Mit einem ETC in Baumwolle investieren

Der vorgestellte ETC bietet Investoren eine einfache Möglichkeit in den Agrarrohstoff Baumwolle zu investieren. Ohne direkt an den Terminbörsen agieren zu müssen, können Anleger dennoch indirekt an steigenden Baumwollnotierungen partizipieren und das Produkt wie eine Aktie an der Börse handeln.

Informationen zum Referenzindex: Indexbezeichnung und Indexbeschreibung – Bloomberg Cotton Subindex Total Return

Der Basiswert (Underlying) des ETC ist der „Bloomberg Cotton Subindex Total Return“. Dieser Subindex bildet die Preisbewegungen der dem Bloomberg Commodity Index zugrundeliegenden Baumwoll-Futures ab. Die Rollrendite, die durch das Rollen eines Kontraktmonats in den nächsten Kontraktmonat anfällt, fließt mit in die Berechnung des Indexwertes ein. Hier können je nach Konstellation Rollverluste oder Rollgewinne anfallen.

Performance langfristig noch negativ

Die Notierungen der Cotton-Futures befanden sich in den letzten Jahren im Vergleich zu manch anderen Agrarrohstoffen nicht immer im freien Fall. Der Referenzindex fiel jedoch in der langfristigen Betrachtung in den letzten 5 Jahren um 12,92 Prozent, während der ETC um 17,47 Prozent nachgab. Seit Jahresanfang 2019 liegt der Referenzindex mit 0,08 Prozent im Plus. Im Vergleichszeitraum sank der ETC um 0,13 Prozent. Die Differenz geht auf das Konto von Transaktionskosten, Negativeffekten beim jeweiligen Rollover und weiteren Produktgebühren und ist bei einem weniger liquiden Agrarrohstoff wie Baumwolle noch als vertretbar zu bezeichnen. (Performancedaten in Bezug auf den ETC und den Referenzwert gemäß WisdomTree mit dem Stand vom 11. März 2019)

ETFS Cotton ETC – Produktdetails des ETC

Der ETC kann über die LSE in der Handelswährung US-Dollar gehandelt werden. Die Fondwährung ist ebenfalls der US-Dollar. Die jährliche Gesamtkostenquote beträgt 0,49 Prozent. Der ETC nutzt die swap-basierte Replikationsmethode. Das Produkt ist nicht währungsgesichert. Aus diesem Grund besteht für Anleger des Euroraums bei einer Investition neben dem allgemeinen Kursrisiko ein Währungsrisiko. Der ETC wurde am 27. September 2006 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 11. März 2019 ein Volumen (AUM) in Höhe von 4,044 Mio. US-Dollar.

ETFS Cotton ist vollständig besichert

Der ETFS Cotton bildet den zugrundeliegenden Referenzindex mit der swap-basierten Replikationsmethode so detailgetreu wie möglich ab. Während der Referenzindex zu 100 Prozent aus an der ICE gehandelten Baumwoll-Kontrakten besteht, besteht der ETC zu 100 Prozent aus Staatsanleihen. Dieses Portfolio an Sicherheiten besteht zu 33,18 Prozent aus japanischen Staatsanleihen, zu 27,21 Prozent aus französischen Staatsanleihen, zu 15,81 Prozent aus österreichischen Staatsanleihen, zu 14,07 Prozent aus Staatsanleihen aus Großbritannien, zu 6,89 Prozent aus australischen Staatsanleihen, zu 1,72 Prozent aus deutschen Staatsanleihen, zu 0,80 Prozent aus niederländischen Staatsanleihen und zu 0,32 Prozent aus amerikanischen Staatsanleihen.

Die Währungsallokation dieser Besicherungen führt an erster Position den Euro mit einem Anteil von 45,54 Prozent. Es folgen der japanische Yen mit 33,18 Prozent, das britische Pfund mit 14,07 Prozent, der australische Dollar mit 6,89 Prozent und der US-Dollar mit nur 0,32 Prozent.

Expertenmeinung – globale Baumwollnachfrage könnte weiter ansteigen

Rohstoffmärkte sind US-Dollar-Märkte. Aus diesem Grund ist bei Neupositionierungen oder ersten Positionierungen im Rohstoffbereich auf den US-Dollar-Index (DXY) und auch auf die Relation des EUR/USD als zusätzlichem Indikator zu achten. Sollte sich die US-Dollar-Stärke auf breiter Front weiter manifestieren, so könnte dies den Rohstoffsektor in der Preisentwicklung sichtlich einbremsen. Dies beträfe somit auch den Agrarrohstoffsektor und letztlich den Rohstoff Baumwolle.

Der aktuelle Bericht des USDA (U.S. Department of Agriculture) gibt Auskunft darüber, dass im nächsten Jahr von einer höheren globalen Baumwollproduktion auszugehen ist. Diese wird den Projektionen nach noch oberhalb des weltweiten Bedarfs liegen. Sollte China in den nächsten Jahren mehr Baumwolle hinzukaufen, so könnte dieser Überhang jedoch abgebaut werden und letztlich auch die Preissituation positiv beeinflussen. Die US-Produktion der Saison 2019/2020 wird den Prognosen des USDA auf 22,5 Millionen Ballen ansteigen, die Exportquote aber auch.

Die globale Baumwoll-Produktion der Saison 2018/2019 hingegen wird im Vergleich zur Vorsaison um 4,2 Prozent niedriger erwartet und soll sich den Schätzungen bei etwa 118,5 Millionen Ballen einpendeln. Mitunter fiel in der Saison 2018/2019 die Baumwollproduktion aufgrund der starken Stürme um 12,1 Prozent auf 18,4 Millionen Ballen. Die größten Anbauländer noch vor den USA sind China und Indien. China produzierte in der Saison 2018/2019 27,5 Millionen und Indien 27 Millionen Ballen. Der globale Bedarf in 2018/2019 wird auf 123,6 Millionen Ballen geschätzt. Der globale Lagerabbau setzt sich weiter fort. Eine geringere Produktion der Saison 2018/2019 in Kombination mit einer höher prognostizierten globalen Nachfrage könnte in den nächsten Wochen und Monaten zu höheren Preisen im Rohstoff Baumwolle führen.

Die Maßeinheit „Ballen“ wird von der Einheit „bale“ abgeleitet. Ein Ballen hat ein Gewicht von 480 Pfund, was gerundet ca. 218 Kg entspricht.

Mögliches Setup

Nach einem nochmaligen Test des Kursniveaus von Mitte Februar 2019 knapp oberhalb von 2,20 US-Dollar könnte eine Positionierung bei einem Kurs von 2,20 US-Dollar erfolgen. Das Kursziel könnte bei 2,80 US-Dollar liegen. Die Position könnte mit einem Stoploss bei 2,05 US-Dollar abgesichert werden, um etwaige Verluste zu begrenzen. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem beipielhaften Setup bei 4.00.

Erklärung zu den Bloomberg Subindizes: Die Bloomberg Subindizes sind als Einzelbausteine des übergeordneten Bloomberg Commodity Index zu betrachten. Dieser Bloomberg Commodity Index besteht neben den acht Sektorindizes auch aus Einzelrohstoffindizes, wie dem hier heranzuziehenden Subindex „Cotton“ (BCOMCTTR). Betrachtet man den Bloomberg Commodity Index insgesamt, so hat der Subindex „Cotton“ gerade einmal einen Anteil von 1,41 Prozent an der Gesamtgewichtung. Dies weist darauf hin, wie „exotisch“ der Agrarrohstoff „Baumwolle“ tatsächlich ist und gibt zudem einen weiteren Hinweis auf die doch im Vergleich zu den Energie- und Edelmetallrohstoffen wesentlich geringere Liquidität an den Terminbörsen. Der Subindex „Cotton“ wurde am 01. Februar 2006 erstmals berechnet.

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