Der Krieg in der Ukraine geht in seine zweite Woche und zwei Dinge sind inzwischen feststellbar: Zum einen hat Russland offensichtlich nicht mit einem annähernd so heftigen Widerstand seitens der Ukraine gerechnet, zum anderen auch nicht mit dem Zusammenhalt der westlichen Welt. Denn die rückt in ihrer Verurteilung der Aggression Russlands und im Bestreben, der Ukraine humanitär und militärisch zu helfen, so eng zusammen wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

Das zeigt sich an den aktuellen Lieferungen von Waffen und Gerät für die Ukraine zur Abwehr der russischen Streitkräfte, zu denen sich am Wochenende sogar Deutschland mit der kurzfristigen Bereitstellung von Panzerabwehrwaffen und Boden-Luft-Raketen bereit erklärt hat. 

Das zeigt sich aber vor allem an einer grundsätzlichen Änderung der deutschen Doktrin, was die Landesverteidigung und Rüstungsausgaben betrifft. Denn allein in diesem Jahr sollen zusätzlich bis zu 100 Milliarden Euro für „notwendige Investitionen und Rüstungsvorhaben“ bereitgestellt werden, teilte Kanzler Olaf Scholz gestern in seiner viel beachteten Rede mit. Zudem sollen zukünftig die schon länger von der NATO geforderten zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungsausgaben bereitgestellt werden.

Rüstungsaktien reagieren mit Kurssprung – HENSOLDT-Aktie legt über 50 Prozent zu

Während nach der kleinen Erholung vom letzten Freitag der Gesamtmarkt heute zum Start in die neue Handelswoche wieder kräftig unter Druck gerät, reagieren Rüstungsunternehmen mit – teils massiven – Kurssprüngen auf die Ankündigung der für dieses Jahr bereitgestellten milliardenschweren Rüstungsausgaben sowie der für die Zukunft angekündigten Einhaltung der 2-Prozent-Grenze beim Verteidigungshaushalt.

Die Aktien des Taufkirchner Rüstungskonzerns HENSOLDT, der aus dem ehemaligen Geschäftsbereich „Defence and Space“ von Airbus hervorgegangen ist, starten mit einer wahren Kursexplosion von anfänglich fast 90 Prozent bei 28 Euro in die neue Handelswoche und liegen aktuell mit 22,50 Euro immer noch rund 50 Prozent über dem Schlusskurs vom letzten Freitag.

JPMorgan stuft HENSOLDT hoch

Auf die massive Ausweitung der Verteidigungsausgaben und deren Auswirkungen auf das Geschäft von HENSOLDT haben heute bereits die ersten Analysten reagiert: Die Experten der US-Großbank JPMorgan heben ihre Einstufung für HENSOLDT von „Neutral“ auf „Overweight“ an und erhöhen das Kursziel für die Aktien kräftig von 15 auf 22,50 Euro.

HENSOLDT-Aktie: Chart vom 28.02.2022
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