Schaut man sich die Aktienkursentwicklung des Flugzeugbauers Airbus am gestrigen Handelstages an, dann passt die wichtigste Meldung des Tages auf den ersten Blick gar nicht dazu. 

Mit einem Tagesplus von 4,6 Prozent waren Airbus-Aktien gestern der mit Abstand stärkste Wert im deutschen Leitindex DAX, obwohl Airbus gestern bekannt gab, dass der Flugzeugbauer von Qatar Airways, und damit von einen seiner wichtigsten Kunden, verklagt wurde. Nach Angabe von Qatar Airways seien:

alle Versuche gescheitert, mit Airbus eine konstruktive Lösung im Zusammenhang mit dem beschleunigten Oberflächenverschleiß der Airbus A350-Flugzeuge zu erreichen,

weshalb man nun wegen der Probleme mit der A350 Klage bei der Abteilung für Technologie und Bauwesen des High Court in London eingereicht habe, um den Streit auf rechtlichem Wege rasch zu beenden.

Bei den Problemen handelt es sich um Mängel an der Oberflächenbeschichtung der Maschinen, konkret um Risse im Lack oder einem metallischen Gewebe zwischen Rumpf und der Außenlackierung, das vor Blitzeinschlag schützen soll. Qatar Airways hat deswegen bereits einige Maschinen außer Betrieb gesetzt und außerdem die Abnahme weiterer bestellter Jets vorerst gestoppt.

Insgesamt besitzt Qatar Airways 53 Flugzeuge vom Typ A350 und hat erst kürzlich 35 weitere Maschinen bei Airbus bestellt.

Airbus-Aktien zeigen sich unbeeindruckt

Völlig unbeeindruckt von der Meldung präsentierten sich am gestrigen Handelstag Airbus-Aktien, ganz im Gegenteil: Die Anleger griffen kräftig zu und die Papiere kletterten um 4,6 Prozent auf 106,74 Euro

Experten erklärten das damit, dass zum einen mit einer solchen Klage zu rechnen war, da der Streit zwischen den beiden Parteien nun schon länger als ein Jahr dauert. Zum anderen waren Airbus-Aktien zuletzt wegen der neuen Virus-Variante und damit verbundenen Befürchtungen über neue Einschränkungen im Flugverkehr deutlich zurückgefallen und viele Anleger griffen jetzt auf dem reduzierten Kursniveau langsam wieder zu.

In den neuen Handelstag dürften die Aktien erneut freundlich starten, die vorbörsliche Indikation liegt aktuell im Bereich 106,60/106,80 Euro.

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