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Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich weiter auf: Der vom ifo-Institut monatlich berechnete ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Januar erwartungsgemäß auf 90,2 Punkte, nachdem im Dezember noch 88,6 Punkte gemessen wurden. Während der Geschäftserwartungsindex mit einem Anstieg auf 86,4 Punkte über den Erwartungen (85 Punkte) lag, enttäuschte der Index der aktuellen Lageeinschätzung mit einem Rückgang auf 94,1 Punkte (Prognose: 95 Punkte).

Trotz der etwas verbesserten wirtschaftlichen Einschätzung rutschte der DAX am Vormittag mit seinem Tagestief von bislang 14.967 Punkte wieder unter die psychologisch wichtige 15.000er-Marke, die er aber im weiteren Handelsverlauf wieder zurückerobern kann. Am späten Nachmittag liegt der DAX mit 15.043 Punkten noch 0,4 Prozent im Minus.

Mit Kursverlusten starten heute auch die wichtigsten US-Indizes in den Handel: Der Dow Jones verliert aktuell 0,7 Prozent auf 33.497 Punkte, der breiter gefasste S&P 500 gibt ein Prozent auf 3.975 Zähler nach und an der US-Technologiebörse startet der Nasdaq100 mit Verlusten von 1,6 Prozent bei 11.651 Punkten.

Von Unternehmensseite sorgen heute u. a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Aixtron: Abstufung durch Deutsche Bank belastet

Kräftig unter Druck geraten heute die Aktien des Hightech-Maschinenbauers Aixtron, nachdem die Experten von Deutsche Bank Research die Papiere „aus Bewertungsgründen“ von „Buy“ auf „Hold“ zurückgestuft und das Kursziel mit 33 Euro bestätigt haben. 

Nach Ansicht von Analyst Michael Kuhn „scheine das denkbar ideale Szenario“ im Aktienkurs von Aixtron eingepreist zu sein, weshalb seiner Meinung nach „das Aufwärtspotenzial daher begrenzt sei“ und „vom Kurs gegenwärtig reflektiert werde“.

Die Anleger nehmen heute Gewinne mit und Aktien von Aixtron brechen als aktuell schwächster MDAX-Wert 8,7 Prozent auf 28,47 Euro ein.

Aixtron-Aktie: Chart vom 25.01.2023, Kürzel AIXA | Online Broker LYNX

Microsoft verfehlt Umsatzerwartung

Gestern nach US-Börsenschluss hat der Softwarekonzern Microsoft seine – nicht zuletzt wegen der milliardenschweren Beteiligung an OpenAI und der angekündigten Entlassung von bis zu 10.000 Mitarbeitern – mit Spannung erwarteten Zahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt. Und die fielen in Summe relativ gemischt aus, was sich anschließend auch am Kursverlauf der Microsoft-Aktien ablesen ließ.

Beim Umsatz lag Microsoft im zweiten Quartal mit 52,75 Milliarden US-Dollar unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen von 53,1 Milliarden US-Dollar. Das Umsatzwachstum fiel mit rund zwei Prozente so schwach aus, wie seit Jahren nicht mehr. Dagegen konnten die Erwartungen beim Ergebnis pro Aktie (EPS) mit 2,32 US-Dollar leicht übertroffen werden (Konsensschätzung: 2,30 US-Dollar pro Aktie).

Für Enttäuschung sorgten allerdings Aussagen zu den mittelfristigen Wachstumsaussichten, hier müssen sich Aktionäre auf schwierigere Zeiten einstellen.

In der ersten Reaktion sprangen die Aktien von Microsoft nach der Vorlage der Zahlen nachbörslich um rund fünf Prozent nach oben. Danach drehten die Aktien aber ins Minus und starten heute an der US-Börse mit einem Verlust von X Prozent bei X US-Dollar.

ASML mit Umsatzsprung im vierten Quartal

Mit einem Umsatzsprung von rund 28 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro hat der Anlagenbauer für die Chipindustrie ASML das letzte Quartal des Geschäftsjahres 2022 abgeschlossen und damit der insgesamt schwachen Gesamtmarktlage getrotzt.

Der Nettogewinn lag im Schlussquartal mit 1,8 Milliarden Euro in etwa auf Vorjahresniveau (1,77 Milliarden Euro) und übertraf damit die durchschnittliche Markterwartung von 1,71 Milliarden Euro.

Im gesamten Jahr 2022 konnte ASML den Konzernumsatz um knapp 14 Prozent auf 21,2 Milliarden Euro steigern, der Gewinn ging dagegen leicht um 4,4 Prozent auf 5,62 Milliarden Euro zurück. 

Anlegern will ASML für das letzte Geschäftsjahr eine auf 5,80 Euro erhöhte Dividende zahlen.

Aktien von ASML geben aktuell 2,3 Prozent auf 601,70 Euro nach.

Aroundtown: Doppelte Herabstufung belastet

Gleich um zwei Stufen von „Buy“ auf „Sell“ hat heute Analyst Ben Richford von der französischen Großbank Societe Generale die Aktien des Immobilienkonzerns Aroundtown herabgestuft und schätzen dabei vor allem die erste Jahreshälfte 2023 düster ein. Seiner Meinung nach gehört Aroundtown zu den Unternehmen, „um die man sich qualitativ weiterhin Sorgen machen müsse“.

An den im MDAX notierten Aroundtown-Aktien geht das natürlich nicht spurlos vorbei, die Papiere brechen um 5,6 Prozent auf 2,59 Euro ein. 

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