61 Euro.

K+S Aktie: Chart vom 11.05.2022

Evotec: Aktien brechen nach Zahlen zweistellig ein

Noch schwächer ist heute die Kursperformance der ebenfalls im MDAX gelisteten Aktien des Wirkstoffherstellers Evotec. Der hat heute ebenfalls Quartalszahlen vorgelegt, allerdings fielen die schlechter als erwartet aus.

Zwar konnte der Umsatz von Januar bis März 2022 um 24 Prozent auf 164,7 Millionen Euro gesteigert werden, aber das operative Konzernergebnis (EBITDA) ging aufgrund des notwendigen Kapazitätsausbaus sowie höherer Forschungs- und Entwicklungskosten um 10,4 Prozent auf 18,9 Millionen Euro zurück.

Mit -69,2 Millionen Euro tief in die roten Zahlen rutschte aufgrund einer „nicht zahlungswirksamen Fair-Value-Anpassung an der börsennotierten Exscienta plc.“ das sonstige nichtbetriebliche Ergebnis.

Bei den Anlegern sorgte das heute für deutliche Verstimmung, Evotec-Aktien brechen um mehr als zwölf Prozent auf 21,07 Euro ein uns sind damit der schwächste MDAX-Wert.

Nel ASA verfehlt Umsatz- und Gewinnerwartung

Zahlen zum ersten Quartal hat heute auch der Wasserstoff-Spezialist Nel ASA vorgelegt und teilweise die Analystenschätzungen verfehlt.

Den Umsatz konnte Nel zwar um 36 Prozent auf 213 Millionen Norwegische Kronen (NOK) steigern, verfehlte damit aber trotzdem die durchschnittliche Markterwartung von ca. 259 Millionen NOK.

Beim operativen Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) fiel der Verlust auf 152 Millionen NOK nach -72 Millionen NOK im Vorjahresquartal. Hier lagen die Schätzungen bei einem Verlust von ca. 135 Millionen NOK.

Beim Auftragsbestand konnte Nel aber zulegen, der stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 19 Prozent auf den neuen Rekordwert von 1,29 Milliarden NOK.

An der Börse überwiegen heute die Verkäufe, Aktien von Nel ASA geben in Frankfurt 6,3 Prozent auf 1,12 Euro nach.

Peloton schockt die Aktionäre mit riesigem Quartalsverlust

Seine Aktionäre hat gestern bereits der Sportartikel-Hersteller und Fitness-Spezialist Peloton geschockt. Nachdem Peloton während der Coronakrise noch kräftig von geschlossenen Fitnessstudios profitieren konnte, bekommt der Konzern mit seinen vergleichsweise teuren Fitness-Bikes inzwischen keinen Fuß mehr auf den Boden.

Im letzten Quartal weitete der Konzern den Fehlbetrag auf 757 Millionen US-Dollar aus, nachdem im Vorquartal bereits ein Verlust von 440 Millionen US-Dollar verbucht werden musste. Im vergleichbaren Vorjahresquartal lag das Minus „nur“ bei 8,6 Millionen Euro.

Auch die Erlöse gingen kräftig um knapp 25 Prozent auf 964 Millionen US-Dollar zurück, die Erlöse aus dem Verkauf von Sportgeräten brachen um 42 Prozent ein. Und Besserung ist nicht in Sicht, im laufenden Quartal soll der Umsatz nur noch bei 675 bis 700 Millionen US-Dollar liegen.

Die Anleger zogen gestern bereits die Reißleine, Peleton-Aktien fielen an der US-Börse mehr als acht Prozent auf 12,90 USD.

Seit dem Anfang 2021 erreichten Rekordhoch bei knapp 170 US-Dollar summieren sich die Kursverluste damit bereits auf mehr als 90 Prozent!

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