Von einem steigenden Erdgaspreis profitieren

Der vorgestellte ETC bietet Investoren die Möglichkeit, an steigenden Notierungen von länger laufenden Erdgas-Terminkontrakten zu partizipieren. Denn steigen die Notierungen der Erdgas-Futures, so steigt auch der Kurs des Referenzindex des ETCs, welcher zu 100 Prozent aus Erdgaskontrakten zusammengesetzt ist.

Der ETC selbst ist durch Swaps gedeckt. Die Zahlungsverpflichtungen der Swap-Kontrahenten gegenüber dem Emittenten ETF Securities sind somit besichert, werden täglich zum Marktwert bewertet und auf getrennten Konten des Sicherheitenverwalter BNY Mellon hinterlegt. Aktuell weist das Produkt sogar eine Übersicherungen von 4,20 Prozent im Vergleich zum Asset under Management Volumen auf. Die Top-Positionen der Sicherheiten bestehen unter anderem aus französischen, japanischen, australischen, britischen, kanadischen, US-amerikanischen und deutschen Staatsanleihen und Bundeschatzanweisungen mit den besten Bonitätsnoten.

ETC auf Erdgas – eine Alternative zu Aktien und Futures

Wenn man auf einen steigenden Erdgaspreis spekulieren kann, kann man mit Futures handeln. Der Handel mit Futures ist allerdings nicht für jeden geeignet. Zudem muss man ständig den Markt beobachten, um nicht mit seinen Positionen in eine mögliche finanzielle Schieflage zu geraten. Indirekte Investments wie zum Beispiel der Kauf von Unternehmensanteilen von im Erdgassektor tätigen Konzernen wären eine weitere Option, um von steigenden Erdgaspreisen zu profitieren. Der bequeme, kosten- und nervenschonendere Weg ist aber wohl der Kauf eines ETC. Die Erdgas-Future-Kontrakte werden via ETC quasi gebündelt und für jede interessierte Privatperson leicht zugänglich gemacht.

ETCs nicht mit ETFs verwechseln

Ein „ETC“ beziehungsweise ein „Exchange Traded Commodity“ ist von seiner rechtlichen Form nicht mit einem ETF (Exchange Traded Fund) gleichzusetzen. Folglich stellt der ETC kein Sondervermögen dar, sondern ist der Gruppe der Inhaberschuldverschreibungen zuzuordnen. Im vorgestellten Produkt verbriefen diese Inhaberschuldverschreibungen die im Referenzindex zugrundeliegenden Erdgas-Future-Kontrakte.

ETCs wie Aktien fortlaufend handelbar

ETCs können wie Aktien oder andere Wertpapiere an der Börse und teils auch außerbörslich gehandelt werden. Der Emittent stellt zudem fortlaufend Kurse. Im vorgestellten ETC ist der Emittent die „ETFS Commodity Securities Limited“ mit Sitz in Jersey und die zuständige Aufsichtsbehörde die in London ansässige FCA – Financial Conduct Authority. Unter anderem arbeitet die ETF Securities im vorgestellten ETC mit der „Citigroup Global Markets Limited“bzw. „Merrill Lynch International“ als Swap-Kontrahenten und mit „BNY Mellon“ als Sicherheitenverwalter zusammen.

Erdgas – ein kurzer Exkurs

Erdgas kann als eine brennbare, gasförmige Kohlenwasserstoffverbindung beschrieben werden. Der Rohstoff befindet sich in unterirdischen Lagerstätten und entstand ähnlich wie bei Erdöl oder Kohle durch abgestorbene Pflanzen und Organismen, die über eine sehr lange Zeit der Erdgeschichte hohem Druck und hohen Temperaturen ausgesetzt waren. Der Hauptbestandteil von Erdgas ist Methan. Die Verunreinigungen von Erdgas, wie Äthan, Ammoniak, Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff, Stickoxide oder Stickstoff müssen während des Produktions- und Aufbereitungsablaufes herausgefiltert werden. Das Erdgas kommt vom Produzenten via Rohrleitung (Pipeline) zu den jeweiligen Verteiler-Terminals und zum Beispiel via Stadtwerke zum Endverbraucher, der damit seine Gastherme betreibt oder damit mit einem Gasherd kocht. Erdgas wird zudem auch in der Industrie zum Betrieb von Gasturbinen zur Stromgewinnung genutzt. Alternativ kann Erdgas auch durch eine sehr starke Abkühlung verflüssigt und via Tanker über die Ozeane zu den jeweiligen Abnehmern transportiert werden.

Erdgashandel an den Terminbörsen – Natural Gas Futures

Das globale Rohöl-Trading bezieht sich überwiegend auf die liquidesten Kontrakte Rohöl der Nordseesorte Brent via Terminbörse IPE und WTI (West Texas Intermediate) via Terminbörse NYMEX. Auch beim Erdgas sieht es ähnlich aus. Hier gibt es ebenfalls zwei sehr liquide „Natural-Gas-Futures“-Kontrakte. Einmal den an der Terminbörse ICE gehandelten „UK Natural Gas Future“ und den an der Terminbörse CME gehandelten „Henry Hub Natural Gas Future“ mit dem Kürzel „NG“. Letzterer ist in Bezug auf die Liquidität (Handelsvolumen) an den Terminbörsen der drittgrößte Rohstoffkontrakt. Die Henry-Hub Natural Gas Future-Kontrakte sind bis zum am längsten laufenden Kontraktmonat Oktober 2028 handelbar (also immer bis zu 10 Jahre im Voraus).

Produktdetails des ETC

Das vorgestellte Erdgas ETC kann über Xetra (IBIS) in Euro gehandelt werden. Die Basiswährung ist allerdings der US-Dollar (USD. Die jährliche Gesamtkostenquote beträgt 0,49 Prozent. Das Produkt ist nicht währungsgesichert. Aus diesem Grund besteht für Anleger des Euroraums bei einer Investition neben dem allgemeinen Kursrisiko das Währungsrisiko. Der ETC wendet die synthetische Replikationsmethode (fully funded Swap) an, ist besichert, wurde am 27. November 2007 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 15. Oktober 2018 ein AUM (Assets under Management) in Höhe von 1,533 Mio. Euro.

Indexbezeichnung und Indexbeschreibung

Der ETC Referenzindex ist der “Bloomberg Natural Gas Subindex 3 Month Forward Total Return” (dieser Index war geraume Zeit auch unter dem Namen „Dow Jones-UBS Natural Gas Subindex 3 Month Forward Total Return“ bekannt). Im engeren Sinn ist der hier für den ETC herangezogene Referenzindex ein Rohstoffindex, der nur auf einen Rohstoff abzielt, nämlich Erdgas.

Im Indexkonstrukt werden länger laufende „Natural Gas“-Future-Kontrakte gebündelt. Die Preisbewegungen der jeweiligen Erdgas-Futures werden somit durch den Referenzindex insgesamt abgebildet. Die im Referenzindex enthaltenen Kontrakte werden kontinuierlich anhand einer festgelegte Rollstrategie von einem in den nächsten Kontraktmonat „gerollt“. Je nach Marktkonstellation können bei diesem Rollprozess Rollverluste (gemäß Contango) oder Rollgewinne (gemäß Backwardation) entstehen. Neben den Rollgewinnen und Rollverlusten addieren sich zudem Erträge oder Belastungen aufgrund der jeweils bereitzustellenden Margin beim Erwerb der Future-Kontrakte.

Ergo: Der Basiswert (das Underlying) sind 100 Prozent Erdgas-Kontrakte, die im Referenzindex gebündelt sind. Der vorliegende ETC ist so konzipiert, dass dieser Erträge aus insgesamt drei Preiskomponenten erwirtschaften kann. Erstens können Erträge direkt aus der Kursentwicklung der Futures erzielt werden. Zweitens können Erträge aus Rollrenditen erwirtschaftet werden und drittens können sich zusätzliche Erträge aus den sogenannten „Collateral Returns“ ergeben. „Collateral Returns“ ergeben sich aus Zinsen der angelegten Sicherheitsleistungen (Margins). Je nach Laufzeit können daher Zinserträge zum Beispiel am Geldmarkt erwirtschaftet werden. (Daten in Bezug auf den ETC stammen vom 15. Oktober 2018 von ETF Securities)

Performance seit Jahren im negativen Bereich

Die Kursentwicklung der Energieträger war in den letzten drei bis fünf Jahren überwiegend schlecht. Dies gilt auch für Erdgas und den hier im Vergleich heranzuziehenden Referenzindex, den “Bloomberg Natural Gas Subindex 3 Month Forward Total Return”. Seit Jahresbeginn konnte der Referenzindex allerdings um 11,86 Prozent zulegen, der ETC erzielte im Vergleichszeitraum eine Performance von 10,70 Prozent. In den letzten fünf Jahren lag der Referenzindex hingegen mit 41,16 Prozent im roten Bereich, der ETC verlor im gleichen Zeitraum 44,62 Prozent. Die Performanceunterschiede sind auf Kosten, mitunter auch Rollverluste und Währungsschwankungen zurückzuführen. (Performancedaten in Bezug auf den ETC und den Referenzwert gemäß des ETF-Securities-Factsheets vom 15. Oktober 2018)

Expertenmeinung – Potenzial für Erdgas vorhanden

Viele Jahre entwickelte sich der Preis für Erdgas parallel zu den gefallenen Rohölpreisen. Die Negativperformance des hier beschriebenen Referenzindex spricht Bände. In den letzten 10 Jahren verlor der Referenzindex 31,67 Prozent und seit seiner Einführung 16,34 Prozent (gemäß Bloomberg Quartalsbericht zum Schluss des dritten Quartals am 28. September 2018).

Erst seit rund drei Monaten kann eine leichte Aufwärtsbewegung ausgemacht werden. Nachdem die beiden Rohölleitkontrakte Brent und WTI in 2018 bereits bestens gelaufen sind, könnten sie nun dem Erdgas-Kontrakt den Stab übergeben. Es ist durchaus denkbar, dass Erdgas auf dem aktuellen Preisniveau kurz vor einem Ausbruchsszenario steht. Die Analysten von Bloomberg wagten jüngst sogar die Prognose, dass der „Natural-Gas“-Kontrakt auf bis zu 4 US-Dollar je MMBtu anspringen könnte. Wer hier nicht auf die Bloomberg-Analyse vertrauen möchte, der prüfe selbst die an der CME gehandelten „NG“-Kontrakte. Wenn man diese genauer sichtet, so findet man in den fortlaufenden Monaten die in „Backwardation“ verlaufende Terminkurve, die einen „Besuch“ der 4-US-Dollar-Marke zumindest für möglich erachten lässt.

Mögliches Setup


In den letzten Monaten ist im Bereich des Kurses von 1,33 EUR eine Unterstützung zu erkennen. Der Kauftrigger könnte auf 1,40 EUR gesetzt werden (hier läge auch das 61,8prozentige Fibonacci-Retracement der letzten Aufwärtsbewegung). Das Kursziel könnte bei 1,75 EUR liegen. Die Position könnte mit einem Stoploss bei 1,30 EUR abgesichert werden, um etwaige Verluste zu begrenzen. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem rein indikativen Setup bei 3.50.

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