Rohstoffpreise steigen – Jetzt in Russland via ETF investieren?

Mit einem ETF an der Performance des russischen Aktienmarktes partizipieren

Der vorgestellte ETF hat das Anlageziel, die Wertentwicklung des Referenzindex MSCI Russia Capped-Index so detailgetreu wie möglich nachzubilden. Eine Investition in den russischen Aktienmarkt ist allerdings nicht frei von Risiken, denn der russische Aktienmarkt ist den Emerging Markets zuzuordnen. Aus diesem Grund muss jedem Investor bewusst sein, dass es zusätzliche Marktrisiken gibt, die speziell im hier vorliegenden Fall auch von weiteren Sanktionen des Westens gegenüber Russland ausgehen könnten.

Nähere Informationen zum Referenzindex

Der Referenzindex MSCI Russia Capped Index ist ein auf die Bedürfnisse der Fondsindustrie konzipierter Index, der auf dem MSCI Russia Index basiert, der sich wiederum aus russischen Large- und Mid Caps zusammensetzt.

Der MSCI Russia Capped Index ist ein streubesitzadjustierter und bezüglich der Marktkapitalisierung gewichtender Index. Der Begriff Capped bezieht sich dabei auf die Indexkonstruktion, vielmehr auf die Regel, einen Wert bei spätestens 30 Prozent der Einzelgewichtung zu begrenzen. Mit dem Stand des 31. Mai 2018 besteht der Index aus 22 Einzeltiteln, die eine Gesamtmarktkapitalisierung in Höhe von rund 185 Mrd. US-Dollar aufweisen.

Bereits die Top-10-Positionen erreichen einen Gesamtwert von rund 156 Mrd. US-Dollar, allerdings schafft ein Einzelwert im Dow Jones diesen Wert locker allein. Der Index wurde erstmals am 29. Dezember 2000 eingeführt und berechnet. Der MSCI Russia Capped Index wird quartalsweise im Februar, Mai, August und November auf seine Zusammensetzung hin überprüft und eventuell angepasst. (Daten gemäß MSCI vom 31. Mai 2018)

Die wichtigsten Einzeltitel im ETF-Portfolio

Aufgrund der vollständig physischen Replikationsmethode besteht zwischen dem ETF und dem Referenzindex kein hoher Grad an erkennbaren Abweichungen. Die größten Positionen sind mit 20,81 Prozent Sberbank Russia, mit 15,52 Prozent Lukoil Holding, mit 13,39 Prozent Gazprom, mit 8,81 Prozent Tatneft und mit 7,09 Prozent Novatek. Die Top-5 bringen es somit auf eine Gesamtgewichtung von 65,62 Prozent.

Die Top-10 lägen bei einer Gewichtung von 84,32 Prozent. Eine breite Diversifikation ist hier definitiv nicht vorhanden. Dies zeigt sich auch im Bereich der Sektorenaufteilung nochmals. (Daten gemäß MSCI vom 31. Mai 2018)

Sektoren-, Währungs- und Länderallokation

Die wichtigsten Sektoren sind mit 53,01 Prozent Energie, mit rund 24,5 Prozent Finanzdienstleistungen und mit 14,25 Prozent Materialien/Rohstoffe. Der Schwerpunkt im Bereich des Energie-, Materialien- und Rohstoffsektors in einem Umfeld mit steigenden Rohstoffpreisen kann sich hervorragend in Form von steigenden Notierungen des ETFs bezahlt machen.

Doch aufgrund der mangelnden Diversifikation würde sich die Zusammensetzung des ETF in einem Markt mit wieder fallenden Rohstoffpreisen als Klotz am Bein erweisen und erhöhte Verlustrisiken bedeuten.

In Bezug auf die Länderallokation sagt der Name des ETFs bereits zu rund 100 Prozent aus, wo die Investments getätigt werden, nämlich in Russland. Die Wertpapiere notieren zu rund 85 Prozent in der Landeswährung, dem russischen Rubel (RUB), der Rest in US-Dollar (USD) aufgrund vorhandener ADR-Programme. (Daten gemäß MSCI vom 31. Mai 2018)

Russland-ETF im Detail

Der ETF kann über den Handelsplatz Xetra (IBIS) in Euro erworben werden, die Fondswährung hingegen ist der US-Dollar. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,60 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist ausschüttend.

Der ETF nutzt die vollständige physische Replikationsmethode und erwirbt die Aktien demnach direkt. Aus diesem Grund besteht für Anleger des Euroraums bei einer Investition neben dem allgemeinen Kursrisiko auch ein Währungsrisiko, denn die in russischen Rubel notierenden Wertpapiere, sowie die in US-Dollar notierenden ADRs können sich nachteilhaft auf die Performance auswirken.

Der ETF wurde am 27. September 2013 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 02. Juli 2018 ein gesamtes Fondsvermögen in Höhe von 179,07 Mio. US-Dollar.

Performanceunterschiede zwischen ETF und Referenzindex teils erheblich

Der MSCI Russia Capped Index konnte in 2017 um 5,20 Prozent zulegen. Im Jahr 2016 waren es sogar 54,82 Prozent. Aufgrund der Wechselkursschwankungen zwischen den involvierten Fremdwährungen Rubel und US-Dollar erzielte der ETF für Euro-Anleger deutlich abweichende Rendite.

Dies wird zum Beispiel bei einer Dreijahresperformance besonders deutlich. Der ETF in Euro notiert gewann rund 16 Prozent hinzu, der Referenzindex jedoch beinahe 32 Prozent. Wer sich in diesem Kontext die Berg- und Talfahrt des russischen Rubels ansieht, wird diese enorme Differenz leichter nachvollziehen können.

Obendrein fiel der Wechselkurs des EUR/USD-Währungspaares zuletzt von rund 1,25 bis auf rund 1,15. Dies schlägt sich ebenfalls in der Performance nieder. (Performancedaten in Bezug auf den Referenzindex gemäß MSCI und in Bezug auf den ETF gemäß Berechnung durch Kursdaten)

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Expertenmeinung

Die FIFA WM 2018 in Russland ist in vollem Gange und gerade deshalb steht das Land im Zentrum des medialen Interesses. Vielleicht kommt auch etwas Gutes dabei raus. Seit der Wahl von US-Präsident Trump ging man zwar von schrittweise besseren Beziehungen zwischen den USA und Russlands aus, doch hier wurde man zunächst enttäuscht. Die Sanktionen gegenüber Russland wurden nicht nur aufrechterhalten, sondern sogar in einigen Punkten ausgeweitet.

Das Einfrieren von russischen Vermögen unter US-Verwaltung zum Beispiel ist nur ein Beispiel. Auch traf es eine Reihe von Oligarchen, deren Vermögen und deren Beteiligungen. Ein nun mögliches Treffen zwischen US-Präsident Trump und Russlands Präsident Putin könnte hier aber einen Wandel einleiten. Trotz der Sanktionen, aber gerade aufgrund gestiegener Rohölpreise konnte sich Russlands Wirtschaft zuletzt erholen.

Die Zinspolitik der russischen Zentralbank kann ebenfalls Erfolge verbuchen, denn die russischen Leitzinsen sanken im Vergleich zu den letzten 18 Monaten deutlich. Zusätzlich konnte Russlands Zentralbank Devisenreserven aufbauen. Auch Russland Bankenprimus Sberbank kann trotz kurzfristiger Kurskapriolen an seine Aktionäre eine beinahe doppelt so hohe Dividende im Vergleich zum Vorjahr ausschütten.

Im Vergleich zu einer Reihe weiterer Länder, die den Emerging Markets zuzurechnen sind, wirkt Russlands Aktienmarkt wie ein Schnäppchen. Eines sollte man jedoch beachten. Der russische Aktienmarkt korreliert in einer Entwicklung enorm mit dem Rohölpreis. Sollten die Öl- und Gaspreise also wieder signifikant fallen, so wird dies Russlands Aktienmarkt außerordentlich belasten.

Mögliches Setup

Rohstoffpreise steigen - Jetzt in Russland via ETF investieren? | LYNX - ETF der WocheDie letzten Handelswochen zeigten, wie volatil Märkte werden können. Gerade aber diese Kursbewegungen haben an den Aktienmärkten immer wieder günstigere Einstiegsbedingungen geschaffen. So sollte man auch im vorliegenden Fall zunächst eine abwartende Haltung einnehmen und dann nach einer Korrektur von ein paar Tagen einsteigen.

Auf diese Weise könnte ein Kauf bei 8,65 Euro in Erwägung gezogen werden. Das Ziel könnte bei 9,65 Euro liegen. Die Position sollte mit einem Stoploss eng abgesichert werden, der hier bei 8,25 Euro zu ziehen wäre, um etwaige Verluste zu begrenzen. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem rein indikativen Setup bei 2.5.

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