Keine Zeit zum Durchatmen bleibt aktuell den Aktionären des Immobilienkonzerns Adler Group

Die Turbulenzen begannen bereits im Oktober letzten Jahres, als der Shortseller Fraser Perring dem Konzern Betrug vorwarf und die Aktien der Adler Group daraufhin um mehr als 40 Prozent einbrachen und Anfang Dezember bei 8,59 Euro ihr Jahrestief markierten, nachdem sie Mitte Juni 2021 noch zu Kursen über 27 Euro den Besitzer wechselten. Vom Kurseinbruch Ende des Jahres konnten sich die Papiere nicht wirklich erholen, das Jahr beendeten die Papiere mit 10,90 Euro – damit mussten Anleger im letzten Jahre Kursverluste von über 60 Prozent verbuchen.

Etwas mehr Hoffnung verhieß zunächst der Start ins neue Jahr, denn Ende letzten Jahres bestätigte Adler die Gesamtjahresprognose und das Management sah sich auf einem guten Weg, um auch „in den kommenden Quartalen nachhaltigen Wert für alle Stakeholder zu schaffen“.

Zudem beauftragte das Management eine forensische Sonderuntersuchung, um auch die Vorwürfe von Fraser Perring zu entkräften und wieder Vertrauen bei den Anlegern zurückzugewinnen. Entsprechend freundlich starteten auch die Aktien von Adler ins neue Börsenjahr, da zahlreiche Anleger auf einen erfolgreichen Turnaround spekulierten und auf dem ermäßigten Kursniveau zugriffen. Bis auf 12,37 Euro und damit gut 13 Prozent konnten die Papiere innerhalb der ersten drei Handelswochen zulegen.

Adler Group verschiebt Jahresabschluss

Die Erholung endete aber Ende letzter Woche ziemlich abrupt, als die Adler Group bekannt gab, dass der Immobilienkonzern die Veröffentlichung seines Jahresabschlusses verschieben muss. Als Grund gab Adler die laufende Sonderuntersuchung zu den Vorwürfen von Fraser Perring an, die wohl nicht vor dem zweiten Quartal abgeschlossen sein wird. Die Ergebnisse aus dieser Sonderprüfung sind aber nach Unternehmensangaben Voraussetzung für die Abschlussprüfer von KPMG, damit diese ihr Testat vergeben können. 

Aktien der Adler Group brechen erneut zweistellig ein

Damit kehrt die Unsicherheit wieder in die Adler-Aktien zurück und die Anleger – die zuletzt auf eine Verbesserung der Lage spekuliert hatten – ziehen die Reißleine. 

Die im SDAX gelisteten Aktien der Adler Group brachen letzten Freitag um über elf Prozent auf 9,88 Euro ein, im Tief fielen die Papiere sogar kurzzeitig bis auf 8,65 Euro. Damit sind alle seit Jahresbeginn erzielten Kursgewinne dahin und die Aktien fallen sogar unter den Schlussstand des letzten Börsenjahres. Und solange die Sonderuntersuchung läuft und auch kein uneingeschränktes Testat durch die Wirtschaftsprüfer erteilt wird, dürfte die Aktie auch weiter unter Druck stehen und die Anleger einen Bogen um die Papiere mache.

Entsprechend schwach präsentieren sich die Papiere auch zum Start in die neue Handelswoche und verlieren vorbörslich weitere zwei Prozent auf 9,65 Euro. 

Adler Group Aktie: Chart vom 31.01.2022

 

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