Scout24 hat einen brachialen Abverkauf hinter sich. Innerhalb kürzester Zeit ist die Aktie von 72 auf 58 Euro abgerauscht.
Inzwischen ist man näher am Crash-Tief des Vorjahres als am zwischenzeitlichen Hoch.

Grund genug, um die Lage zu sondieren.

Chart vom 11.10.2021 Kurs: 58 Kürzel: G24 - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 11.10.2021 Kurs: 58 Kürzel: G24 – Tageskerzen

Tatsächlich ist die Sache aus technischer Sicht nicht uninteressant. Scout 24 ist am unteren Ende des Abwärtstrendkanals angekommen.
Daher besteht die berechtigte Hoffnung auf eine Gegenbewegung.

Wahrscheinlich ist es aber ratsam, erste positive Signale abzuwarten. Gelingt ein Anstieg über 60,30 Euro, könnte das der Startschuss für eine Erholung sein.
Die nächstgelegenen Kursziele liegen bei 62,00 sowie 64,00 – 64,70 Euro.

Über 65,00 Euro wäre der Weg in Richtung 68,00 Euro frei.

Durchbricht die Aktie allerdings die untere Trendkanalbegrenzung, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

Große Gelegenheit?

Soweit zur technischen Einschätzung und den möglichen Trading-Szenarien. Aber ist die Aktie auch für Investoren interessant?

Tatsächlich ist die Einschätzung von Scout24 nicht trivial. Durch den Verkauf von Autoscout sind die Zahlen nicht vergleichbar und die Gesamtsituation hat sich vollkommen verändert, schließlich entfiel auf die Autoscout ein erheblicher Teil der Geschäftstätigkeit.

Für die ehemalige Tochter hat man 2019 rund 2,9 Mrd. Euro eingestrichen, was aktuell rund 60% des Börsenwerts entspricht.
Mit den Mitteln hat man die Schulden getilgt, eigene Aktien gekauft und eine ordentliche Dividende ausgeschüttet.

Das Kerngeschäft des Unternehmens, Immobilienscout24, hat sich zuletzt gut entwickelt. Im vergangenen Jahr konnte man den Umsatz und den Gewinn aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit trotz Corona leicht steigern.

Im ersten Halbjahr 2021 verzeichnete man dann wieder dynamisches Wachstum. Der Umsatz kletterte um 9,7% auf 189,7 Mio. Euro.
Das Ergebnis legte um 13,6% auf 0,50 Euro je Aktie zu.

Für das Gesamtjahr wird ein Ergebnis von 1,30 Euro je Aktie erwartet. Der Gewinn von Immobilienscout ist inzwischen also fast so hoch, wie der des Gesamtkonzerns vor dem Verkauf von Autoscout.

Seitdem hat man die Zahl der ausstehenden Aktien allerdings von 108 auf 92 Millionen Stück reduziert.
Darüber hinaus hat man heute rund 600 Mio. Euro weniger Schulden und rund 600 Mio. Euro mehr Cash.
Daraus lässt sich, wenn man es relativ betrachtet, ein Kursziel von 25% ableiten.

Allerdings vorausgesetzt, man gesteht dem Unternehmen die hohen Multiples der letzten Jahre und des Autoscout-Verkaufs zu.
Das KGVe ist mit 44 auch jetzt noch ambitioniert.

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