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Amgen ist einer der wenigen Biotech-Pioniere, der es in die Oberliga der Pharma-Konzerne geschafft hat. Der Bedarf an neuen Medikationen ist hoch und wird hoch bleiben … aber trotzdem ist auch eine Aktie wie Amgen keine Einbahnstraße. Hier droht jetzt ein Doppeltopp.

Umsatz und Gewinn fielen in den vergangenen vier Quartalen über den Erwartungen der Analysten aus. Allerdings wurde man mit diesen Prognosen auch defensiver. Denn auch, wenn der Umsatz in den vergangenen Jahren fast immer zulegte: Mit dem Gewinn pro Aktie geht seit 2018 nichts voran … und mit viel Potenzial nach oben rechnet man für das laufende Jahr ebenfalls nicht. Damit stellt sich natürlich die Frage, warum Amgen über das bisherige Rekordhoch, das Anfang 2021 bei knapp 277 US-Dollar erreicht wurde, hinauslaufen sollte.

Dass genau das in den vergangenen Monaten trotzdem und gleich zweimal versucht wurde, dürfte vor allem an der Suche der Investoren nach sogenannten „sicheren Häfen“ gelegen haben, also nach Aktien von Unternehmen, die weder durch die zunehmende geopolitische Eiszeit, die Inflation noch einen rückläufigen Konsum nennenswert beeinträchtigt werden. Aber grundsätzlich rechtfertigt der Mangel als Aktien, die eine Chance auf einen soliden Aufwärtstrend haben, nicht, dass die wenigen, die sich von der fundamentalen Lage her halten könnten, immer höher laufen. Und das sehen diejenigen so, die immer dann verkaufen, wenn Amgen aus ihrer Sicht hoch genug gelaufen ist, um Gewinne mitzunehmen.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Amgen Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Das ist jetzt in den letzten Monaten gleich zweimal passiert. Amgen war den Vorjahreshochs zweimal schon recht nahe gekommen und wurde jedes Mal ohne großes Federlesen nach unten abgewiesen. Dadurch ist jetzt eine charttechnische Schlüsselzone erreicht: Die Nackenlinie eines dadurch kurz vor der Vollendung stehenden Doppeltopps, die am Freitag bei 228 US-Dollar verlief (Gestern waren die US-Börsen feiertagsbedingt geschlossen) und die 200-Tage-Linie bei 227 US-Dollar. Es fehlt somit nicht mehr viel, dann könnten die „normalen“ Verkäufer von den Short-Sellern abgelöst werden.

Würde dieses Doppeltopp durch Schlusskurse unter 227 US-Dollar vollendet, würden bei 219 und 214 US-Dollar zwar bereits die nächsten, potenziellen Auffanglinien warten. Aber wenn die Käufer nach der Vollendung einer solchen Abwärtstrendwende-Formation erst einmal wegbleiben und das bärische Lager zugleich gezielt attackiert, wäre es zumindest im Bereich des Möglichen, dass die Amgen-Aktie dann auch in Richtung des rechnerischen Kursziels dieses Doppeltopps abrutscht. Und das läge mit 196 US-Dollar nahe des Tiefs, das der Kurs Anfang Dezember ausgebildet hatte. Diese Aktie auf der Long-Seite anzugehen, wenn dieses topp vollendet werden sollte, wäre also ziemlich gewagt.

Chart vom 17.06.2022, Kurs 234,72 US-Dollar, Kürzel AMGN | Online Broker LYNX

 

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