Der Versicherungskonzern Allianz hat gestern Abend mitgeteilt, dass das operative Ergebnis im zurückliegenden Geschäftsjahr um 24,6 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro gesteigert werden konnte. Der auf die Anteilseigner entfallende Jahresüberschuss nach Steuern ging wegen einer Rückstellung in Höhe von 3,7 Milliarden Euro allerdings im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zurück. Die Solvency-II-Kapitalisierungsquote liegt zum Jahresende bei 209 Prozent. Der Umsatz des Versicherungskonzerns legte 2021 um 5,7 Prozent auf 148,5 Milliarden Euro zu.

Dividende wird deutlich erhöht

Aufgrund der im letzten Jahr erzielten Ergebnisse schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, die Dividende um 12,5 Prozent von 9,60 Euro auf 10,80 Euro zu erhöhen. Beim aktuellen Kurs der Allianz-Aktien entspricht das einer Dividendenrendite von rund 4,8 Prozent.

Der Vorstand der Allianz will außerdem die Dividende im Rahmen der neu verordneten Dividendenpolitik jährlich um mindestens fünf Prozent steigern, dazu soll die Hälfte des auf die Anteilseigner entfallenden Jahresüberschuss ausgeschüttet werden.

Aktienrückkaufprogramm soll weiterlaufen

Bereits in den letzten Jahren hat die Allianz regelmäßig eigene Aktien zurückgekauft und will dies auch zukünftig weiter tun. Deshalb wurde für 2022 ein neues Aktienrückkaufprogramm für eigene Aktien der Gesellschaft im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro beschlossen. Die zurückgekauften Aktien sollen anschließend eingezogen werden, d.h. das Grundkapital der Gesellschaft verringert sich und damit erhöht sich der prozentuale Anteil der Anleger an der Allianz (und damit auch der Gewinnanteil).

Allianz stellt rund 3,7 Milliarden Euro für US-Hedgefonds zurück

Weiter teilt die Allianz heute mit, dass die Gesellschaft beschlossen hat, für das Jahr 2021 Rückstellungen in Höhe von 3,7 Milliarden Euro zu bilden, die den Jahresabschluss nach Steuern mit 2,8 Milliarden Euro belasten werden.

Die Rückstellungen werden im Zusammenhang mit dem anhängigen gerichtlichen und behördlichen Verfahren aufgrund der heftigen Kursverluste beim US-Hedgefonds „Structured Alpha“ gebildet, weshalb zahlreiche Anleger geklagt hatten. Die Allianz erwartet hier in Kürze den Abschluss von Vergleichen mit großen Investoren, von denen sich der Konzern „einen großen Schritt auf dem Weg zu einer Beendigung aller Verfahren“ verspricht.

Allianz-Aktie verliert zum Handelsstart

Ziemlich gut verlief der Start ins neue Börsenjahr, denn die im DAX gelisteten Allianz-Aktien konnten seit Jahresbeginn rund sieben Prozent zulegen und sich damit auch ein Stück vom schwachen Gesamtmarkt abkoppeln.

Nachdem die Papiere am gestrigen Handelstag 1,3 Prozent schwächer bei 222,50 Euro aus dem Handel gingen, drückt heute vor allem der hohe Rückstellungsbedarf in den USA und deren Auswirkung auf das Konzernergebnis auf die Laune der Anlegern und Allianz-Aktien geben zum Handelsstart leicht um rund 1,5 Prozent auf 219,30 Euro nach.

Allianz-Aktie: Chart vom 18.02.2022
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