Mit einem ETF in den chinesischen Aktienmarkt investieren

Der vorgestellte ETF bietet dem Anleger einen einfachen, transparenten, kostengünstigen und direkten Zugang zum chinesischen Aktienmarkt. Er verfolgt dabei das Anlageziel, den Hang Seng China Enterprise Index so detailgetreu wie möglich nachzubilden.

Fakten zum Referenzindex: HSCEI bündelt festlandchinesische H-Aktien, Red- und P-chips

Der Hang Seng China Enterprise Index dient als Benchmark für die Finanzindustrie, um die Performance der festlandchinesischen Aktien zu messen, die an der Börse in Hongkong gelistet sind. Der Hang Seng China Enterprise Index – kurz HSCEI – ist ein streubesitzadjustierter, marktkapitalisierungsgewichteter Index, der die einzelnen Gewichtungen auf ein Maximum von 10 Prozent begrenzt.

Der HSCEI wird an der Stock Exchange of Hong Kong (HKEX) im Zweisekundentakt berechnet. Zuständig für die Regulierung ist die Hang Seng Indexes Company Limited (HSIL). Die HSIL ist es auch, die das Hang-Seng-Index-Komitee einsetzt, welches wiederum den Index auf seine Zusammensetzung hin überprüft und gegebenenfalls anpasst. Der Prozess der Überprüfung und das etwaige Rebalancieren des Index erfolgt jeweils Ende März, Juni, September und Dezember.

Der Referenzindex HSCEI umfasst grundsätzlich nur Aktien des chinesischen Festlands, die an der Main Board of the Hong Kong Exchange gelistet sind. Das bedeutet, es wird dadurch kategorisch ausgeschlossen, dass es sich um Zweitlistings chinesischer Aktiengesellschaften handelt oder gar um weitere chinesische Schuldtitel, Fondsstrukturen oder etwaige Derivate.

Per Index-Methodik ist genau festgelegt, welche Aktien in den HSCEI aufgenommen werden. Es handelt sich um Aktiengesellschaften, die zumindest 50 Prozent ihres Umsatzes in Festlandchina erzielen müssen. Die Festlandaktien beinhalten sogenannte H-Aktien, Red chips und P-chips. Red-chips sind Festland-Aktien mit einem Minimum von 30 Prozent Aktionärsanteil vom chinesischen Festland (oft ist der Staat der Ankeraktionär – daher der Name Red-chips). H-Aktien umfassen chinesische Unternehmen, die an der Börse Hongkong gelistet sind und auf Hongkong-Dollar lauten. P-chips sind Festlandaktien, die keine H-Aktien oder Red-chips sind.

Um in den Index aufgenommen zu werden, müssen die H-Aktien zumindest einen Monat bereits gelistet sein. Bei Red-chips und P-chips müssen die Aktien im Falle nach einem IPO mindestens drei Jahre gelistet sein, ohne einen IPO liegt das Erfordernis bei sechs Jahren. Insgesamt besteht der HSCEI aus 50 Einzeltiteln, davon 40 H-Aktien und zusammen 10 Red- und P-chips. Der Index wird als Kursindex (HSCEI) und Total Return Index (HSI21N) berechnet. Die Berechnung erfolgt in Hongkong Dollar (HKD). Der ETF bildet die Total Return Variante ab. (Daten gemäß Hang Seng Indexes Company Limited Mai 2018)

Zusammensetzung des Referenzindex unterscheidet sich vom ETF-Portfolio

Da der ETF den Referenzindex via synthetischer bzw. swap-basierter Replikationsmethode abbildet, besteht zwischen den Positionen im ETF-Portfolio und denen des Referenzindex ein großer Unterschied. Die größten Positionen des Referenzindex sind mit 10,11 Prozent Ping An Insurance, mit 9,85 Prozent Industrial & Commercial Bank of China, mit 9,81 Prozent China Construction Bank, mit 7,14 Prozent Bank of China und mit 5,93 Prozent China Mobile.

Diese Top-5 vereinen eine Gesamtgewichtung von 42,84 Prozent auf sich. Die Top-10 lägen bei einer Gewichtung von 62,62 Prozent. Von einer hohen Diversifikation kann man hier zumindest nicht sprechen. Betrachtet man sich die Zusammensetzung des ETF, so findet man unter den Top-10-Positionen die Aktien von Total, PNC Financial Services, Sanofi, Apple, Vinci, Intel, LVMH, Fast Retailing, Banco Santander und Vivendi. (Daten gemäß Lyxor vom 30. November 2018)

Sektoren- Währungs- und Länderallokation

Was die Länder- und Währungsallokation im Referenzindex angeht, so liegt der Anteil Chinas bei 100,00 Prozent und der des Hongkong Dollar ebenso bei 100,00 Prozent. Die wichtigsten Sektoren sind mit rund 59,7 Prozent Finanzdienstleistungen, mit 13,1 Prozent Kommunikationsservices und mit 12,0 Prozent Energie. In Bezug auf die Währungsallokation des ETFs liegt der Anteil des Euro bei 43,3 Prozent, der des US-Dollars bei 39,4 Prozent und der des japanischen Yen bei 15,4 Prozent. (Daten gemäß Lyxor vom 30. November 2018)

ETF im Detail – Lyxor China Enterprise (HSCEI) ETF

Der ETF kann zum Beispiel über Xetra in der Handelswährung Euro erworben werden. Die Fondswährung ist ebenfalls Euro. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,65 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Der ETF nutzt die synthetische (swap-basierte) Replikationsmethode und erwirbt die Aktien demnach nicht direkt. Der ETF wurde am 21. Juli 2005 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 30. November 2018 ein Anteilsklassenvermögen in Höhe von 663,7 Mio. Euro.

Trotz hoher Performanceunterschiede zwischen Referenzindex und ETF solide Kursgewinne

Seit Jahresanfang notierte der ETF mit dem Stichtag des 30. November 2018 mit 1,46 Prozent im Minus. Im Vergleichszeitraum lag der Referenzmarkt mit 0,30 Prozent im Minus. Auf Sicht der letzten 5 Jahre weist der Referenzindex im November 2018 ein Plus von 30,06 Prozent aus. Im Vergleich dazu fiel die Performance des ETF mit einem Plus von nur von 21,87 Prozent auf den ersten Blick wesentlich schlechter aus. Die Performanceunterschiede gehen vor allem auf das Konto der Währungsschwankungen, da der ETF die Basis- und Handelswährung Euro hat und der Referenzindex in Hongkong Dollar berechnet wird. Zusätzlich dürfte die swap-basierte Replikationsmethode auf der Währungsseite zusätzlichen Performanceunterschied kosten. Trotz aller Performanceunterschiede sind die jeweiligen jährlichen Ergebnisse als durchaus ordentlich zu bezeichnen. In 2014 legte der ETF immerhin um 29,46 Prozent zu, 2015 verlor er 8,82 Prozent, 2016 gewann er 2,6 Prozent und 2017 lag die Performance bei 10,97 Prozent. (Performancedaten in Bezug auf den ETF und den Referenzindex gemäß Lyxor mit dem Stand des 30. November 2018)

Expertenmeinung

Der Handelskonflikt zwischen China und den USA hat an den chinesischen Aktienmärkten deutliche Spuren hinterlassen. Besonders die chinesischen Aktienmärkte in Shanghai und Shenzen, aber auch in der Sonderverwaltungszone Hongkong fielen im direkten Vergleich zu den US-Leitindizes wesentlich stärker zurück.

Blickt man auf die Geschehnisse im Verlauf des Jahres 2018 zurück, so schaukelte sich der Handelskonflikt Schritt für Schritt nach oben. Alles begann im Februar 2018 mit den ersten Strafzöllen auf chinesische Solarkollektoren (Solarzellen) in Höhe von 30 Prozent und Waschmaschinen in Höhe von 20 Prozent. Danach setzte die US-Regierung Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahl und 10 Prozent auf Aluminium durch. Die Chinesen revanchierten sich mit gezielten Gegenzöllen auf 128 US-Produkte, jedoch nur im Gesamtwert von 3 Mrd. US-Dollar. Im April 2018 verhingen die USA Starzölle auf 1.334 aufgelistete chinesische Produkte im Gesamtwert von 50 Mrd. US-Dollar. Am nächsten Tag führten die Chinesen ebenfalls Strafzölle auf 106 US-Produkte im Wert von rund 50 Mrd. US-Dollar ein. Der Handelskonflikt pausierte dann im Mai 2018, die nächsten Strafzölle aus den USA folgten dann im Juni 2018 und weitere Strafmaßnahmen der USA zogen sich über den Juli und August hinweg. Im August beschloss man Strafzölle auf chinesische Waren im Gesamtwert von 200 Mrd. US-Dollar. Die Chinesen antworteten mit Strafzöllen auf 5.207 US-Produkte im Gesamtwert von rund 60 Mrd. US-Dollar. Anhand dieses Ungleichgewichts wird auch schnell klar, dass die Chinesen dieses Spiel gar nicht rechnerisch durchhalten können, da ihnen importbedingt die Munition ausgeht, weitere Strafzollmaßnahmen zu lancieren. China exportiert schließlich wesentlich mehr in die USA als umgekehrt.

Mehrere Monate dieses Spiels haben an den Weltmärkten bis dato bereits ihre Spuren hinterlassen, Lieferketten verteuert und letztlich auch nicht nur Chinas Unternehmen geschadet, sondern auch einem prominenten Beispiel namens General Motors. GM hatte bereits geringere Profite für 2018 aufgrund gestiegener Stahl- und Aluminiumpreise angekündigt und verwies auf die Strafzölle, die allgemeine Verteuerung von Lieferketten und bereits eingetretener Wettbewerbsnachteile. Trumps Strafzollwahn trifft nun bereits US-Arbeitsplätze bei GM. Jüngst wurde auf dem G20-Treffen im argentinischen Buenos Aires zwischen Trump und Xi ein Waffenstillstand in Sachen Handelskrieg beschlossen. Die noch weiter geplanten Strafzollmaßnahmen wurden erst einmal zeitlich nach hinten geschoben. Bis zum 01. März 2019 herrscht nun Schonfrist und genau dies könnte zumindest auch an den chinesischen Märkten zu einer spürbaren Erholung führen.

Mögliches Setup

Eine Neupositionierung wäre nach einer ein- bis zweitägigen Kurskorrektur zu lancieren. Ein Kauf könnte bei 138,00 Euro erfolgen und das Ziel könnte bei 150,00 Euro liegen. Die Position wäre mit einem Stoploss von 134,00 Euro abzusichern. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem rein indikativen Setup bei 3.00.

ETFs über LYNX handeln

LYNX bietet Ihnen den Handel des vorgestellten ETNs direkt an der Heimatbörse an. Damit profitieren Sie von einem hohen Handelsvolumen und einem engen Spread.

Profitieren Sie als Daytrader, Anleger oder Investor von dem ausgezeichneten Angebot von LYNX, denn wir ermöglichen Ihnen den preiswerten Handel von Aktien, ETFs, Futures, Optionen, Forex u.v.m. Nehmen Sie sich die Zeit, unsere Gebühren mit denen der Konkurrenz zu vergleichen und handeln Sie in Zukunft über unsere professionelle Handelsplattform.

Sie möchten ausländische Aktienkurse oder ETF-Kurse in Euro umrechnen? Dann nutzen Sie unseren Währungsrechner für über 130 Währungen.

Über Lyxor: Der Emittent LYXOR ist eine Marke der Société Générale Group. Der erste ETF von LYXOR wurde bereits 2001 lanciert. Heute ist die Gesellschaft der zweitgrößte Emittent Europas und bietet eine Auswahl aus über 220 Fonds an.

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN