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Der Chemiekonzern BASF hat heute den Anlegern vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 präsentiert. Bereits im Vorfeld war darüber spekuliert worden, in welcher Größenordnung dabei die Tochter Wintershall Dea das Konzernergebnis belastet haben dürfte.

Wie sich nun zeigt, waren die Auswirkungen erheblich, denn aufgrund von nicht zahlungswirksamen Wertberichtigungen ist BASF 2022 beim Ergebnis nach Steuern tief in die roten Zahlen abgerutscht.

Die Anleger reagieren heute allerdings recht entspannt, da viele mit entsprechend hohen Abschreibungen bereits gerechnet hatten.

Umsatz im Plan – EBIT verfehlt Analystenschätzungen

Auf Basis vorläufiger und noch ungeprüfter Zahlen ist im Geschäftsjahr 2022 der Konzernumsatz von BASF gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent auf 87,3 Milliarden Euro gesteigert worden und liegt damit im Bereich der durchschnittlichen Analystenschätzungen sowie der von BASF in Aussicht gestellten Bandbreite von 86 bis 89 Milliarden Euro.

Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) dürfte vor Sondereinflüssen mit 6,878 Milliarden Euro zwar knapp 8 Prozent unter dem Vorjahreswert liegen, erreicht damit aber ebenfalls das Niveau der Analystenschätzungen und die vom Konzern erwartete Bandbreite von 6,8 bis 7,2 Milliarden Euro.

Nach Sondereinflüssen verfehlt das EBIT der BASF-Gruppe allerdings mit 6,548 Milliarden Euro den Analystenkonsens von 6,84 Milliarden Euro.

Ergebnis nach Steuern rutscht tief in den roten Bereich

Mit einem Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen der BASF-Gruppe von -1,376 Milliarden Euro wird allerdings der Vorjahreswert von 5,52 Milliarden Euro sowie die durchschnittlichen Analystenschätzungen von 4,768 Milliarden Euro deutlich verfehlt.

Schuld daran ist vor allem die  zahlungsunwirksame Wertberichtigung auf die Beteiligung Wintershall Dea AG in Höhe von 7,3 Milliarden Euro aufgrund der Entkonsolidierung der russischen Explorations- und Produktionsaktivitäten. Wintershall Dea plant außerdem für dieses Jahr einen vollständigen und geordneten Rückzug aus Russland.

BASF-Aktien geben nach starkem Jahresstart heute nach

Obwohl BASF im letzten Geschäftsjahr vor allem aufgrund des Rückzugs der Tochter Wintershall aus Russland unterm Strich einen dicken Fehlbetrag verbuchen musste, scheinen viele Aktionäre damit gerechnet zu haben.

Die im deutschen Leitindex DAX notierten BASF-Aktien, die heute mit einem Abschlag von 1,5 Prozent in den Handel gestartet sind, erholen sich von den anfänglichen Verlusten und liegen beim aktuellen Kurs von 52,72 Euro nur noch leicht mit 0,2 Prozent im Minus.

Das Kursplus im noch jungen Börsenjahr 2023 summiert sich damit bereits auf knapp 15 Prozent.

BASF-Aktie: Chart vom 18.01.2023, Kürzel BAS | Online Broker LYNX
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