Wie kann man in US-Dividenden-Stars investieren?

Die US-Dividenden-Aristokraten in einem ETF vereint

Anleger, die in den US-Aktienmarkt mittels einer speziellen Dividendenstrategie investieren wollen, könnten im vorliegenden ETF – dem SPDR S&P US Dividend Aristocrats ETF – ein hervorragend diversifiziertes Instrument finden.

Der vorgestellte ETF verfolgt als Anlageziel, den Referenzindex S&P US Dividend Aristocrats möglichst exakt abzubilden. Der Index ist als Sammelbecken hochrentabler US-Aktienwerte mit den höchsten Dividendenrenditen zu verstehen, deren Dividenden in den letzten 20 aufeinander folgenden Jahren nur gestiegen sind.

Referenzindex beinhaltet die Créme de la Créme der US-Dividendenaktien

Der vorliegende ETF bezieht sich zwar zu 100 Prozent auf US-Werte, jedoch gelten die im Referenzindex enthaltenen Einzelwerte zu einem hohen Anteil als global breit aufgestellt. Unter den Werten finden sich viele Aktiengesellschaften, die auch im Dow Jones, S&P100 oder S&P500 zu finden sind. AT&T, IBM, Exxon Mobil, Coca-Cola, Procter & Gamble, Colgate-Palmolive, Wal-Mart Stores, Johnson & Johnson oder McDonald´s gehören zum Beispiel dazu. Man kann die Aktienauswahl also auch als Crème de la Crème des US-Aktienmarktes bezeichnen.

Details zum Referenzindex – Dividenden in den letzten 20 Jahren nur gestiegen

Der Referenzindex S&P High Yield Dividend Aristocrats wurde konzipiert, um die Performance von besonderen Dividenden-Aktien des S&P Composite 1500 abzubilden. Die aktuell im Referenzindex enthaltenen 106 Aktiengesellschaften weisen nicht nur eine durchweg hohe Dividendenrendite auf. Das besondere Merkmal des Referenzindex ist es, nur Aktien auszuwählen, deren Dividenden in den letzten 20 aufeinander folgenden Jahren gestiegen sind.

Der Referenzindex umfasst nur Aktiengesellschaften mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 2 Mrd. US-Dollar, deren Aktien mindestens ein durchschnittliches tägliches Handelsvolumen von 5 Mio. US-Dollar aufweisen können. Dies ist ein Merkmal für höchste Liquiditätsansprüche.

Die jeweiligen Einzelwerte sind mit einer Einzelgewichtung von 4,00 Prozent gedeckelt. Der S&P High Yield Dividend Aristocrats wird quartalsweise auf seine Zusammensetzung hin überprüft und in Echtzeit in US-Dollar, Euro oder kanadischen Dollar berechnet. Er wurde am 09. November 2005 erstmals berechnet.

Der Referenzindex hatte zum Jahresabschluss 2017 eine Gesamtmarktkapitalisierung in Höhe von rund 4,865 Billionen US-Dollar. Dies entspricht in etwa einem Viertel der US-Staatsverschuldung. (Daten gemäß S&P Indices vom 29.12.2017)

Die größten Positionen und wichtigsten Sektoren

Die größten Positionen sind Tanger Factory Outlet Centers mit 2,20 Prozent, AT&T mit 2,12 Prozent, Target mit 2,03 Prozent, IBM mit 1,76 Prozent und National Retail Properties mit 1,75 Prozent. Diese Top-5-Positionen haben gerade einmal eine Gewichtung von 9,26 Prozent. Man kann in diesem hier vorliegenden Fall also durchaus von einer sehr breiten Diversifikation sprechen.

Die restlichen 90,74 Prozent verteilen sich auf die weiteren 101 Einzelwerte des ETFs. Die wichtigsten Sektoren sind mit rund 16 Prozent der Bereich Konsumgüter, mit rund 15 Prozent der Bereich Industrie, mit ebenfalls rund 15 Prozent der Bereich Finanzwerte und mit rund 12 Prozent der Bereich Gebrauchsgüter. (Daten gemäß State Street Global Advisors-SPDR vom 29. Januar 2018)

Details des ETFs

Der ETF wurde am 14. Oktober 2011 aufgelegt und ist via Börsenplatz LSE (London Stock Exchange) in US-Dollar (USD) handelbar. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt nur 0,35 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist ausschüttend. Der ETF schüttet bis zu viermal im Jahr aus.

Die Abbildung des Referenzindex erfolgt mit der vollständig physischen Replikationsmethode. Zum Zeitpunkt des 29. Januar 2018 lag das gesamte Fondsvermögen bei rund 2,491 Mrd. US-Dollar.

Rückblick

Auf Sicht der letzten fünf Jahre liegt der Referenzindex mit 100,17 Prozent im Plus. Der ETF brachte es im Vergleichszeitraum auf 100,16 Prozent. Seit seiner Auflegung am 14. Oktober 2011 konnte der ETF ein Plus von insgesamt 133,50 Prozent erzielen, der Referenzindex 133,02 Prozent.

Im Jahr 2017 konnte der Referenzindex mit einer Performance von 15,41 Prozent überzeugen, der ETF erreichte 15,54 Prozent. Die jeweilige Differenz zwischen den Referenzindex und dem ETF ist sehr gering und in erster Linie auf Gebühren und Transaktionskosten zurückzuführen.

Expertenmeinung

Seit Jahrzehnten tragen insbesondere Dividenden dazu bei, ganze Portfolios mit einer zusätzlichen Renditekomponente auszustatten. Gerade bei hoch rentablen Dividendenaktien kann man recht schnell erkennen, welche enorme Wirkung Dividenden in einem nachhaltig und langfristig konzipierten Depot haben. Ähnlich der Effekte von Zins und Zinseszins können die Dividenden bei Wiederanlage erheblich zu einer höheren Rendite beitragen. Berechnungen des Indexanbieters S&P beweisen, wie wichtig Dividenden sind.

Seit 1926 haben allein Dividenden ein Drittel zur Gesamtrendite des US-Aktienmarktes beigetragen. Die Historie gibt dieser Anlagestrategie somit genügend positives Feedback mit auf den weiteren Weg.

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Mögliches Setup

 Wie kann man in US-Dividenden-Stars investieren? | SPDR S&P US Dividend Aristocrats ETF

Käufe von Dividenden-ETFs sollten mit einem langfristigen Anlagehorizont ausgestattet sein, denn Dividenden-Strategien entfalten ihr volles Renditepotenzial in der Langfristanlage.

Unter einem langfristigen Anlagehorizont sind dabei drei bis fünf oder mehr Jahre zu verstehen. Käufe könnten im Idealfall in einer Korrektur- oder Konsolidierungsbewegung erfolgen. Hier wäre zum Beispiel ein Kauf bei 50,55 USD auf dem Kursniveau von Ende November 2017 möglich.

Diese Position könnte bei 48,55 USD abgesichert werden, um etwaige Verluste zu begrenzen, da in diesem Bereich ist ein Verlaufstief am 27. September 2017 zu registrieren ist. Das Ziel könnte 57,98 USD sein. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem rein indikativen Setup bei 3.76.

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Welche ETF-Investments gibt es?

Welche ETFs, ETCs oder ETNs man auswählt, bleibt am Ende reine Geschmackssache. Wer diese bereits in seinem Depot hat, der achtet vielleicht auch auf eine Diversifikation in Bezug auf den Emittenten. ETCs und ETNs sind im Vergleich zu ETFs Inhaberschuldverschreibungen. Ein Totalausfall seitens des Emittenten ist zumindest möglich. Anleger achten auf die Struktur der ETCs und ETNs. Alternative Produkte können teils erhebliche Unterschiede in der Gestaltung des Produkts aufweisen.

Hinweis: SPDR-ETFs sind der US-Gesellschaft State Street Global Advisors zuzuordnen, die die Investmentgesellschaft der State Street Corporation mit Sitz in Boston (USA) ist. SPDR hat im Jahr 1993 den ersten ETF lanciert. Mit dem Stichtag des 31. Dezember 2016 kann State Street auf Assets under Management (AUM) in Höhe von 2,46 Billionen US-Dollar verweisen.

 

 

 

 

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