Ein ETF für den langfristigen Kapitalzuwachs

Der vorgestellte ETF versucht mit einer aktiven Anlagestrategie mittels eines Fondmanagers besser als der zugrundeliegende Referenzindex abzuschneiden. Deshalb weist der ETF mit 1.325 Einzelwerten im Vergleich zu seiner Benchmark mit 5.690 Einzeltiteln erhebliche Unterschiede auf. Dennoch bucht sich man sich als Anleger ein hervorragend diversifiziertes Portfolio mit einem globalen Ansatz in sein Depot. Der ETF eignet sich daher auch für einen langfristigen Vermögensaufbau.

Referenzindex FTSE Developed All Cap Index

Der Referenzindex FTSE Developed All Cap Index” besteht aus 5.690 Einzeltiteln. Es handelt sich um einen marktkapitalisierungsgewichteten Index, der die Large-, Mid- und Small-Caps der entwickelten Märkte abdeckt. Der Index wird als Kursindex und als Performanceindex (Total Return) angeboten und jeweils in Echtzeit in US-Dollar, Euro, britischen Pfund, japanischen Yen und weiteren lokalen Währungen berechnet.

Der FTSE Developed All Cap Index wurde am 22. September 2003 lanciert und hat eine Basis von 200,00 Punkten vom 31. Dezember 2002. Eine Überprüfung der Zusammensetzung und eine etwaige Ausbalancierung finden halbjährlich im März und im September statt. Der Referenzindex weist eine Gesamtmarktkapitalisierung in Höhe von 5,524 Billionen US-Dollar auf. (Daten gemäß FTSE Russell-Factsheet vom 31. Oktober 2019)

Der Vanguard Global Liquidity Factor UCITS ETF im Detail

Der ETF kann über die London Stock Exchange (LSE) in der Handelswährung US-Dollar (USD) erworben werden, die auch der Fondswährung entspricht. Aus diesem Grund addiert sich für Euro-Investoren auch noch das Währungsrisiko hinzu. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,22 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Der ETF nutzt die vollständige physische Replikationsmethode und erwirbt die Aktien demnach direkt. Der ETF wurde am 26. Oktober 2017 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 02. Dezember 2019 ein Fondsvolumen in Höhe von 14,6 Mio. US-Dollar.

Die Top 10 Positionen des ETFs

Der ETF verwendet eine aktive, vollständig physische Replikationsmethode an. Aus diesem Grund deckt sich die Zusammensetzung des ETFs nicht mit der des Referenzindex, da ein Fondmanager mittels proprietärer, quantitativer Modelle das Analageuniversum analysiert und die Positionen im ETF auswählt.

Dieses Anlageuniversum besteht aus Wertpapieren, die im FTSE Developed All Cap Index, aber auch im Russell 3000 Index enthalten sind. Der ETF besteht im Vergleich zum Referenzindex nicht aus 5.690, sondern nur aus 1.325 Einzeltiteln.

Die größten Positionen des ETFs sind mit 0,50 Prozent Prudential Financial, mit 0,49 Prozent Southern Copper, mit 0,48 Prozent Amphenol Corp., mit 0,46 Prozent Prologis, mit 0,45 Prozent TD Ameritrade Holding, mit 0,44 Prozent Roper Technologies, mit 0,43 Prozent Moody´s, mit 0,42 Prozent TE Connectivity, mit 0,41 Prozent Illinois Tool Works und mit 0,41 Prozent BlackRock.

Diese Top-10 weisen eine Gesamtgewichtung von ungefähr 4,48 Prozent auf. Aufgrund dieser sehr niedrigen Gewichtung kann von einer hervorragenden Diversifikation ausgegangen werden. (Daten gemäß des Vanguard-Factsheets vom 30.09.2019)

Einzelheiten zur Sektoren- Währungs- und Länderallokation

Die wichtigsten Sektoren sind mit 32,3 Prozent Finanzwesen, mit 20,3 Prozent Industrie, mit 11,1 Prozent Verbraucherdienste, mit 10,6 Prozent Gesundheitswesen, mit 8,4 Prozent Konsumgüter und mit 4,7 Prozent Technologie.

Damit man die Bedeutung eines aktiv gemanagten Anteils des ETFs besser versteht, soll hier einmal zur Veranschaulichung die Sektorenaufteilung des Index ausgewiesen werden. Der Index besteht nämlich im Gegensatz zum ETF nur zu 20,9 Prozent aus Finanzwesen, zu 14,4 Prozent aus Industrie, zu 11,4 Prozent aus Verbraucherdienste, zu 11,7 Prozent aus Gesundheitswesen, zu 11,1 Prozent aus Konsumgüter und zu 15,9 Prozent aus Technologie. Im Vergleich wirkt der Index eigentlich ausbalancierter.

Die Top-5 in Bezug auf die Länder- und Währungsallokation sind zu 60,6 Prozent die USA, zu 8,9 Prozent Japan, zu 6,4 Prozent Großbritannien, zu 3,0 Prozent Kanada, zu 2,9 Prozent Frankreich und zu 2,7 Prozent Deutschland. Neben dem US-Dollar mit der deutlich höchsten Gewichtung, wären noch der japanische Yen, der Euro und das britische Pfund als weitere wichtige Währungsbestandteile innerhalb des Fondskonstrukts zu nennen. (Daten gemäß Vanguard-Factsheet vom 31. Oktober 2019)

Performance in den letzten Jahren marktkonform

Auf Sicht der letzten drei Jahre konnten der Referenzindex und ETF eine Performance von 11,91 beziehungsweise 10,23 Prozent erzielen. Im laufenden Jahr erreichte der Referenzindex ein Plus von 23,26 Prozent und der ETF ein Plus von 20,38 Prozent.

In 2016 lag der Referenzindex mit 8,01 Prozent im Plus und in 2017 mit 22,95 Prozent. Im Jahr 2018 fiel er allerdings um 9,64 Prozent. Der ETF wies im direkten Vergleich in 2016 ein Plus von 11,40 Prozent, in 2017 ein Plus von 21,01 Prozent und in 2018 ein Minus von 10,48 Prozent auf.

Der Tracking-Error ist nicht wirklich als gering einzustufen, ist neben Transaktionskosten aber vor allem auch aufgrund von Währungsdifferenzen und in erster Linie aufgrund unterschiedlicher Portfoliobestände im Vergleich zur Zusammensetzung des Referenzindex zu erklären. (Performancedaten in Bezug auf Referenzindex gemäß Vanguard-Factsheet vom 31. Oktober 2019)

Expertenmeinung – Chancen könnten trotz der negativen Stimmungslage überwiegen

Die Weltbank und auch der IWF verwiesen bereits in ihrer Herbstprognose 2019 auf schwierigere Zeiten, gehen aber dennoch in den Jahren 2020 und 2021 von weiterem Wachstum aus. Abseits aller Prognosen von Banken, Instituten, Ministerien und Kommissionen, liegen die größten Risiken im immer noch nicht gelösten Handelsstreit zwischen den USA und China und auch dem noch ungeklärten Brexit. Diese Kernrisiken trugen bis dato erheblich zur Unsicherheit an den Märkten bei und reduzierten in den letzten Quartalen die Wachstumsraten der wichtigsten Volkswirtschaften in Europa, Asien und auch die der Weltwirtschaft.

Das konjunkturelle Lage in den USA ist derzeit im direkten Vergleich mit der Eurozone noch stark, sie könnte sich in den nächsten Quartalen aber sichtlich abkühlen. Blickt man explizit auf Europa und im Kern auf die Eurozone, so kann zwar auf der einen Seite von überwiegend noch stabilen Arbeitsmärkten gesprochen werden, doch nicht von einer zufriedenstellenden konjunkturellen Entwicklung. Die Wachstumsschritte der Eurozone zum Beispiel fallen hinter denen der USA deutlich zurück. So wird die Wirtschaft des Euroraums in 2019 gemäß der Europäischen Kommission um 1,1 Prozent zulegen und in 2020 und 2021 um jeweils 1,2 Prozent wachsen können. Doch im Vergleich zu den zuvor getätigten Prognosen sind hier mehrfach die Werte nach unten revidiert worden.

Die meisten Einkaufsmanagerindizes des Verarbeitenden Gewerbes, mitunter für Deutschland und die Eurozone, waren in den letzten Monaten ein wahres Trauerspiel und spiegelten recht detailgetreu den Zustand der europäischen Industrie wider. Auch die aktuellsten Daten für die Eurozone lieferten einen Befund ab, den man mit einer Verlangsamung der Talfahrt beschrieb. Nachweislich schrumpfte die Industrie in der Eurozone in den letzten Monaten somit dahin.

Da an den Börsen aber eher die Zukunft gehandelt wird, wäre an dieser Stelle zumindest Optimismus angebracht, denn der Weg aus der Talsohle wäre zumindest absehbar, eine Erholung der europäischen Wirtschaft demnach denkbar. In Bezug auf die USA wäre im Jahr der Präsidentschaftswahl nicht unbedingt von einem erheblichen Einknicken der US-Wirtschaft und auch nicht des US-Arbeitsmarktes auszugehen.

Die Saisonalität könnte derzeit als ein Pluspunkt hinzuzuaddieren sein, denn in den letzten Handelswochen des Jahres (ob man es nun mit Weihnachts- oder Jahresendrallye betitelt), neigten die meisten Leitindizes zu Kursgewinnen. Der hier vorliegende ETF wäre ein Instrument, um die global wichtigsten Aktienmärkte in seiner Hülle und Fülle abzudecken und das Risiko demnach auch sehr breit zu streuen.

Mögliches Setup

Eine Positionierung wäre erst nach einer mehrtägigen Konsolidierung zu überlegen. So wäre ein Kauf zum Beispiel bei der Marke von 27,25 US-Dollar in Betracht zu ziehen. Die Position könnte zur Verlustbegrenzung mit einen Stop-Loss von 26,60 US-Dollar abgesichert werden. Das Ziel wäre bei 29,95 US-Dollar zu avisieren. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem beispielhaften Setup bei 3,00.

Der Emittent Vanguard Group: Die Vanguard Group Incorporated ist 1975 gegründet worden und verwaltet mit dem Stand des 31. Januars 2019 ein Kundenvermögen in Höhe von 5,2 Billionen US-Dollar. Insgesamt bietet die Gesellschaft 190 Fonds in den USA und 220 außerhalb der USA. Vanguard hat den Firmensitz in Valley Forge im US-Bundesstaat Pennsylvania und hat rund 17.600 Mitarbeiter.

Über FTSE Russell: Der Indexanbieter FTSE Russell ist der London Stock Exchange Group zuzuordnen. FTSE Russell gehört wie Dow Jones oder zum Beispiel STOXX zu den bekannten Indexanbietern der Finanzindustrie. Das Produktportfolio umfasst Indizes quer durch alle Anlageklassen in über 70 Ländern. Diese Indizes decken rund 98 Prozent des investierbaren Marktes ab. Quer durch alle Assetklassen werden Indizes für rund 350 institutionelle Kunden angeboten. Angaben von FTSE Russell nach werden derzeit Wertpapiervolumina mit einem Gesamtwert von rund 15 Billionen US-Dollar in FTSE-Russell-Indizes zusammengefasst.

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Dirk Friczewsky

Dirk Friczewsky

Dirk Friczewsky ist ein professioneller Trader und technischer Analyst. Er erstellt Handelssignale in den Handelsklassen Aktien, Anleihen, Devisen, Indizes und Rohstoffe. Dabei nutzt er konventionelle Handelsansätze, sowie z.B. Fibonacci Retracements, Pivot-Points, aber auch noch weitere Indikatoren. Herr Friczewsky leitet Seminare, coacht individuell Trader und Trading-Neulinge. Er entwickelt nachhaltige Marktstrategien mit Hilfe der Technischen Analyse, fundamentalen Analyse, Sentiment-Analyse und mehr. Er verfolgt dabei hauptsächlich den Ansatz der interdisziplinären Analyse.

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