Gezielt den kompletten US-Pharmasektor handeln

Der US-Pharmamarkt wächst seit Jahren und davon profitieren laut statistischen Daten vor allem die mehr als 1.700 inländischen Hersteller. Vor allem Preissteigerungen blähen das Marktvolumen auf. Mit einem wertmäßigen Pro-Kopf-Verbrauch an Medikamenten von 1.162 US-Dollar belegten die Vereinigten Staaten 2017 eine unangefochtene Spitzenposition in der Welt – der Vergleichswert aus Deutschland wies zum gleichen Zeitpunkt 766 US-Dollar aus.

Der präsentierte ETF bietet Investoren die Möglichkeit, in den US-Pharmasektor zu investieren und von der Wertentwicklung US-amerikanischer Aktiengesellschaften aus dem Bereich des Gesundheitswesens zu profitieren. Die Aktiengesellschaften sind alle Mitglied des marktbreiten US-Leitindex S&P500.

Informationen zum Referenzindex – S&P Health Care Select Sector Daily Capped 25/20 Index

Der Referenzindex S&P Health Care Select Sector Daily Capped 25/20 Index besteht zum Zeitpunkt dieser Analyse aus 62 Einzeltiteln und misst die Performance von US-Aktien des Gesundheits-/Pharmasektors des marktbreiten US-Leitindex S&P500.

Er wird vom Indexanbieter S&P Dow Jones Indices, einer Division von S&P Global, herausgegeben, berechnet und veröffentlicht und dient zudem als Benchmark für die Performance innerhalb des US-Gesundheits-und Pharmasektors. Schneidet zum Beispiel die Aktie von Johnson & Johnson in einer Zeitperiode schlechter oder besser als der Inex ab, so kann sie als Underperformer oder eben als Outperformer bezeichnet und auch die jeweilige Abweichung prozentual ausgewiesen werden.

Der Index wird in der Berechnung als Variante eines Total Return Index, eines Price Index und eines Net Total Return Index angeboten. Letzterer Net Total Return Index mit dem Symbol SPSDVUN liegt diesem ETF als Referenzindex zugrunde. Der Index nutzt die streubesitzadjustierte, kapitalgewichtete Marktkapitalisierung als Gewichtungsmethode, wird in Echtzeit in US-Dollar berechnet und quartalsweise im März, Juni, September und Dezember auf seine Zusammensetzung hin ausbalanciert.

Der Index wurde am 27. August 2018 lanciert. Zuvor wurde der S&P500 Health Care Sector Index herangezogen, der am 28. Juni 1996 erstmals berechnet wurde. Die Basis des Index ist der 17. Dezember 1999. (Daten gemäß S&P Dow Jones Indices vom 30. April 2019)

Sektoren-, Länder- und Währungsallokation

Da es sich um einen amerikanischen Sektor-Index handelt, besteht der ETF zu 100 Prozent aus Wertpapieren des Bereichs Gesundheit und Pharma, die zu 100 Prozent den USA und dem US-Dollar zuzurechnen sind. (Daten gemäß SPDR vom 16. Mai 2019)

ETF im Detail

Der ETF kann über den ETF-Handelsplatz der LSE in US-Dollar erworben werden. Die Fondswährung ist ebenfalls der US-Dollar. Euro-Investoren beachten zudem das sich zum allgemeinen Kursrisiko addierende Währungsrisiko. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,15 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Der ETF nutzt die direkte, vollständig physische Replikationsmethode, wurde am 07. September 2015 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 17. Mai 2019 ein NAV in Höhe von 208,57 Mio. US-Dollar.

Die wichtigsten Einzeltitel des ETFs

Der ETF besteht aus insgesamt 62 Positionen, wovon eine eine Cash-Position in US-Dollar ist. Die größten Einzelpositionen sind mit 11,10 Prozent Johnson & Johnson, mit 6,97 Prozent Pfizer, mit 6,85 Prozent United Health Group, mit 6,16 Prozent Merck & Co. und mit 4,06 Prozent Abbott Laboratories. Die Gewichtung der Top-5-Positionen liegt bei 35,14 Prozent.

Die Top-10-Positionen bringen es gemeinsam auf 51,72 Prozent. Im Vergleich zu manchen Indizes könnte das ETF-Portfolio als nicht ausreichend diversifiziert zu bezeichnen sein, der deutsche Leitindex DAX weist aber im direkten Vergleich zum Beispiel bereits mit seinen Top-10-Positionen derzeit eine Gewichtung von rund 67 Prozent auf. (Daten vom 16. Mai 2019 gemäß SPDR)

Referenzindex und ETF in den letzten Jahren solide im Plus

Seit Jahresbeginn konnte der Referenzindex eine Performance von 3,61 Prozent erzielen, während der ETF im Vergleichszeitraum ein Kursplus von 3,68 Prozent erzielte. Auf Sicht der letzten drei Jahre lag der Referenzindex mit einem Plus von 9,89 Prozent vorne. Der ETF erreichte im gleichen Zeitraum eine Performance von 10,16 Prozent. Der Performancevergleich mit einem besseren Abschneiden des ETFs hinkt aber, da vor dem 18. März 2019 der Referenzindex S&P Health Care Select Sector Index” herangezogen wurde und dadurch kurzfristig eine Abweichung entstand.

Obendrein addieren sich für gewöhnlich beim ETF die Transaktionskosten und weitere Fondsgebühren hinzu, die für etwaige zusätzliche Performancedifferenzen verantwortlich sind. (Performancedaten in Bezug auf den Referenzindex und den ETF gemäß SPDR-Factsheet vom 30. April 2019)

Expertenmeinung – Pharma- und Gesundheitssektor langfristig mit Potenzial

In den letzten beiden Wochen wurde es im Zuge des neu aufgeflammten Handelskonfliktes für die Aktienmärkte wieder sichtlich volatiler. Dennoch konnte sich der US-Aktienmarkt, allen voran der marktbreite US-Leitindex S&P500 bis dato gut behaupten. Mit dem Stichtag des 20. Mai 2019 wies der S&P500 Index eine Performance von 13,30 Prozent seit Jahresanfang auf.

In diesem Zeitraum konnte der hier den US-Gesundheits- und Pharmasektor abbildende ETF nur ein Kursplus von 3,09 Prozent erzielen. Der US-Gesundheits- und Pharmasektor könnte aber langfristig betrachtet dennoch Erholungspotenzial haben, denn dieser Sektor steht insgesamt für das Who-is-Who der großen Player der US-Gesundheitsbranche.

Neben reinen Pharmaprodukten werden künftig auch eine Reihe von Gesundheitsdienstleistungen und Wellnessdienstleistungen in diesem Sektor hinzukommen und auch der Bereich Smarth Health darf nicht vergessen werden. Die Digitalisierung wird künftig die gesamte Branche durchdringen und dies nicht nur in den USA.

Für zukünftig gute Geschäfte quer durch den gesamten Pharma- und Gesundheitssektor spricht in erster Linie die alternde Gesellschaft in den USA. Obendrein sollte sich dieser demographische Effekt in vielen europäischen Staaten und zum Beispiel auch in Japan zusätzlich positiv für die Pharma- und Gesundheitsbranche auswirken, denn die im hier vorgestellten Sektor-Index enthaltenen Großkonzerne sind schließlich weltweit tätig.

Neben dem demographischen Effekt könnte auch die erhöhte Ausbreitung von chronischen Krankheiten, sowie Fortschritte im Bereich der innovativen Medizin und auch der digitalen Medizin die Kassen der Konzerne auf absehbare Zeit wohl weiter klingeln lassen. Gemäß der Studie World Industry Outlook – Healthcare and Pharmaceuticals, The Economic Intelligence Unit” aus dem September 2018 geht man global von einer jährlichen Ausgabensteigerung im Gesundheitswesen von rund 5,4 Prozent aus.

Zusätzlich werden die Kosten für Dienstleistungen im Gesundheitssektor, wie in der Pflege aufgrund der zunehmenden Vergreisung der westlichen Industrienationen steigen und die obendrein erhöhte Lebenserwartung wird zusätzlichen Kostendruck erzeugen. Ein Investment im vorliegenden Sektor könnte somit langfristig von Erfolg gekrönt sein.

Mögliches Setup

Grundsätzlich wäre ein Akkumulieren bei Schwächephasen anzuraten. Einmalkäufe wären nach mehrtägigen Schwächephasen denkbar. Ein Positionsaufbau hätte das Ziel einer Haltefrist von sechs Monaten bis fünf Jahren oder länger. Hier gilt es auch den Dividendeneffekt zu bedenken, der sich langfristig positiv auswirken sollte.

Eine erster Kauf könnte bei 24,25 US-Dollar erfolgen. Das Kursziel könnte bei 26,50 US-Dollar liegen. Die Position könnte mit einem Stoploss bei 23,50 US-Dollar abgesichert werden, um mögliche Verluste zu begrenzen. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem beispielhaften Setup bei 3.00.

Über den Emittenten des ETFs – SPDR: Die Marke SPDR ist der US-Investment- und Vermögensverwaltungsgesellschaft State Street Global Advisors (kurz: SSGA) zuzuordnen, die als Pionier in der Branche bereits 1993 den ersten investierbaren ETF auflegte. Die SSGA gehört zur Investmentbranche der State Street Corporation. Mit dem Stichtag des 31. März 2019 wies die SSGA Asset under Management (AUM) in Höhe von 32,7 Mrd. US-Dollar auf.

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Dirk Friczewsky

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