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Mit großer Enttäuschung haben gestern die Aktionäre des Bildverarbeitungsspezialisten Basler auf die vom Unternehmen vorgelegten Zahlen für das letzte Geschäftsjahr und vor allem die aktuelle Prognose reagiert.

Aufgrund einer schwächeren Nachfrage rechnet Basler für 2023 mit noch weniger Umsatz als im Vorjahr und einer rückläufigen Marge beim Vorsteuerergebnis. Die Anleger zogen deshalb gestern die Reißleine und die im SDAX notierten Aktien lagen mit einem Kursverlust von fast 15 Prozent am Indexende.

Umsatz steigt 2022 trotz schwächerem Auftragseingang auf Rekordwert

Im letzten Geschäftsjahr hat sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte die Marktnachfrage bei Basler deutlich abgeschwächt, was sich vor allem im Auftragseingang widerspiegelt. Der ging 2022 um 23 Prozent auf 248,4 Millionen Euro zurück.

Vor allem aufgrund der guten Entwicklung im ersten Halbjahr konnte Basler aber den Gesamtjahresumsatz dennoch um 27 Prozent auf 272,2 Millionen Euro steigern und damit einen neuen Umsatzrekord erzielen. 

Um drei Prozent auf 45,8 Millionen Euro konnte das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf Gesamtjahressicht gesteigert werden. Das Vorsteuerergebnis (EBT) lag mit 28,3 Prozent gerade noch ein Prozent über dem Vorjahreswert. Damit sank die Rendite vor Steuern auf 10,4 Prozent (Vorjahr: 13,0 Prozent). 

Mit den Zahlen schafft es Basler aber trotzdem, die eigene Prognose zu erfüllen (Umsatz: 262 bis 270 Millionen Euro; EBT-Rendite: 10 bis 12 Prozent).

Anleger sollen kleine Dividende erhalten

Nach Steuern verdiente Basler 21,4 Millionen Euro und damit drei Prozent mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis pro Aktie verbesserte sich damit leicht auf 0,71 Euro (2021: 0,69 Euro).

An die Aktionäre soll 20 Prozent des Nettoergebnisses ausgeschüttet werden, weshalb Vorstand und Aufsichtsrat für 2022 eine Dividende pro Aktie von 0,14 Euro vorschlagen.

Prognose 2023: Umsatz und Ergebnisrückgang erwartet

Enttäuschend fällt die Prognose für das laufende Geschäftsjahr aus. Hier blickt das Management von Basler vor allem aufgrund des schwachen Auftragseingangsniveaus in Asien und den USA in den ersten drei Monaten zurückhaltend auf den Jahresverlauf und geht von einem Umsatzrückgang auf 235 bis 265 Millionen Euro aus. In Abhängigkeit von der erzielten Umsatzhöhe wird mit einer unter dem Vorjahr liegenden Vorsteuerrendite von 5 bis 8 Prozent gerechnet.

Ausblick enttäuscht die Anleger

Vor allem der schwache Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr hat die Anleger enttäuscht. Die im SDAX notierten Aktien brachen gestern in der Spitze um über 18 Prozent ein und beendeten den Handelstag mit einem Minus von 14,8 Prozent bei 23,00 Euro.

Damit summieren sich die Kursverluste im laufenden Jahr bereits auf 22 Prozent. Zum Vergleich: Der SDAX konnte 2023 bislang rund sieben Prozent zulegen.

In den heutigen Handelstag starten die Aktien nochmal schwächer und geben aktuell 1,5 Prozent auf 22,65 Euro nach.

Basler Aktie: Chart vom 31.03.2023, Kurs: 22,65 Euro, Kürzel: BSL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Basler Aktie: Chart vom 31.03.2023, Kurs: 22,65 Euro, Kürzel: BSL | Quelle: TWS 

Quelle:

EQS News: Basler meldet Geschäftszahlen für 2022 (29.2.2023); https://www.eqs-news.com/de/news/adhoc/basler-ag-basler-meldet-geschaeftszahlen-fuer-2022-unternehmen-bestaetigt-starkes-jahresergebnis-schlaegt-dividende-vor-und-gibt-verhaltenen-ausblick-fuer-2023/1785595

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