Europas Automobilwirtschaft im Umbruch – Ist die Krise eine Chance?

Die Internationale Automobil Ausstellung – kurz IAA – steht vor der Tür und vom 14. bis 24. September werden sich wieder die Massen durch die Hallen und über die Flächen der Frankfurter Messe schieben. Doch noch bevor die Auto-Show überhaupt begonnen hat, schweben Themen wie der Dieselskandal oder die Bildung eines Automobilkartells wie ein Damoklesschwert über der Veranstaltung und dem Automobilmarkt als solchem.

Einige Hersteller haben die Teilnahme an der IAA sogar abgesagt und Besucher werden auf bekannte Marken wie Alfa Romeo, DS, Fiat, Infinity, Jeep, Mitsubishi, Nissan, Peugeot, Rolls-Royce oder Volvo verzichten müssen. Interessanterweise taucht dafür Facebook als Aussteller auf.

Automobilhersteller und deren Zulieferer – eine europaweit wichtige Branche

Vor allem in Deutschland ist die Automobilbranche ein wichtiges Zugpferd der Wirtschaft, denn Hersteller und Zulieferer stellen rund 880.000 Arbeitsplätze. Durch die Skandale könnte das Vertrauen in diese beschädigt worden sein und möglicherweise wird der schrittweise Wechsel in Richtung E-Mobilität der Automobilwirtschaft zusätzlich Bauchschmerzen bereiten.

Im Vergleich zur herkömmlichen Antriebstechnik, gilt die Antriebstechnik für Elektrofahrzeuge als weniger arbeitsintensiv und könnte demnach einen massiven Stellenabbau in der Automobilwirtschaft nach sich ziehen. Dies betrifft nahezu alle herkömmlichen Automobilkonzerne und Zulieferer, die weiterhin noch auf Verbrennungsmotoren und dafür benötigte Teile setzen.

Mobilitätswende eingeleitet

Die Mobilitätswende gilt unter Experten als bereits eingeleitet. Ob durch Hersteller wie die US-amerikanische Firma Tesla oder durch den Massenmarkt China, der verstärkt auf E-Mobilität setzt, die deutsche, europäische und restliche Automobilwirtschaft wird kräftig unter Zugzwang gesetzt.

Die nahe Zukunft könnte einer Branchenstudie nach mit „Plug-in-Hybriden“ überbrückt werden. Diese Fahrzeuge sind schließlich auch für längere Fahrten ohne einen Lade- und Tankvorgang geeignet.

Auf längere Sicht, etwa ab 2030 sollte der Anteil an E-Fahrzeugen bereits über dem von mit herkömmlichen Antriebstechniken betriebenen Fahrzeugen liegen. Der technologische Wandel, Automatisierung und Robotik, sowie die Digitalisierung werden auch in der Automobilbranche tiefe Wunden und Kratzer verursachen.

Doch dies sollte als Herausforderung betrachtet werden und nicht als Krise oder nicht zu lösendes Problem.

Investition in den europäischen Automobilsektor mit einem ETF

Anleger, die auf die Erholung des zuletzt unter Druck geratenen Automobilsektors setzen wollen, könnten dies mittels des hier präsentierten ETFs von iShares tun, welcher die Partizipation an der Performance des europäischen Automobilsektors ermöglicht. Der Fonds deckt nämlich die Sektorenperformance der europäischen Automobil & Zuliefererkonzerne aus dem „STOXX Europe 600“ ab.

Die wichtigsten Positionen im ETF

Insgesamt befinden sich 17 Positionen im Portfolio des ETF. Die größten Positionen sind Daimler (24,7 Prozent), BMW (10,5 Prozent) und Volkswagen (10 Prozent), welche bereits rund 45 Prozent der Gesamtgewichtung vereinen.

Deutschland spielt im europäischen Sektor der Automobilwirtschaft mit rund 60 Prozent Gewichtung eine außerordentlich große Rolle und die zweitplatzierten Franzosen kommen immerhin noch auf rund 27 Prozent.

Details zum ETF

Der ETF wurde am 08. Juli 2007 lanciert und ist neben dem Börsenplatz Xetra auch an der Swiss Exchange in Euro handelbar. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,46 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist ausschüttend.

Die Handels- und Fondswährung ist der Euro und die Abbildung des Referenzindex erfolgt mit der vollständigen (physischen) Replikationsmethode. Mit dem Stand des 31. Juli 2017 hat der ETF ein Volumen von rund 208,9 Mio. Euro.

Rückblick

Nach den besonders starken Jahren 2012 und 2013 mit einer Gesamtrendite von 38,9 bzw. 41,6 Prozent, verlangsamte sich die Performance in 2014 auf 6,5 Prozent Gesamtrendite.

Im Jahr 2015 konnte die Jahresperformance noch einmal mit 15 Prozent beeindrucken, doch 2016 legte der Sektor mit einer Negativperformance von 1,5 Prozent den Rückwärtsgang ein.

Im Vergleich zum Referenzmarkt hielt sich der ETF innerhalb der gewöhnlichen kleineren Abweichungen mit nahezu identischen Performances.

Expertenmeinung

Die deutsche Dominanz im Sektor „STOXX Europe 600 Automobiles & Parts“ birgt neben Risiken auch Chancen, vor allem für den Investor.

Da der europäische Sektor zu rund 45 Prozent aus Daimler, BMW und Volkswagen besteht, könnte man gerade auf die Performance dieser drei Einzelaktien gesondert in einer Beobachtungsliste achten und den Gesamtsektor dann kaufen, wenn diese Werte auch technisch betrachtet als sehr überverkauft eingestuft werden.

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Mögliches Setup

Die derzeitigen Kursrücksetzer könnten eine willkommene Einladung für eine Neupositionierung sein und Käufe könnten bei rund 50,00 Euro aufgenommen werden. Das Kursziel könnte in diesem Fall bei 56,00 Euro liegen.

Die Position sollte mit einem Stoploss bei 48,50 Euro abgesichert werden, um etwaige Verluste zu begrenzen. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) bei diesem rein indikativen Setup liegt bei 4.00.

Welche ETFs, ETCs oder ETNs man auswählt, bleibt am Ende reine Geschmackssache. Wer diese bereits in seinem Depot hat, der achtet vielleicht auch auf eine Diversifikation in Bezug auf den Emittenten. ETCs und ETNs sind im Vergleich zu ETFs Inhaberschuldverschreibungen. Ein Totalausfall seitens des Emittenten ist zumindest möglich. Anleger achten auf die Struktur der ETCs und ETNs. Alternative Produkte können teils erhebliche Unterschiede in der Gestaltung des Produkts aufweisen.

Hinweis:
iShares® und BlackRock® sind eingetragene Warenzeichen von BlackRock Inc. und seinen verbundenen Unternehmen („BlackRock“) und werden unter Lizenz verwendet. BlackRock gibt keinerlei Zusicherung oder Gewähr hinsichtlich der Zweckmäßigkeit einer Anlage in von der LYNX B.V. Germany Branch angebotene Produkte oder Dienstleistungen. BlackRock hat keinerlei Pflichten und übernimmt keinerlei Haftung im Zusammenhang mit dem Betrieb, der Vermarktung, dem Handel oder Verkauf der von der LYNX B.V. Germany Branch angebotenen Produkte oder Dienstleistungen.

Alternativ zum vorgestellten ETF gibt es ähnliche Produkte von anderen Emittenten:

ComStage STOXX Europe 600 Automobiles & Parts NR UCITS ETFWKN: ETF061 – ISIN: LU0378435043 – Symbol: C061

Lyxor STOXX Europe 600 Automobiles & Parts UCITS ETFQD  – WKN: LYX0AN – ISIN: FR0010344630 – Symbol: LYYN

Source STOXX Europe 600 Optimised Automobiles & Parts UCITS ETFWKN: A0RPR0 – ISIN: IE00B5NLX835 – Symbol: SC0P

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