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Was wiegt schwerer: Die Sorge, dass die Verbraucher durch enger geschnallte Gürtel das Geschäft der Allianz bremsen oder die immensen Werte und die solide Dividende, die diese Aktie normalerweise stabilisieren? Das Chartbild sagt: Das wird sich jetzt bald entscheiden!

Das ist schon ein seltsames Chartbild. Wenn Sie sich mal die dick schwarz gezeichnete 200-Tage-Linie ansehen, die mittel- und langfristigen Anlegern oft als Scheidemarke zwischen bullisch und bärisch dient und gemeinhin den Trend als Leitstrahl führt, sehen Sie: Diese Linie läuft waagerecht. Und das nicht erst seit Kurzem, sondern seit vergangenem Herbst. Ob nach oben oder nach unten, es kam immer wieder zu Ausbrüchen, aber immer wurden sie wieder abgefangen. So etwas wie einen Trend kann die Allianz-Aktie nicht bieten. Wo klemmt es?

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Expertenmeinung: Die Versicherer insgesamt bewegen sich derzeit ein wenig zwischen Baum und Borke. Einerseits hofft man darauf, dass Umsatz und Gewinn auch in diesem kritischen Umfeld einigermaßen stabil bleiben. Andererseits fürchten viele aber, dass das nicht hinhauen wird. Aber warum verkaufen, solange die Bilanzzahlen noch recht solide daherkommen? Und warum kaufen, wenn man mit Wachstum dennoch nicht rechnen könnte und, das dürfte schwer wiegen, die nächste, üppige Dividendenzahlung erst im nächsten Mai ansteht? Warum also sollte man diese Aktie überhaupt zur Kenntnis nehmen, wenn da ohnehin kaum etwas vor oder zurück geht?

Weil diese Impulse der vergangenen Monate allemal für einen Trade ausreichen, was deren Reichweite angeht. Dass die Allianz insgesamt mittelfristig momentan nirgendwohin läuft und das auch noch Monate so weitergehen kann … aber nie muss … hindert agile Trader natürlich nicht daran, um die zehn Prozent Kurspotenzial mit einem schnellen, ggf. gehebelten Trade zu nutzen. Und dass ein solcher Impuls jetzt nahe ist, darf man mit Blick auf die aktuelle Dreiecksformation vermuten, in deren Spitze die Aktie jetzt hineingelaufen ist.

Sie sehen, dass der Kurs unterhalb der 200-Tage-Linie von oben bei 201 Euro durch eine kurzfristige, mit der 20-Tage-Linie zusammenfallende Abwärtstrendlinie gebremst wird; auf der Unterseite stützt eine am März-Tief entspringende Aufwärtstrendlinie. Diese beiden Linien verhindern bislang einen neuen Impuls. Sollte die Aktie nach oben hinausgehen, wäre sie zwar erst „frei“, wenn auch der Break über die bei 206,50 Euro seitwärts laufende 200-Tage-Linie gelungen wäre. Aber darüber dann würde sich einiges an Kurspotenzial eröffnen, das April-Hoch bei 224,75 Euro wäre dann das nächste, aber nicht zwingend ultimative Ziel aus charttechnischer Sicht. Auf der Unterseite könnte der Bruch der bei 195,50 Euro gelegenen Aufwärtstrendlinie über den möglichen Support des Mai-Tiefs bei 191,18 Euro hinaus einen Test des bisherigen Jahrestiefs bei 178,30 Euro nach sich ziehen.

„Begründen“ ließen sich beide Impulse aus fundamentaler Sicht. Und da dieses Dreieck mittlerweile zu eng ist, um die Aktie noch lange zu halten, sollten kurzfristige Trader diese momentan so lahm wirkende Allianz auf jeden Fall im Auge behalten.

Allianz-Aktie: Chart vom 27.05.2022, Kurs 200,20 Euro, Kürzel ALV | Online Broker LYNX
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