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Wenig erfreuliche Nachrichten kommen heute von der Baumarktkette Hornbach: Angesichts der rasanten Preissteigerungen und den Herausforderungen in Bezug auf Inflation sowie Lieferkettenproblemen musste im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 ein deutlicher Ergebnisrückgang verbucht werden. Mit dem Ergebnis, dass das Konzern-Management auch seine Prognose für das Gesamtjahr nach unten korrigieren muss.

Quartalsumsatz steigt, Quartalsergebnis fällt zweistellig

Durchwachsen liefen die Geschäfte beim Betreiber der gleichnamigen Baumarktkette: Geprägt von einer „stabilen Nachfrage nach Bau- und Heimwerkerprodukten“ dürfte auf Basis noch vorläufiger und ungeprüfter Ergebnisse im ersten Quartal 2022/2023 der erzielte Nettoumsatz zwar um 8,1 Prozent auf 1,81 Milliarden Euro gestiegen sein. 

Allerdings wirken sich die stark gestiegenen Rohstoff-, Energie- und Transportkosten sowie die anhaltenden Probleme in den Lieferketten bereits negativ auf die Entwicklung des operativen Quartalsergebnisses vor Steuern und Zinsen (bereinigtes EBIT) aus, so dass es gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode um 12,3 Prozent auf 148,3 Millionen Euro zurückgeht.

Gewinnprognose für das Gesamtjahr sinkt

Diese makroökonomischen Aussichten, die bereits das Ergebnis im ersten Quartal beeinflusst haben, sind nach Ansicht des Hornbach-Managements 

in Bezug auf Inflation, Lieferketten und Produktpreise im zweiten Quartal weiter hervorgetreten und haben sich verfestigt, was die Prognose für den Rest des Jahres weiter erschwert.

Um diesen Faktoren gerecht zu werden und dem konservativen Prognosestil treu zu bleiben, passt der Hornbach-Vorstand deshalb seinen Gesamtjahresausblick an und korrigiert die Schätzung für das bereinigte EBIT. 

Ging der Vorstand bislang von einem leichten Rückgang gegenüber dem im Geschäftsjahr erreichten Rekord-EBIT von 362 Millionen Euro aus, dürfte sich das Minus nun eher im zweistelligen Prozentbereich bewegen. 

Keine Änderungen gibt es dagegen bei der Prognose für den Nettoumsatz.

Anleger ziehen die Reißleine – Hornbach-Aktien brechen ein

Die Anleger reagieren heute geschockt auf die Nachricht und werfen Hornbach-Aktien aus ihren Depots. Die im Nebenwerteindex SDAX gelisteten Papiere brechen direkt nach Handelsstart um mehr als 17 Prozent bis auf 92,20 Euro ein.

Im weiteren Tagesverlauf können sich die Papiere zwar wieder etwas erholen, liegen aber kurz vor Handelsschluss immer noch mit 16 Prozent im Minus bei 93,40 Euro und sind damit auch der mit Abstand schwächste SDAX-Wert. 

Durch den heutigen Kurseinbruch verschlechtert sich auch die Jahresperformance weiter, seit Jahresbeginn summieren sich die Kursverluste der Hornbach-Aktien bereits auf rund 30 Prozent.

Hornbach Chart
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