Agrarrohstoffe wie Sojabohnen mit einem ETC handeln

Sojabohnen gehören zu den Agrarrohstoffen und sind der Ausgangsrohstoff für viele Produkte wie zum Beispiel Tofu oder Futtermittel. Sojabohnen gehören zu den gefragtesten Produkten an der Börse und sind wirtschaftlich von großer Bedeutung. Der vorgestellte ETC ermöglicht Investoren Sojabohnen einfach zu handeln. Dies wird durch die Nachbildung der Preisbewegungen des Bloomberg Soybeans Subindex zuzüglich eines Collateral Return ermöglicht. Anleger können den ETC (Exchange Traded Commodity) wie eine Aktie täglich an der Börse kaufen und wieder verkaufen. Der „ETFS Soybeans“ ist durch Swaps gedeckt und besichert. Die Sicherheiten werden auf getrennten Konten hinterlegt.

Informationen zum ETC Referenzindex – Bloomberg Soybeans Subindex Total Return

Der Basiswert des ETCs ist der „Bloomberg Soybeans Subindex Total Return“ mit dem Symbol BCOMSYTR. Dieser Subindex bildet die Preisbewegungen der dem Bloomberg Commodity Index zugrundeliegenden Sojabohnen-Futures ab und wurde bereits am 01. Februar 2006 eingeführt. Die Rollrendite, die durch das Rollen eines Kontraktmonats in den nächsten Kontraktmonat anfällt, fließt mit in die Berechnung des Indexwertes ein. Hier können je nach Konstellation Rollverluste oder Rollgewinne anfallen.

Der Bloomberg Soybeans Subindex Total Return notierte in den letzten 52 Wochen mit 346,83 Punkten im Tief und 466,18 Punkten im Hoch. Die Rohstoffindizes von Bloomberg werden auf jährlicher Basis neugewichtet und ausbalanciert. Die Berechnung erfolgt alle 15 Sekunden. Der Rollvorgang folgt der Methodik, die Kontrakte zwischen dem sechsten bis zehnten Geschäftstag eines Kontraktmonats in den nächsten verfügbaren Kontraktmonat zu rollen.

Der ETFS Soybeans ETC ist vollständig besichert

Der ETFS Soybeans ETC bildet den zugrundeliegenden Referenzindex mit der swap-basierten Replikationsmethode so detailgetreu wie möglich ab. Während der Referenzindex zu 100 Prozent aus an der CBOT gehandelten Sojabohnen-Kontrakten besteht, besteht der ETC zu 100 Prozent aus Staatsanleihen. Dieses Portfolio an Sicherheiten enthält zu 100 Prozent G10-Staatsanleihen.

Die Top10-Positionen bestehen zu 33,73 Prozent aus japanischen Staatsanleihen, zu 8,83 Prozent aus österreichischen Staatsanleihen, zu 6,33 Prozent aus französischen Staatsanleihen, zu 4,41 Prozent aus australischen Staatsanleihen und zu 3,80 Prozent aus Staatsanleihen aus Großbritannien. Die Top-10 vereinen bereits 57,1 Prozent Gewichtung auf sich. (Daten gemäß ETFS Commodity Securities Limited vom 29. März 2019)

Produktdetails des ETFS Soybeans ETC

Der ETC kann über die London Stock Exchange (LSE) in der Handelswährung US-Dollar gehandelt werden, die auch die Fondwährung darstellt. Für Anleger der Eurozone besteht aus diesem Grund neben dem allgemeinen Kursrisiko auch ein Währungsrisiko. Die jährliche Gesamtkostenquote beträgt 0,49 Prozent und der ETC nutzt die swap-basierte Replikationsmethode. Der ETC wurde am 27. September 2006 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 08. April 2019 ein NAV in Höhe von 10,622 Mio. US-Dollar.

Sojabohnen-Performance langfristig deutlich negativ

Der Referenzindex weist seit Jahresbeginn ein Minus von 0,47 Prozent auf, während der ETC im Vergleichszeitraum auf ein Minus von 0,75 Prozent kommt. Auch Sicht eines Jahres lag der Referenzindex bei einer Negativperformance von 17,71 Prozent und der ETC im Vergleichszeitraum bei einem Minus von 18,66 Prozent. Die Performancedifferenzen liegen durch Transaktionskosten und weiteren Gebühren noch im gewöhnlichen Rahmen. (Performancedaten gemäß ETFS vom 29. März 2019)

Expertenmeinung – Die künftige chinesische Nachfrage könnte den Sojabohnen-Markt retten

Die US-Anbauflächen für Sojabohnen lagen gemäß des US-Landwirtschaftsministeriums USDA im Jahr 2017 noch bei rund 90 Millionen „acres“ ( 36,217 Millionen Hektar). Im Jahr 2019 gingen die Flächen schon auf 86,4 Millionen „acres“ (34,965 Millionen Hektar) zurück. Gemäß des März-Reports des USDA verweisen die Projektionen auf einen Rückgang der Pflanzung von etwa 5,1 Prozent im Vergleich zur Vorsaison 2018. Im Vergleich zu allen restlichen Agrarrohstoffen kann man beim Anbau von Sojabohnen innerhalb der USA den höchsten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr registrieren.

Die globale Sojabohnennachfrage ist seit dem Jahr 1990 um über 240 Prozent angestiegen, während die weltweite Nachfrage nach Mais um rund 130 Prozent und die nach Weizen um rund 37 Prozent anstieg. Hochgerechnet steigt der Bedarf gemäß des Verbandes von US-Sojabohnenexporteuren jedes Jahr um 514 Millionen Bushel (Maßeinheit für Sojabohnen). Dies ist ein jährlicher Anstieg der Nachfrage in der Größenordnung der Gesamtproduktion des US-Bundesstaates Iowa. Der erhöhten Nachfrage der letzten Jahre begegnete man nicht nur in den USA mit einem signifikant erhöhten Angebot, sondern nahezu weltweit in den wichtigsten Anbauregionen.

Daten für 2018: Im Jahr 2018 lag die globale Produktion bei rund ca. 360 Millionen metrischen Tonnen (MMT), die Nachfrage hingegen belief sich im Vergleichsjahr auf ungefähr 348 Millionen metrische Tonnen (MMT). Somit liegt ein Angebotsüberhang vor, der sich durch die in 2018 prall gefüllten Lager entsprechend erhöhte. Die globalen Lagerbestände lagen in 2018 bei um die 107 Millionen metrischen Tonnen (MMT).

Die gegenwärtig noch hohen Lagerbestände des führenden Anbaulandes für Sojabohnen (USA) und die recht leeren Lagerbestände des zweitgrößten Anbaulandes für Sojabohnen (Brasilien) führten zu einer ohnehin erhöhten chinesischen Nachfrage nach US-Sojabohnen. Zusätzlich könnte die Nachfrage aus China in den nächsten Wochen und Monaten weiter ansteigen, denn auch im Rahmen der Verhandlungen in Sachen USA-China-Handelsstreit verpflichtete sich China mehr Sojabohnen aus den USA zu erwerben.

Im Rahmen der letzten Verhandlungen zwischen den USA und der EU zwischen US-Präsident Trump und EU-Kommissionspräsident Juncker wurden ebenfalls Importe von US-Sojabohnen in Aussicht gestellt. Die Lagerbestände könnten demnach schneller sinken, als zuvor angenommen, sollte es einen gelungenen Deal zwischen Washington und Peking geben. Der Preis für Sojabohnen könnte aufgrund der künftig anzunehmenden höheren Nachfrage auch die technische Bodenbildungsformation bald verlassen und in einen Aufwärtstrend münden.

Mögliches Setup

Neupositionierungen im ETC wären nach kleineren Korrekturbewegungen denkbar. Eine Positionierung könnte bei einem Kurs von 17,25 USD erfolgen. Das Kursziel könnte bei 21,00 USD liegen. Die Position könnte mit einem Stoploss bei 16,50 USD abgesichert werden, um mögliche Verluste zu begrenzen. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem Setup bei 5.00. (Das Setup ist rein indikativ)

Exkurs – Sojabohnen-Kontrakt an der Chicago Mercantile Exchange (CME)

Bevor man an der US-Warenterminbörse die Kontrakte sichtet, fällt bereits im Vorfeld auf, dass es neben den Sojabohnen-Futures und Sojabohnen-Optionen an der CBOT auch Futures und Optionen auf Sojabohnen-Öl und Sojabohnen-Mehl gibt (die CBOT ist der weltweit größten Terminbörse CME zuzuordnen). Jeder Kontrakt hat seinen Spezifikationen und dies gilt auch für den hier näher vorzustellenden Sojabohnen-Future, der im vorliegenden ETC als Referenzwert herangezogen wird.

Der aktuell zeitlich nächstgehandelte Future ist der Sojabohnen-Future im Monat Mai. Ein Kontrakt besteht aus 5.000 Bushel. Beim Handel an den Warenterminbörsen mit Sojabohnen wird die Maßeinheit „Bushel“ genutzt. Ein Bushel (1 bu) ist 27,216 kg. Da Getreide und auch Sojabohnen je nach Feuchte mehr oder weniger wiegen können, toleriert der jeweilige Warenterminkontrakt ein vordefinierte tolerierte Basisfeuchte von 13 oder 14 Prozent (kommt auf die Sojabohnensorte an). An der Terminbörse sind immer drei aufeinanderfolgende Sojabohnenkontrakte gelistet. Die Kontrakte werden in den Monaten Januar, März, Mai, Juli, August, September und November angeboten.

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Dirk Friczewsky

Dirk Friczewsky

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