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Die Vorgaben aus den USA waren heute alles andere als gut, die US-Börsen gaben letzten Freitag besonders in der zweiten Tageshälfte kräftig nach. Der Dow Jones brach bis zum Handelsschluss um 939 Punkte bzw. 2,8 Prozent auf 33.977 Zähler ein, der Technologieindex Nasdaq100 sogar um 4,4 Prozent auf 12.865 Punkte.  

Zu den bekannten Belastungsfaktoren aus Ukraine-Konflikt, Zinsängsten und explodierender Inflationsraten kamen letzte Woche noch schwache Quartalszahlen von Schwergewichten wie Amazon, Intel oder Alphabet dazu.

Entsprechend schwach startete heute der deutsche Leitindex DAX in die neue Handelswoche und rutschte nach Handelsbeginn bis auf 13.809 Punkte ab. Im weiteren Handelsverlauf konnte sich das deutsche Leitbarometer aber etwas vom Tagestief erholen und liegt am Nachmittag noch mit 0,8 Prozent bzw. 114 Zählern im Minus bei 13.980 Punkten.

Nach dem Abverkauf Ende letzter Woche starten die US-Börsen heute mit leichten Gewinnen in den Handel. Der Dow Jones legt in der ersten Stunde 0,2 Prozent auf 33.031 Punkte zu, der breiter gefasste S&P 500 gewinnt ebenfalls 0,2 Prozent auf 4.139 Punkte und an der Technologiebörse steigt der Nasdaq100 einen halben Prozentpunkt auf 12.919 Punkte.

Von Unternehmensseite sorgen heute u.a. die folgenden Nachrichten für Bewegung bei Einzelwerten:

Adler Group stürzen nach Testatsverweigerung durch KPMG ab

Mit einem Kurssturz starten heute die Aktien der Immobiliengesellschaft Adler Group in die neue Handelswoche. Auslöser war die Ankündigung der Wirtschaftsprüfer von KPMG, nach Beendigung der Abschlussprüfung dem Jahresabschluss 2021 einen Versagungsvermerk zu erteilen, d.h. es gibt kein Testat. KPMG sei nach eigenen Angaben „nicht in der Lage, ein Prüfungsurteil abzugeben“.

Die Adler Group hat am Wochenende dann dennoch ihren Bericht für 2021 vorgelegt, um ihre Berichtspflichten zu erfüllen. Herausgekommen ist – vor allem wegen hoher Abschreibungen – ein Verlust von rund 1,2 Milliarden Euro, nachdem im Jahr zuvor noch 191 Millionen Euro Gewinn erzielt wurden.

Die Anleger reagieren geschockt und ziehen heute die Reißleine. Die im SDAX gelisteten Aktien brechen bereits zum Handelsstart um über 40 Prozent ein und können sich davon auch im Handelsverlauf nicht erholen. Kurz vor Handelsschluss liegen die Papiere noch mit 39 Prozent bei 4,40 Euro im Minus.

Sixt Opfer von Hacker-Attacke

Der Autovermieter Sixt hat am Wochenende mitgeteilt, letzten Freitag Opfer einer Cyber-Attacke geworden zu sein. Weiter teilt Sixt mit, dass man frühzeitig reagieren und damit auch mögliche Schäden eindämmen konnte. Kurzfristig sei es zu „vorübergehenden Beeinträchtigungen gekommen“, aktuell laufen aber nach Unternehmensangaben die zentralen Systeme sowie Website und App wieder. 

Die im MDAX gelisteten Sixt-Aktien verlieren heute 1,8 Prozent auf 122,20 Euro.

TUI: Buchungen ziehen weiter an

Der weltgrößte Touristik-Konzern TUI spürt eine weitere Belebung des Buchungsverhaltens seiner Kunden. Wie der TUI-Chef seinen Mitarbeitern mitgeteilt haben soll, seien in den letzten vier Wochen rund 1,3 Millionen neue Kunden hinzugekommen und TUI dürfte per Ende März über den bislang erwarteten 8,9 Millionen Gästen liegen.

Der Buchungsbestand für den Sommer 2022 soll bereits wieder rund 80 Prozent des Vor-Corona-Niveaus erreichen und die Preise rund 20 Prozent höher ausfallen.

TUI-Aktien profitieren davon heute zum Wochenstart allerdings nicht und geben bis zum Handelsstart um zwei Prozent auf 2,68 Euro nach.

Intel macht weniger Umsatz als erwartet

Quartalszahlen hat letzten Freitag der weltgrößte Chiphersteller Intel veröffentlicht und für Enttäuschung bei den Anlegern gesorgt. 

Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal ging bei Intel der Umsatz von Januar bis März 2022 um ca. sieben Prozent auf 18,4 Milliarden US-Dollar zurück. Dabei litt das Geschäft vom schwächeren Notebook-Geschäft, hier rutschte der Umsatz um 14 Prozent ab. Für das aktuell laufende Quartal erwartet Intel nun 18 Milliarden US-Dollar Umsatz und enttäuscht damit ebenfalls die Analysten.

Die Zahlen kamen bei den Anlegern nicht gut an, Intel-Aktien verloren letzten Freitag an der US-Börse knapp sieben Prozent auf 43,59 US-Dollar. Zum Handelsstart können sie sich davon leicht erholen und legen aktuell 0,7 Prozent auf 43,89 US-Dollar zu.

TeamViewer hat neuen CCO

Der Anbieter für Remote-Lösungen und die Digitalisierung von Arbeitsprozessen TeamViewer hat ab Mitte Juli 2022 einen neuen Chief Commercial Officer (CCO). Dann soll Peter Turner, zuletzt als CCO bei Avast in dieser Funktion tätig, die Vermarktungsstrategie von TeamViewer weiterentwickeln und das Kerngeschäft stärken.

TeamViewer-Aktien hilft die Personalie heute wenig, die im MDAX gelisteten Papiere rutschen weitere 0,3 Prozent auf 11,30 Euro ab und haben damit alleine in den letzten 12 Monaten rund 70 Prozent an Wert verloren.

TeamViewer Aktie: Chart vom 02.05.2022
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